Enormes Interesse unter Hütteldorfs
Wohnbevölkerung an den Plänen des SK RAPID zum
Stadionausbau !
RAPID,
eine Heeresimmobilie, der ÖVP Rosenbachöffnung,
Stromtankstelle & Waldverwüstung und die
FPÖ-Energieversorgung Penzings auf der Hochramalm !
Schlichte Bilanz einer üblich
schlichten Arbeitswoche schlichter Penzinger Bezirkspolitik
im schlichten Überblick!
Wann immer der ambitionierte
Penzinger Bezirksrat von ebensolchen BürgerInnen gefragt
ist, womit er für sein/ihr Steuergeld in der Politik Unsinn
treibt, komme ich natürlich keineswegs ins Stottern oder
Fabulieren! Für meine Entschädigung von rund 100 (hundert)
€ brutto in der Woche (ca. 400 € brutto monatlich) stand
also z.B. in der verwichenen Folgendes hoch produktiv an:
In der Nacht von Montag (23.1.12) auf Dienstag brachte ich
nur das Nötigste an Anträgen und Anfragen für eine
Sitzung des hohen Bezirksparlamentes am 2.2. in den PC und
von dort bald darauf in die Bezirksvorstehung. Die insgesamt
7 Einbringungen befassen sich nach meinem Dafürhalten
ausschließlich mit schweren Missständen im Wiener
Magistrat oder waren zur Vorbeugung krummer Entwicklungen
nötig, die man als Bezirksrat absehen kann, um ihnen auf
dem Antrags- bzw. Anfrageweg rechtzeitig vorzubeugen! Wer
sich darüber wundern möchte, was in dem Sinn nötig ist,
wappne sich und lese hier (BV 2.2.12 Alle Anträge und Anfragen
Krisch).
SK RAPID - St. Hanappi
Dienstags (24.1.12) zog es mich mandatsgemäß in eine
Sitzung der Penzinger Bezirksentwicklungskommission, von wo
tatsächlich ein Fortschritt für den Bezirk zu vermelden
ist! Gleich drei kompetente Vertreter des SK RAPID-WIEN waren auf mein Ersuchen der
mittlerweile dritten formalen Einladung der Frau
Bezirksvorsteherin gefolgt, und der nun erstmalige Kontakt
der gewählten BezirksmandatarInnen mit einem „Leitbetrieb“
des Bezirks ( so das RAPID-Selbstverständnis) gestaltete
sich überaus erfreulich. RAPID räumte nämlich unumwunden
ein, dass man selbst wisse, den Betrieb „nicht immer
zur reinen Freude“ der umgebenden Wohnbevölkerung
gestalten zu können, kündigte aber diesbezüglich
offensive Anstrengungen zu Verbesserungen an. Man werde
diese ab dem Frühling deutlich feststellen können, es
gäbe aus Sicht RAPIDS etliche „No gos“ für die Fans, -
man werde daran arbeiten!
Zur Frage des Stadionausbaus ersuchte man um Verständnis,
dass man noch an diversen Parametern arbeite, ehe man zur
Dimension der angestrengten Stadionvergrößerung
selbstverständlich auch der Bezirksvertretung für
transparente Ausführungen zur Verfügung stehen werde. Dass
das Stadion jedenfalls zu Folge des Bauzustandes saniert
werden muss, ist dabei ohnehin als Faktum allgemein bekannt.
Erfreulich jedenfalls: RAPID WIEN scheint im Moment
ernsthaft und ehrlich bereit zu sein, mit den gewählten
MandatarInnen des Bezirkes zu kooperieren, - was seit über
20 Jahren, auf die ich zurück blicken kann, noch niemals
der Fall war. Vereinbart wurde jedenfalls, dass RAPID WIEN
der Bezirksvorstehung Penzing von sich aus Bescheid geben
wird, sobald man zu den angestrengten Stadion-Ausbauplänen
tatsächlich Konkretes sagen könne, um authentische
Information der Bezirksöffentlichkeit zu ermöglichen! Bisher
basieren – so RAPID - sämtliche
öffentlich diskutierten Szenarien nämlich ohne eigenes
Zutun der RAPID-Verantwortlichen auf bloßen Spekulationen
aus Fan- oder JournalistInnen-Kreisen!
Ich bedankte mich bei RAPID und harre also gern der Dinge!
