Aus dem Halterbach  - so sieht der Bau- und Pflegezustand über weite Strecken aus ! In dem versiegenden Gerinne sollen "Asylanten" durch "Schwarzfischen" ihre "Speisezettel aufbessern"!.
 

FPÖ - Penzing gegen "Aufbesserung des Speisezettels von Zuwanderern“
FPÖ vermeint „ illegales Schwarzfischen" (laut Zeitung) durch „Asylanten" im Halterbach! 


Eine unglaubliche Entgleisung leistet sich die Penzinger FPÖ für die kommende Sitzung der Bezirksvertretung am 13.6., mit einem Antrag, der offensichtlich ernst gemeint sein dürfte.

Beantragt werden nämlich geeignete „Maßnahmen“ von Umweltstadträtin Sima und der „zuständigen MA 49“, um das illegale Fischen (Schwarzfischen) im Halterbach zu unterbinden“.  Dieses nehme laut Zeitung -  und zwar der Kronen Zeitung vom 31.5.07  - „ insbesonders im Penzinger Halterbach immer mehr zu“, und zwar immer mehr durch Asylanten, die immer mehr im Halterbach angeln, weil dort „keine Kontrollen durch die Aufsichtsorgane“ stattfinden! Und weil Zuwanderer bekanntlich jeden Umstand ausnutzen, nutzen sie „laut Kronen Zeitung“ natürlich auch diesen aus, „um ihren Speisezettel aufzubessern“.

Wo die FPÖ mit einem derart degoutanten Antrag „ohne Aufsichtsorgan“ angelt, ist natürlich klar! Im fauligsten Niederwasser übel riechendster Ausländerfeindlichkeit, um sich am „Speisezettel“ der dumpfsten Wählerschichten wieder einmal in Erinnerung zu halten! (Eine substantiell bösere Xenophobie  ist seit Jahren lediglich von der ÖVP erinnerlich, als der derzeitige Gemeinderat, Wiener Verkehrssprecher und Penzinger  Bezirksparteiobmann Mag. Wolfgang Gerstl
zu tschetschenischen Kriegsflüchtlingen in der Stadt des Kindes meldete, sie könnten sogar ärztliche Versorgung in Anspruch nehmen!)

Dennoch ist der FPÖ-Antrag nicht unbrauchbar! Und zwar zumindest dafür, um immerhin klar aufzuzeigen, was hierzulande „freiheitliche“ Geisteshaltung genannt sein soll und welchen tiefsinnigen Sachverstand  die FPÖ auch in die Kommunalpolitik einzubringen tatsächlich fähig ist! (Parteiobmann  Straches Politik muss schließlich ja auch in den Bezirken eine kongeniale Unterstützung finden!)

Denn der Antrag zeigt zudem Haar sträubende  Inkompetenz, -  von welcher Seite immer betrachtet man ihn rasch zum Altpapier legen mag!

Tatsächlich werden auch im Halterbach zwar immer wieder arbeitsintensive Besatzmaßnahmen (Einbringen von Jungfischen) durchgeführt und tatsächlich sollen die Reviere im Wiental -  der Halterbach mündet in die Wien  - „hervorragende Salmonidenreviere“ darstellen!

Wer aber glaubt, dass Bachforellen aus dem Halterbach, dessen Wasserstand der letzten Jahre eher an ein versiegendes Gerinne als an den zweitlängsten Bach Wiens erinnert hat, eine Aufbesserung der „Speisezettel“ von Zuwanderern erlaubt, - der hat nicht die blasseste Ahnung von diesem stark vernachlässigten Wienerwaldbach, - dafür aber gute einschlägige Kenntnisse, wie in üblichen Kreisen primitivste Ausländerfeindlichkeit zu schüren ist!

Und wer nach Jahre langer politischer Tätigkeit in Penzing nicht weiß, dass der Halterbach  - im Bereich seiner großteils harten, umweltschädlichen Verbauung sind an zahlreichen Stellen immer wieder illegale Einleitungen von Abwässern erheblich schädlich – seit Jahren lediglich dazu geeignet ist, eher von ewig angesammelten Unrat gesäubert statt erfolgreich befischt (!) zu werden, - der muss offenbar zumindest über die Sachkompetenz des langjährig gewesenen FPÖ-Bezirksvorsteher-Stellvertreters Mag. Oliver DRAHOSCH verfügen!

Wolfgang Krisch, 6.6.07

PS.: Über die Behandlung des Antrages wird zu berichten sein! Er wird wohl zur Behandlung an den Umweltausschuss zugewiesen werden, damit Fachleute der MA 49 der FPÖ dort erklären dürfen, dass man nicht alles glauben muss, was man „laut Zeitung“ gerne glauben machen möchte….
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