Fluglärm: SO-Wind
für Landeanflug über Penzing keineswegs zwingend!
Luftraumsperre am 12.Mai beweist falsche Diskussionsgrundlage!
Von erstaunlichsten Wahrnehmungen berichten zur Zeit fluglärmgeplagte PenzingerInnen!
Obwohl gestern Abend im Raum Wien durchgehend Süd- bzw. Südostwind vorherrschte (Hohe Warte: Südostwind 12 - 32 km/h um 19:00 Uhr, Innere Stadt: Südostwind 10 - 29 km/h um 18:00 Uhr, Wien Flughafen: Südwind 15 km/h um 18:00 Uhr; Angaben nach ORF-Teletext) blieben Penzing und ganz Wind von Anflügen aus dem Westen vollständig verschont!
Dies ist deshalb sensationell, weil bisher vom Flughafen Wiens stets beteuert wurde, bei derartigen Südostwinden bestünde aus Vorgaben der Flugtechnik keine andere Möglichkeit als der Anflug aus dem Westen über die Stadt!
Der EU-Lateinamerika-Gipfel in Wien beweist nun jedoch die Unhaltbarkeit dieser Angaben schlüssig. Für die Großveranstaltung war nämlich aus Sicherheitsgründen der Luftraum Wien gesperrt worden, - der Flughafen Wien selbst war aber natürlich nicht gesperrt!
Dies bedeutet, dass der gesamte Flugverkehr zum Flughafen Wien trotz
herrschender Süd-/Südostwindlagen nicht gegen die Windrichtung aus dem Westen
angeflogen wurde und dass die bisherigen Angaben des Flughafens falsch sein
müssen!
Schlüssig anzunehmen ist daher, dass erst bei deutlich größeren
Windstärken aus Südost der Anflug zum Flughafen Wien über Penzing und ganz
Wien aus flugtechnischen Vorgaben tatsächlich nötig wäre, dass die seit Jahren
zunehmende Dauerbelastung für die Bevölkerung Wiens an manchen Tagen lediglich
der besseren Auslastung des Flughafens dient und der Flugverkehr
selbstverständlich anders abgewickelt werden könnte.
Wolfgang Krisch, 12.5.06