Vlad III. Draculea, Fürst der Walachei und sadistischer Massenmörder - historisches Vorbild der Filmfigur Dracula
 

Dracula statt Nikolaus!


Nichts Ängstigendes mehr im Kindergarten, seit  der Nikolaus draußen bleibt!


Wie vor Jahren herzhaft belacht, hat die SPÖ Schul- und Sozialstadträtin als oberste Kompetenz auch der städtischen Kindergärten irgendwie machtwortartig den  überkommenen Nikolaus verbindlich abgeschafft!

Und zwar natürlich nicht, weil die SPÖ was gegen einen Kirchenheiligen hätte – das wäre natürlich als zu offensichtlich verdächtig – sondern,  weil  so Nikolausfeiern die Kinderchen seit jeher fürchten -  obwohl der Gute natürlich ohnehin nie mit dem Krampus wo im Kindergarten erschienen war.

Dennoch heißt es  seit langem irgendwie, die Kinder ängstigten sich halt so sehr vor dem alten Mann. Und überdies gelte es zu lernen, vor betagten verkleideten Männern natürlich auch ja keine Süßigkeiten zu nehmen, man weiß ja ab und an, wohin gleich sowas führen kann am 6.Dezember und sonstwann.

Jetzt scheint immerhin für den entfallenen Uralt-Brauch ein gescheiteres Festl  gefunden zu sein, - auch in der Kindergartenpädagogik macht ja der Fortschritt niemals Halt.

In zeitlicher Nähe zum aufblühenden Hochfest so mancher Trash-Begabten, dem unsäglichen Halloween-Geschehen, war da nämlich ein Penzinger Ehepaar in einen städtischen Kindergarten seiner zweijährigen Tochter in Wien zu einem Fest eingeladen, über das seither in der Familie kulturhistorisch etwas gegrübelt wird! 
Hauptfiguren der Party waren jedenfalls eine Menge Hexen  -  die dank Bibi Blocksberg unbedenklich bei den Kleinen seit Generationen die Phantasie beflügeln - , begleitet allerdings von einem leibhaftigen kleinen Dracula, der zum Höhepunkt des Performens in einem putzigen Minisarg in dem Kindergarten zu ungewisser Ruhe gebettet wurde. Weiteres Abscheidensbrauchtum konnten die enthusiasmierten Eltern im Laufe der Party nicht feststellen, rätseln aber natürlich seither darüber, ob eher der böse Nikolaus mit seinem Sack oder der liebe Dracula in seinem Sarg die richtige Angstfreiheit im Kindergarten vermittelt.

Dazu befragt konnte ich natürlich mangels jedweden  Diploms als Kindergärtner selbstverständlich keinerlei Fachverstand hervorkehren, half aber beim Grübeln mit historischen Ansätzen: Vlad III. Draculea, Fürst der Walachei, hat natürlich als vielfacher Massen-Lustmörder in Siebenbürger bis heute keinen ganz exzellenten Leumund erworben, war aber immerhin militärisch hoch begabt, weil er gefangene Osmanen zu Hunderten auf Bäumen pfählen ließ und auch sich auch sonst des exzessiven Hinrichtens ideenreich und innovativ befleißigte!
Allerdings fließen nach seiner Kreation zur lukrativen Filmfigur die Erwerbsmöglichkeiten unserer rezenten Wirtschaft dank Dracula wie Milch und Honig im gelobten Land und da kann schon einmal im Kindergarten diesbezügliches Erwerbsbrauchtum sinnhaft grundgelegt werden, - es geht ja stets um Arbeitsplätze.


Beim alten Nikolaus ist das natürlich leider ganz anders:  Der hat ja  seinerzeit gern einmal  den Armen geholfen – und nicht der Plastikwirtschaft. Beispielsweise, indem er seiner Legende nach, einem Mädchen Äpfel  durchs Fenster geworfen hat, die sich  - rasch in Gold verwandelt – als Grundlage einer Familiengründung verwenden ließen. In Wien derartige sozialpolitischen Utopien zu bewundern, die dann auch noch einem katholischen „Heiligen“ nachgesagt werden, kann da  natürlich im Kindergarten nur Angst und schlechtes Vorbild machen, wenn nicht gar Anlass zu Verirrung und Verwirrung sein, vermutet fürs Erste einmal

Wolfgang Krisch, 1.12.08
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