Zu hoffen ist, dass nicht nur RAPID-WIEN mit der
Bezirksvertretung hinkünftig kooperieren wird, sondern
natürlich auch all jene Magistratsdienststellen bzw.
Stadträt/Inn/e/n, die in Folge der Bauprojekte (Sanierung,
Ausbau, Bau der RAPID-Akademie) maßgeblich befasst sein
werden. Diesbezüglich brauchbare Kontakte zwischen dem
Rathaus und dem Bezirksparlament waren bisher für mich noch
niemals zu registrieren gewesen.
Theodor-Körner-Kaserne
Weniger sympathisch gerieten danach allerdings weitere
Projekte der Tagesordnung, die zu Debatten standen.
Erheblich bedrohlich scheinen für den Bezirk nämlich
aktuelle Pläne der SIVBEG, der bundeseigenen GesmbH zur
Verwertung militärischer Liegenschaften. Die Gesellschaft -
in der Regierung Wolfgang SCHÜSSEL II bzw. unter
Verteidigungsminister Günther PLATTER im Jahr 2005
errichtet - steht mittlerweile unter schwerem Beschuss des
Rechnungshofes, schon allein deshalb, weil dieser sie für
gänzlich unnötig errichtet hält, nachdem für die
Veräußerung von Bundesimmobilien ohnehin schon die
Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) eingerichtet ist! Die
SIVBEG bilanziert jedenfalls fernab aller festgelegter Ziele
und muss jetzt also wirtschaftlich unter der Oberobsorge von
BM Norbert DARABOS heftig Gas geben, um nicht sehr schlecht
dazustehen oder sich grundsätzlich in Frage zu stellen!
Für Penzing wirken
sich nun diese Gesellschafts-Umstände leider aktuell ganz,
ganz schlecht aus!
Denn die SIVBEG will jetzt das frei
werdende Areal der nur mehr marginal benötigten
Theodor-Körner-Kaserne in Breitensee keineswegs mehr an
die Stadt Wien verkaufen, die dort für Penzing bitter
nötige Infrastruktureinrichtungen hätte errichten können
(Schulen, Kindergärten, Jugendzentrum usw., wozu überall
hoher Mangel bei höchstem Bedarf in Penzing besteht!)
Die militärischen Immobilienstrategen wollen auf dem
Kasernenareal mit nichts als hohen Wohnhäusern für
selbstverständlich üblich „erschwingliches und
zeitgemäßes Wohnen“ große Kohle machen!
Eine zwingend nötige Änderung der Flächenwidmung wurde
nun im so genannten „Gründruck“ von der MA 21A in
Penzing vorgestellt. Ergebnis: Bisher konnten dazu im
Geschäftsbereich von VizeBM Maria Vassilakou divers
ausufernde Ideen der Grundstücksverwerter immerhin etwas
eingeschränkt und erträglicher gemacht werden! Es sollen
Grünflächen erhalten werden, die auf dem Areal nicht zu
eng platzierten Hochhäuser sollen nur 7 (sieben)
Vollgeschoße hoch werden! Ob da der liebe Bund bzw. die
ruhmreichen Militärimmobilienhändler nicht noch mehr
Verwertbarkeit herauspressen können, ist allerdings noch
ungewiss. Zur Zeit ist von etwa 400 Wohnungen auszugehen, -
es könnte aber auch um eine Drittel mehr werden!
Angedeutet wurde nämlich, dass Wien für den Fall, dass die
Bebaubarkeit der Liegenschaft via Flächenwidmung zu sehr
beschnitten werde, sogar erhebliche Entschädigungszahlungen
(!) an den Eigentümer drohen, - das wäre gesetzlich
unumgänglich!
Das brachte mich ein wenig in bescheidene Rage! Ich riet der
MA 21A umgehend, Wien möge sich für diesen Fall vom lieben
Bund nicht papierln lassen und zu solchen Projekten einmal
eine finanzielle Gesamtbetrachtung eröffnen! Man sollte die
enormen Folgekosten für „private“ Bauprojekte, die in
Wien mit links und wie nix den Wiener SteuerzahlerInnen
vorgeschrieben werden, an den "privaten" Bauwerber
weiter reichen! Diesem mögen dann die nötigen Neubauten
für solche Riesenwohnhausanlagen (Schulen,
Kindertagesheime, Straßen, Verkehrsorganisation usw. usf. )
in laufenden Rechnungen addiert werden. Und danach solle
Wien Jahr für Jahr entsprechende Zahlscheine
schicken! Man konnte meinen Ausführungen zwar allseits
folgen, - ich fürchte aber, sie dürften leider der
gängigen Gesetzespraxis ein wenig voraus hinken.
