Flughafenausbau: Einspruch
gegen Bau der 3.Piste nur bis Ende Juni möglich!
Wer Einspruch gegen die Umweltverträglichkeitserklärung erheben möchte, muss
aber rasch handeln - kann das aber einfach tun!
Die Flughafen Wien AG hat Ende Mai die Umweltverträglichkeitserklärung zum Bau der 3.Piste am Flughafen öffentlich aufgelegt. Alle Personen, die in Anrainergemeinden vom Fluglärm und Umweltbelastung durch den zügellosen Ausbau des Flughafens betroffen sind, können mit simpler Unterschrift Parteienstellung in dem Verfahren erhalten, sofern insgesamt 200 wahlberechtigte Personen aus der Standortgemeinde bzw. den Nachbargemeinden als Bürgerinitiative auftreten!
Allerdings ist Eile geboten: Die Auflagefrist ist bis Ende Juni begrenzt!
Formal empfehle ich, sich für seinen
Einspruch den bereits zahlreich vorliegenden Unterschriftenlisten zu bedienen,
die von den Bürgerinitiativen aufliegen, dabei aber zu vermeiden, auf mehreren
Listen aufzuscheinen. Eine Unterschrift genügt völlig.
Die Wiener GRÜNEN kooperieren mit mehreren hoch kompetenten
Bürgerinitiativen, zu
denen hier nachstehende Links zu finden sind:
Wer nachlesen möchte, wie die Flughafen Wien AG zu seinen Ausbauplänen informiert, kann dies über nachstehende Links tun:
Aus Sicht der
Penzinger Bezirkspolitik -
Penzing war im s.g. "Mediationsverfahren" des Flughafens zu den Ausbauplänen
zumindest formal vertreten - habe ich mittlerweile beantragt, dass die Stadt
Wien den
Bezirk laufend von den Wiener Stellungnahmen zum Ausbau des Flughafens aus
Überlegungen des Umweltschutzes informiert! Es kann nicht weiter angehen,
dass Wien als Miteigentümer zwar die monströsen Ausbauplänen seines Flughafens
mit dem Ziel gut steigender Renditen unterstützt bzw. forciert – sich aber um Gesundheits-
und Umweltbelastung kein Bisschen schert!
Der nachstehende Antrag wurde in Penzings Bezirksparlament am 11.6.08 einstimmig
angenommen, durfte aber nicht an die SPÖ-Umweltstadträtin Mag. Uli SIMA
adressiert sein! Angesprochen werden konnte nur die Magistratsdirektion! Offenbar darf die Umweltstadträtin mit
politisch nicht verkaufbaren Umwelt- und Gesundheitsbeschädigungen bei ihren bei sonstigen
erheblichen Aktivitäten nicht unsensibel gestört werden! (So fördert derzeit
Frau Stadträtin mit Verve den Kauf einer CD mit dem MA 48-Song „Bau keinen Mist“, um die erste
„Goldene Schallplatte“
einer Wiener Magistratsabteilung Wirklichkeit werden zu lassen. So hat eben jede/r
seine/ihre Prioritäten!
Ob die SPÖ-Stadtregierung zu den Ausbauplänen des Flughafens im Sinn von Umwelt-
und BürgerInnenschutz auch keinen
„Mist baut“,
wenn aber doch, welchen ganz besonderen in diesem ganz erheblichen und
unumkehrbaren Fall, wird zu sehen und zu berichten sein!
Wolfgang
Krisch, 18.6.08

Der Bezirksrat Wolfgang Krisch stellt namens der Penzinger GRÜNEN zur Sitzung der Bezirksvertretung am 11.6.2008 folgenden
gemäß § 24 der Geschäftsordnung der Bezirksvertretungen
Die Bezirksvertretung wolle beschließen, dass zur Information der diesbezüglich äußerst sensibilisierten Bevölkerung Penzings die Magistratsdirektion die verbindlichen Stellungnahmen der Stadt Wien aus Überlegungen des Umweltschutzes zu sämtlichen Verfahren (UVE bzw. UVP, retrospektiv zu bisherigen Erweiterungen bzw. aktuell zum geplanten Bau der 3.Piste), welche zu den Ausbauplänen des Flughafens Wien abzuführen sind, der Bezirksvertretung ( jeweils im Volltext) zur Kenntnis bringen, gegebenenfalls aber auch darüber informieren möge, sollte die Stadt Wien zum Ausbau des Flughafens keine Stellungnahmen in Verfolgung umweltpolitischer Ziele in das Verfahren einbringen.
Begründung:
Der Stadt Wien kommt in den anstehenden Verfahren
Parteienstellung zu, Überlegungen zum Umweltschutz müssen dabei eine Rolle
spielen.
Penzing ist durch den ständigen Ausbau des
Flughafens (der bisher ohne UVP und in Missachtung von nationalem Recht sowie
EU-Gemeinschaftsrechts erfolgt ist), durch die Fluglärmproblematik
entschieden betroffen.
Zudem kommt den Bezirksvertretungen gemäß §103j WStV, und zwar durch die
Umweltausschüsse, die Aufgabe zu, Vorschläge zur Verbesserung der Umwelt zu
machen. Eine weitere Belastung der Umwelt durch Fluglärm zu Folge des, auch von
Wien forcierten, weiteren Ausbaus des
Flughafens Wien wird daher nicht zuletzt auch zur Wahrnehmung der Aufgaben der
Bezirksvertretung jedenfalls dieser zur Kenntnis zu bringen und zu beachten
sein.
Wolfgang Krisch, 25.5.08