Stadt
des Kindes!
Allgemeine Politik keinesfalls nur der politischen Rechten - auch der Wiener Sozialdemokratie: Öffentliches Eigentum zu privatem zu machen - aus BürgerInnen werden überall "Unbefugte" !
Aktueller
Überblick über das größere
Immobilien-&Bauwesen
am Schauplatz Penzing!
Baumgartner
Höhe, Projekt
Paradieso,
Stadt des Kindes,
SCA-Erweiterung,
Karree Breitensee, - und gute grundlegende Einsichten der Sozialbau AG
Um nur
die geringsten Nachfragen, die seit geraumer Zeit meine Mailboxen erreichten,
einiger Maßen korrekt beantworten zu können, hier eine kürzestmögliche
Rundschau über nur das größere Wirtschaftstreiben im Immobilien- und
Bauwesen am Schauplatz Penzing!
ad Baumgartner
Höhe:
Zur befürchteten Realisierung der zuletzt schon
langjährigen SPÖ- Pläne für eine Privatisierung des Spitalsareals
auf der Baumgartner Höhe (Otto-Wagner-Spital) vorweg einmal im östlichsten
Bereich auf den dazu primär disponiblen Flächen ist meines Wissens seit längerem
schon offiziell überhaupt nichts mehr bekannt geworden.
Die zu erwartenden bauschöpferischen Großtaten von GESIBA dürften, so berichten uns
Auskenner, auf Schwierigkeiten stoßen, unter anderem könnten Auflagen des
Denkmalamtes ertragsmindernd ins Gewicht fallen. Ob aber jetzt tatsächlich ein
„Wellnesshotel“
für dort angedacht
ist, wie man uns zuträgt, weiß zur Zeit wahrscheinlich definitiv nur GESIBA!
Von dort wird bestimmt, was man sich in der Öffentlichkeit nicht nur im großen
Umkreis um den vorgesehenen
Bauplatz erwartet, natürlich bald
transparente Öffentlichkeitsarbeit ausgehen. Oder natürlich aber auch nicht!
ad Paradieso-Projekt
(
Liegenschaft Hüttelbergstraße 22 ):
Auch von einem dort bis zu einem weit beachteten
Spatenstich - Event im August 2005 bei Anwesenheit von Bürgermeister Michael HÄUPL
für ein Museumsprojekt samt Künstlerateliers, Gastronomie, Wohnungen und
Tiefgarage hat man kein Sterbenswörtchen mehr gehört, nachdem den Projektanten
aber Gott sei Dank über einen mehr als großzügigen Pachtvertrag der Stadt
Wien die langfristige Nutzung der
Liegenschaft immerhin rechtlich gut gesichert werden konnte.
Offensichtlich dürfte allerdings schon bald darauf ein fast schon kunstvolles
Bilanzdesaster der Kärntner Hypo-Alpe-Adria-Bank für phantastischen Realismus
in der 35 Millionen € schweren Projektsache gesorgt haben, für die selbst der
Penzinger Umweltausschuss unbedingt die Bewilligung für Rodung von Wald hatte längst
genehmigen müssen.
Was sich auf der Liegenschaft nun jedoch wirklich jemand genehmigen wird, bleibt
ungewiss abzuwarten. Nicht abgewartet muss nur eines werden: Die Immobilie ist
von einer weithin öffentlichen – zu einer bestens privaten geworden, und zwar
für nix und wieder nix aus Sicht der Öffentlichkeit, dafür aber
pachtvertraglich für etwa 100 Jahre lang. Es könnte sich also um eine Art
Dornröschenschicksal handeln !
ad Stadt des Kindes:
Auch zur langjährigen Bemühung
der Stadt Wien, die Edel-Immobilie der ehemaligen „Stadt des Kindes“ an
Private ganz ordinär zu verklopfen, die jetzt am Fuße des Mühlbergs für eine
eine „hohe Dienstbarkeit für die Öffentlichkeit“
verpflichtet sind, gelang
bisher offensichtlich nur der Verkauf des Grundes irgendwie –
und man darf hoffen, dass mittlerweile auch der Kaufpreis bezahlt wurde.
Ansonsten ist aber bislang nur die
Einsicht gelungen, dass eher die Öffentlichkeit zu hoher Dienstbarkeit für
private Nutznießer herangezogen worden sein dürfte.
Zuletzt gelang nämlich nur der – hoch umstrittene - Abbruch der bestehenden
Bausubstanz, die Aushebung diverser Baugruben und die Aufstellung einer Tafel für
das Nachnutzungsprojekt, welche die
Errichtung von „ca.
90 geförderten“ und „ca. 40 freifinanzierten Eigentumswohnungen“
ankündigte. Nachdem mir „Circa-Planungen “ nach (!) begonnenen Bauarbeiten
nicht nur gänzlich unklar wären und die Projektanten zudem mehrfach in
Penzinger Gremien der Bezirksvertretung ganz andere blumige Ankündigungen als
definitive Planungen dargestellt hatten, ersuchte ich jüngst als Interessent um
nähere Unterlagen für das Anstehende und erhielt am 28.Juli
2009 folgende Antwort der „Mischek
Bauträger Service GmbH“ im
Volltext:
Herzlichen
Dank für Ihr Interesse. Unser Projekt Mühlberggasse befindet sich in
Vorbereitung, im Moment gibt es nur Entwurfspläne. Wir laden unsere
Interessenten ein zu einem Vorinformationsgespräch um die Wünsche und Anliegen
der zukünftigen Kunden in die Planung einfließen zu lassen. Für einen
Beratungstermin stehe ich gerne zur Verfügung.