Genossenschaftsstraße
Immobilienwünsche der FPÖ – der Partei des
ambitionierten Immobilienhandels – waren ferner zur Genossenschaftsstraße
zu erwägen, wo auf FPÖ-Impuls über eine verdichtete
Verbauung im Cottageviertel nachgesonnen worden war. Ich
lehnte das für die GRÜNEN ab, SPÖ und ÖVP schlossen sich
dem an – die FPÖ zeigte sich leicht irritiert und wird
die BürgerInnen nun informieren!
Rosenbach-Öffnung
Umsetzungsschwierigkeiten gab es ferner zuhauf auch in
Penzings Umweltausschuss dieser Woche Donnerstag (26.1.) : Die
ÖVP hatte die Anpassung eines vorhandenen Projektes zur Öffnung des Rosenbaches
im Bereich der Brudermanngasse in Richtung Isbarygasse
an die „derzeitigen Rahmenbedingungen“ beantragt, um
diese „bei einer möglichen
Bürgerversammlung zur Diskussion zu stellen“.
Ob der Rosenbach nun demnächst aus der Rosentalgasse
als offenes Bächlein dem Wienfluss zuplätschern wird oder
doch nicht, wird sich weisen – vor dem Sommer noch will
die MA 45 diesbezügliche Pläne verraten, der ÖVP sei
Dank! Die
dafür nötige Summe von etwa 1 Million € wird die ÖVP
irgendwo auftreiben, sofern bei Stadträtin Sima nicht
irgendwo eine überflüssige herum läge! Mein
Debattenbeitrag – ich plädierte eher für die seit ewig
verschlampte bauliche
Sanierung des Halterbaches, der zum Glück schon offen rinne
- geriet
natürlich wieder zu einem persönlichen Waterloo. Das koste
gleich 6, 7, 8 Millionen ließ der Wasserbaufachmann ganz
konkret wissen! Interessant allemal, denn 2008 war die
offensichtliche Kostenabwehrkeule der MA 45 noch mit
lächerlichen 3,5 Millionen € ebenso fabulös
dimensioniert worden.
Stromtankstelle
Noch umsetzungsschwieriger geriet der ÖVP-Wunsch nach einer
Stromtankstelle,
weil das einzig anwesende ÖVP-Mitglied die Kleinigkeit
nicht wusste, ob die Stromtankstelle Autos oder
Fahrrädern Strom spenden solle! Die ÖVP wird nun die ÖVP
fragen, ob jemand weiß, welche Fahrzeuge betankt werden
sollen, - bis dahin ist der Antrag zurück gestellt!
Immerhin bleibt so wieder gern Gesprächsstoff in Penzings
Gremien, sobald man sich trifft und an Zurückgestelltes
erinnert!
Waldverwüstung in der Kerbelgasse
6-8 und Wegerichgasse 10-22
Auch zur beantragten Beseitigung einer „Waldverwüstung“ (im
Waldbereich Kerbelgase
6-8 bzw. Wegerichgasse 10-22) konnte das ÖVP-Mitglied nicht
erläutern, inwiefern der fehlende Antragsteller (Dr. Herwig
KLINKE) die zu beseitigende Waldverwüstung zu erkennen oder
wissen glaubt. Man wird jetzt die Landesforstinspektion mit
der Recherche beauftragen, - irgendwer muss schließlich
Nachschau halten, wenn es die ÖVP selbst im Ausschuss noch
nicht weiß oder verraten will.
FPÖ- Energiegewinnungspläne auf
der Hochramalm
Noch weit diffiziler allerdings war das Begehren der FPÖ
(Klubobmann Mag. Bernhard LOIBL, BezR. Sigrid BLIND) zu
behandeln, „im Bereich der
Liegenschaften der Gemeinde Wien im Bereich der Hochramalm
ein Pilotprojekt zur Gewinnung erneuerbarer Energie (wie
etwa in Form von Windrädern) für die Energieversorgung
Penzings zu prüfen und zu realisieren“.
