Hohes
Interesse am Penzinger "Fluginformationstag" am 11.5.2002: BV -Stv.
Pschirer
im Gespräch mit einer Bürgerin
Fluglärm
- Mediationsverfahren: Bis November wird der Bezirk seine Position im
Verfahren klar stellen !
Für
Penzing
wird
erfreulicherweise an einer Stellungnahme zum Thema Fluglärm gearbeitet!
Der Ausbau des Flughafens Wien ist trotz laufendem Mediationsverfahren
allerdings längst beschlossene Sache !
Wie
ich vor Jahr und Tag zufällig feststellte und veröffentlichte ist Penzing mit
Sitz und Stimme im s.g. „Mediationsverfahren“
des Flughafen Wiens vertreten.
In dem enorm aufwendigen, langjährigen Verfahren soll unter Beteiligung aller
Betroffener eine möglichst konsensuale Vorgangsweise zu den Ausbau-Wünschen
des Flughafen Wiens gefunden werden, denen bekanntlich Proteststürme der Wiener
Bevölkerung gegen den ständig wachsenden Fluglärm über verbautem Stadtgebiet
gegenüber stehen. ( Hier
mehr zur Frage, was ein „Mediationsverfahren“ ist!)
Durch
Zufall fand ich Bezirksvorsteher-Stellvertreter Robert
PSCHIRER, SPÖ, auf der Homepage des Verfahrens als Vertreter
Penzings ausgewiesen und kritisierte – einmal mehr - nicht nur die Art der
Bestellung (Bezirksvorsteherin Jutta STEIER hatte Stellvertreter Pschirer aus
eigenem Gutdünken dazu bestimmt) – sondern auch völlig ausbleibende
Information über dessen Tätigkeit in den Gremien der Bezirksvertretung.
Zuletzt
ersuchte ich mittels Anfrage um Auskunft, ob Herrn Pschirers persönliche
Position zu Fluglärm über Penzing in dem Verfahren zum Tragen kommen oder ob
sonstwie der Bezirk demokratisch legitimiert vertreten werde! (Ganz nebenbei
immerhin: Herrn Pschirer’s Wohnadresse liegt exakt unter der Penzinger
Haupt-Einflugschneise ,- er kennt das Fluglärm-Problem zweifellos bestens !)
Dazu
ist nun am 17.7. folgende höchst erfreuliche und seriöse Vorgangsweise von
Bezirksvorsteherin Andrea KALCHBRENNER und
Stellvertreter Robert PSCHIRER den
Fraktionen bekannt gemacht worden, zu der sie die Wiener Stadtverfassung
keineswegs verpflichten würde. ( Vertreter des Bezirkes in zahlreichen
Sachfragen werden nämlich nach wie vor streng gesetzeskonform allein von den
Wiener BezirksvorsteherInnen bestellt und sind ohne Befassung der gewählten
MandatarInnen auch nur ihren Parteifreunden in den Bezirksvorstehungen für ihr
Agieren im Namen des gesamten Bezirkes verantwortlich !)
Bis November des Jahres soll Penzings Bezirksvertretung eine gemeinsame Position
zur Problematik des Fluglärm erarbeiten, die als Beschluß des Bezirkes für
die Position Penzings im Mediationsverfahren Richtschnur sein soll ! In diesem
Sinn wird man sich wohl an mehrern so genannten Szenarien zur Entwicklung des
Flughafens orientieren müssen, die zuletzt im Mediationsverfahren noch wertfrei
aufgelistet wurden und hinkünftig analysiert und diskutiert werden sollen (
Hier dazu alle "Szenarien" im Volltext)
Diese absolut unantastbare Vorgangsweise für die Meinungsbildung in Penzing ist
schon aus demokratischen Grundsätzlichkeiten nicht nur höchst begrüßenswert
und dem Duo Kalchbrenner-Pschirer persönlich zu Gute zu halten, sondern wird
hoffentlich auch für ähnliche Fälle einen wünschenswerten Standard in der
Bezirkspolitik setzen, auf den ich seit Jahren dränge! ( Es zeichnet sich damit
nämlich ab, daß in Penzing auch künftig Beschlüsse im Namen des Bezirkes
nicht mehr mehr durch einsame, nie mitgeteilte Entscheidungen parteipolitisch
bestellter VertreterInnen außerhalb der Bezirksvertretung getroffen werden, so
wie dies bislang nicht selten der Fall war.!
Zur
Fluglärm-Problematik selbst ist
dringend zu hoffen, daß sich Penzing für jenes Szenario / jene Szenarien zur
Entwicklung des Flughafens aussprechen wird, die den Bezirk und weite Teile des
dichtverbauten Stadtgebietes in zahlreichen anderen Bezirken (10., 11. 12, 13.,
15., 16., 18.,19.) eine eindeutige Verringerung der Belastung durch Fluglärm
bringen wird. Erfreulicherweise bestehen dazu nämlich tatsächlich bereits
mehrere Möglichkeiten, die allerdings auch von der Wiener Stadtregierung
verlangt werden müßten .
Bekanntlich äußert sich die Wiener SPÖ-Stadtregierung
seit Jahren so gut wie überhaupt nicht zur Fluglärm- und mit keinem Wort zur
Sicherheits-Problematik durch die zunehmenden Überflüge über Stadtgebiet,
obwohl Wien als Anteilseigner des Flughafen Wiens seine Anteile am Flughafen
erst kürzlich beträchtlich aufgestockt hat und Einfluß auf den Flughafen Wien
nehmen könnte.
Es sind daher klare Aussagen nicht nur von den hochmögenden
Bezirksvertretungen, sondern auch von Wiens SPÖ-Regierung zu verlangen !
Wolfgang
Krisch, 2.7.2002
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