Derzeitige Entwicklungsszenarien für den Flughafen Wien

Quelle: Newsletter; Aktuelle Information des Mediationsforums Flughafen Wien, Ausgabe Juli 2002

Szenario A
Der Flughafen behält das bestehende System aus zwei Pisten

Szenario B
Der Flughafen erhält eine weitere Piste, die südlich parallel zu der bestehenden „alten“ 11/29 verläuft: Der Abstand beträgt 2.2000 Meter.

Szenario C
Die Flughafen Wien AG geht eine Kooperation mit dem Flughafen Bratislava ein.

Szenario D
Die Flughafen Wien AG geht Kooperationen mit anderen internationalen Flughäfen in Österreich ein.

Szenario E
Wien erhält einen zweiten internationalen Flughafen.

Szenario F
Der Flughafen erhält eine weitere Piste, die westlich parallel zu der bestehenden „neuen“ 16/34 verläuft. Der Abstand beträgt 2200 Meter.


Szenario H
Es wird eine weitere Piste mit Nordost-Südwestauflage (evtl. mit Parallelpiste) gebaut, die zu keiner der bestehenden Pisten parallel liegt.

In diese acht Entwicklungsmodelle werden ökonomische, soziale und ökologische Größen „hineingerechnet“. Die Entwicklung der Passagierzahlen und der Flugbewegungen etwa sind nur zwei davon, viele weitere müssen herangezogen werden!
Am Ende dieser Berechnungen steht eine Gesamtschau, auf deren Basis die Szenarien bewertet werden.

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Sofern tatsächlich zur Entwicklung des Flughafens im Mediationsverfahren eine "Penzinger Position" gesucht werden soll, kann ich mir persönlich nur das Szenario C bezeichnet ist:  Eine Kooperation mit dem völlig unausgelasteten Flughafen Bratislava ! Fraglich ist in Hinblick auf das weltweit geänderte Flugverhalten zur Zeit allenfalls, ob der Flughafen Wien überhaupt vergrößert werden muß – somit mit dem Szenario A nicht ohnehin das Auslangen findet ! Tatsächlich setzt aber der Flughafen intern und trotz laufendem Mediationsverfahren und der Beteuerung, zum Ausbau des Airports sei alles offen, eindeutig längst auf massive Vergrößerung des Flugbetriebs. Im heutigen KURIER vom (25.7. )wird der Bau eines neuen Towers gemeldet, der natürlich der höchste der Welt sein wird. Begründung: Das Projekt muß für den Flughafenausbau her !

 

Die GRÜNE Forderung einer engen Kooperation der Flughäfen Wien und Bratislava ist sachlich in vielfacher Hinsicht fundiert und wird daher von den  Wiener GRÜNEN seit Jahren erhoben ! Darüber hinaus soll nicht vergessen werden, daß eine Kooperation zwischen den Flughäfen Wien und Bratislava keine neue Idee der GRÜNEN darstellt, sondern zwischen den Österreich und der Slowakei vielfach auf Regierungsebene längst  diskutiert wurde. Für die nötige Infrastruktur – eine leistungsfähige Schnellbahnverbindung zwischen den Flughäfen – besteht sogar seit Jahren ein bilaterales ratifiziertes, jedoch nie realisierte Abkommen auf Ministerebene ( von Österreich unter dem damaligen Verkehrsminister Viktor KLIMA unterzeichnet).

Ich werde daher jedenfalls in der Penzinger Bezirksvertretung Überzeugungsarbeit leisten, daß Penzing im Mediationsverfahren – neben Maßnahmen zur Lärmreduktion über technische Mittel – für eine Kooperation der Flughäfen Wien und Schwechat eintreten soll. 
Über Ergebnisse dieses Meinungsbildungsprozesses werde ich selbstverständlich penibel berichten.

Wolfgang Krisch, 22.7.2002
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