In Vertretung dreier angesprochener StadträtInnen sowie
zahlreicher vermutet zuständiger Magistratsabteilungen standen
dem Umweltausschuss zwei hoch kompetente Fachleute aus dem
Wiener Magistrat mit besten und verständlichen
Ausführungen zur Verfügung, dazu ein schriftliches
Rechts-Exposee der MA 69. Deren Input kurz gefasst: Der
Standort sei für Windräder ungeeignet, Anlagen zur
Fotovoltaik und Solarthermie dort zum gewünschten Zweck
nicht vorstellbar, darüber hinaus wären erhebliche
rechtliche Probleme hinderlich, weil die Hochramalm in
Niederösterreich liege und diverser niederösterreichischer
Landesgesetzgebung unterliege. Zuletzt: Das FPÖ-Zielgebiet
sei darüber hinaus mehrfach unter Natur- und Artenschutz gestellt
und für überhaupt keine derartige Baulichkeit
bewilligungsfähig!
Das alles focht die FPÖ keineswegs an, - „die Wiese“ dort
bei der Hochramalm sei doch einfach „nicht genutzt“,
zeigte man sich bravourös beharrlich. Und es gäbe ja auch
vertikale Windräder wie in Deutschland, die nicht so groß
seien! Und der Überschuss des neuen Energiegewinns für
ganz Penzing könne ja in das Stromnetz von Purkersdorf und
Gablitz fließen!
Als langmütig-freundlicher Sitzungsteilnehmer
erbat ich von den FPÖ-KollegInnen die Erwägung, dass eine
Wienerwaldwiese eine Wienerwaldwiese sei, somit nichts
weniger als ein Erholungsraum, den man nicht verbauen
könne, da gebe es guten Grundes viele Gesetze, man könne
dafür dort auf der ungenutzen Wiese so wie ich ab und an
spazieren gehen, die sonstigen sehr komplexen Sachverhalte
möge man einfach glauben.
Mehr brauchte ich nicht: Das sei ja typisch für die
GRÜNEN, die keine Alternativenergie möchten, nur weil sie
wo selbst spazieren gehen wollten, hieß es nun von
Bezirksrat Fritz JIREC erregt! Ich spazierte daher umgehend
nach Hause, die Tagesordnung war zum Glück ebenso
erschöpft wie ich, und wenn ich das nicht bei mir selbst
nachlesen könnte, ich würde oft nicht für möglich
halten, womit ein Penzinger Bezirksrat in kompetenter
Umgebung seine Nachmittage nach Art der Stoiker zubringt!
ÖVP-Parkpickerl-Ankündigung
Dabei war mir noch gnädig eine
Mittwochsitzung der Penzinger Verkehrskommission (25.1.12)
erspart geblieben, in der es um die ultimativste Causa Prima
der gesamten Penzinger Bezirksgeschichte seit Anbeginn der
Geschichtsschreibung
- das bevorstehende „Parkpickerl“ -
ging!
Die ÖVP soll durch Klubobmann Franz LERCH besonders
kregel vertreten gewesen sein, der im Zuge einer
persönlichen Wallung versprochen haben soll, die
Bezirksvorsteherin „vorzuführen“, waun des Parkpickal
kummt! Nächste Woche sehe ich Kollegen Franz E. LERCH
wieder einmal im Bezirksparlament, - ich werde ihn ersuchen,
mich anzurufen, sobald er oder sonstwer in der ÖVP wen auch
immer vorführen will! Ich
muss da einfach live dabei sein, wenn Penzings ÖVP
irgendwen oder was vor- oder aufführt, gesteht
Wolfgang Krisch, 27.1.2012
P.S. In der Bezirksentwicklungskommission hatte
ÖVP-Klubobmann Franz E. LERCH zum Pachtvertrag für das
Hanappi-Stadion zwischen dem SK RAPID und der Stadt wissen
wollen, wie hoch die Pacht
sei. RAPID wusste da keine Zahlen – Herr Lerch
fragte darauf wahrlich und echt, wer diese denn wissen
könnte! Gleich war ich hilfsbereit! Das könnte eventuell
schon auch Herr Sport-Stadtrat Christian OXONITSCH wissen,
sagte ich streberhaft der ÖVP ein ! Herrn Lerch war
somit gleich zufrieden und kündigte an, den Stadtrat zu
fragen! Ich schließe nicht aus, auch Herr Oxonitsch wird
alsbald von Herrn Lerch vorgeführt werden
!
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