Auf
Grund welcher Pläne jetzt allerdings auf der Liegenschaft Bautätigkeit zur
Erzielung einer Baugrube bei reichlich Staub und Dreck für die Wohnumgebung
bewilligt worden sein könnte, wird zu prüfen sein. Ob sie mit rechtlichen
Fristen zusammenhängt, die zur Realisierung des Projektes zu beachten waren, um
den Verkauf der Liegenschaft vor einer schlüssig angeregten Annullierung zu
bewahren, werde ich mir selbstverständlich die Stadt Wien zu fragen erlauben.
Ohne Frage ist aber – zudem auch bei einer weiteren Reihe hochpreisiger aber
kleinerer aktueller Immobilien- und Baugeschäfte in Penzing – als Ursache plötzlicher
Verzögerungen oder ausbleibender Realisierungen nur eine erkenntlich: Finanzmängel
oder befürchtete Mindereinnahmen für die Projektanten in
Folge der Finanzkrisen, die man gewinnbringend abzuwarten scheint, nachdem die
Bauplätze ja nicht davon laufen können. Denn derartige Projekte werden natürlich
überwiegend fremdfinanziert, und die dabei allseits beachtliche Gebarung von
einst ist mittlerweile in ihren bisherigen Ausformungen so nicht leicht mehr
aufrecht zu erhalten (Nach Darstellung von SOZIALBAU AG soll der
durchschnittliche Eigenkapitalanteil der Wohnbauträger bei etwa 12 % liegen!).
Ebenso ist aber auch die nötige Kundschaft zumeist auf Fremdfinanzierung
angewiesen, und auch dazu scheinen nun Banken mittlerweile ein wenig mehr
Realismus zu beachten. Und in
Verbindung mit den Diskrepanzen der durchwegs
unverschämten Zustände im Lohn- und Preisgefüge sind nun größere
Finanzprobleme allerorten unvermeidlich! (Diesbezüglich
gut einsichtig hat sich übrigens der in Penzing stark engagierte Wohnbauträger
SOZIALBAU AG zuletzt zu Wort gemeldet.
Vorstandsvorsitzender Herbert LUDL berichtete aus Anlass seines neuerlich
glanzvollen Geschäftsberichtes von zunehmenden Zahlungsschwierigkeiten seiner
Klientel! Diese habe "die Wirtschaftskrise
erreicht", sei davon mehrfach belastet und könnte zunehmend
nicht oder nur verspätet Zahlungsverpflichtungen nachkommen.)
Somit fehlen primär natürlich den
Konsumenten längst jene aberwitzigen Summen, die ihnen häufig für sehr
durchschnittliches Wohnen abverlangt werden oder werden sollen.
Allenfalls im Bauwesen für Geschäfts- und Betriebslokale scheint (!) das
Gewinnmaximieren noch planbarer und gewinnträchtiger sein, obendrein ist es
steuerlich günstiger, hohe Gewinne eher rasch zu investieren als für diese
bloß schnöde Steuer abzuführen, was das Bauwesen diesbezüglich sehr in
Schuss hält. In Penzing sind zumindest einmal zwei aktuelle Großprojekte zu
beachten:
Ad SCA-Ausbau:
Zu den ständigen wechselnden bzw. sich als falsch herausstellenden Angaben von
Seiten des Eigentümers des rechtlich „Noch-immer-nicht-Einkaufszentrums“
über doch noch zu findende Betriebe, die sich in seinem SCA-Imperium einmieten
wollen, wird uns aus Hadersdorf und Purkersdorf ständig Interessantes
zugetragen. Während man auf dem ehemaligen MAN-Gelände für die Erweiterung
der SCA bis an das Hadersdorfer
Wohngebiet im Vollbau mit Erdarbeiten zur Baureifemachung beschäftigt ist, soll
auch für die Nachnutzung der bisherigen HOFER-Filiale in der
Albert-Schweitzer-Gasse ein Interessent mit der Firma BETTEN-REITER ausgemacht
sein, - man wird sehen! Irgendwie
ausgemacht ist jedenfalls, zumindest aber angekündigt, dass der
HOFER-Nachfolger das
"Einkaufszentrum“
von der althergebrachten Seite bis zur B1 ausdehnen wird. Drüben geht es
jedenfalls nach heutigem Stand vorerst einmal bis fast an die Wien und ans
Zentrum der Wohngebiete in Hadersdorf weiter. Weitere Erweiterungen bleiben
abzuwarten, - umliegende verfügbare Immobilien sind als Goldgruben
einzuschätzen.
Ad Karree Breitensee:
Für die Nachnutzung des riesigen Areals der ehemaligen
Breitenseer Remise durch das Projekt "Karree
Breitensee" scheint dagegen bisher nichts auf eine
Ausdehnung hinzudeuten. Nämlich einmal keine zur Einsichtsfrist bei der Auflage
des Planentwurfs 7843 ,
mit dem die Änderung der Flächenwidmung an das fix und fertige Bauprojekt
angepasst werden muss. Die ist zur Urlaubszeit (30.7. – 17.9.) angesagt und
wird bald vorbei sein. Und ferner ist auch keinerlei Ausdehnung in der Dimension
für Gehsteige dort absehbar, wo deren Breite nach Planentwurf mit
„mindestens
2 Metern“ lächerlich
geringfügig vorgesehen ist.
Man lernt daraus: Geschäftslokale rechnen sich zur Zeit noch, da wäre es auch
wenig sinnvoll, die Bürger als Unbefugte auszusperren. Sie müssen dann
aber als FußgängerInnen halt mit etwas weniger Platz auskommen! Soweit ganz
übliche Wiener Praxis weiß
Wolfgang Krisch, 5.8.09
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