
Albtraum
Warten vor einer Penzinger Ampel? Gefährliche
Sofortmaßnahme gefordert! Ordentliche
Gehsteigbenützung in winterlichen Penzing? Prüfung bis
April beschlossen, was man dazu fordern soll !
Sekundenlanges GRÜN hier - winterlanges Weiß da für Penzings
FußgängerInnen,
- die Allerletzten in
der
Bezirkspolitik!
Penzings
Bezirksparlament
(am
2.2.) hat allemal Prioritäten!
Schätzenswert
finde ich ja stets, wenn Sachverhalte klar ersichtlich
werden! Besonders Politik ist ja bestens verständlich, wenn
man nur ein wenig mitdenkt! In der gestrigen Sitzung der
Bezirksvertretung (2.2.2011) war wieder einmal Gelegenheit
dazu, und Penzinger FußgängerInnen werden dankbar für den
Einblick sein!
Da stand einerseits der SPÖ-Antrag
zur Abstimmung, für AutofahrerInnen auf der
Fahrt von der Guldenbrücke stadteinwärts in den Hietzinger
Kai „zumindest zu den morgend- und abendlichen
Spitzenzeiten“ die „eigene Linksabbiegephase“
wieder einzurichten! Die Kreuzung hieß es begründend sei
„oft sehr stark belastet und
der Abfluss“ der Autos „geschieht nur sehr schleppend,
- denn am Hietzinger Kai
haben die Fahrzeuge viele längere Grünphasen, auf der
Guldenbrücke heißt es warten und stauen!
Alles richtig bemerkt von der SPÖ! Nur seltsamer Weise
sollte nicht bemerkt sein, dass die früher so bestandene „Linksabbiegephase“
zu einer eindeutigen und enormen Gefahr für die
FußgängerInnen dort geworden war! Stoppte
nämlich der mehrspurige Verkehr am Hietzinger Kai vor der
Ampel, zogen die FußgängerInnen – nach ewig langer
Wartezeit automatisch los –
und waren laufend im Begriff zu übersehen, dass sie
nun weiter Rot hatten und auch die Penzinger Linksabbieger
von der Guldenbrücke mit Eselsgeduld brav abwarten mussten,
um danach als Allerletzte – kaum
20 (zwanzig) Sekunden Zeit zu haben,
über den Schutzweg zu hirschen! Die Linksabbiegephase hatte
sich somit als veritable FußgängerInnen-Falle erwiesen, -
die MA 46 kann nur aus diesem Grund die Gefährdung
richtiger Weise beseitigt haben!
Die SPÖ – und mit ihr fast sämtliche Penzinger
MandatarInnen – fordert nun dennoch eine Erneuerung der
Gefahr, weil die Autofahrer halt nur so „schleppend“ über die
Brücke auf den Kai wetzen dürfen! Und obendrein bestand
man ausdrücklich darauf, dass man das Problem keineswegs
an die zuständige eigene Penzinger Verkehrskommission
herangetragen haben wollte! Nein, sofort und gleich und
gegen meine ausdrückliche Warnung in einer Wortmeldung war
umgehend verlangt, dass die
Fußgänger-Gefährdungsschaltung der Ampel von der MA 33
wieder hergestellt wird. (Die GRÜNE Verkehrsstadträtin
soll natürlich gar nicht befasst werden). Und das wurde
sogleich von einer überwältigenden Mehrheit des
Bezirksparlaments mit Bravour so beschlossen! (Eine
Realisierung des Beschlusses ist aber ohnehin undenkbar -
Wiens Magistrat wird den Wunsch als Beitrag zur verlangten
Gemeingefährdung nicht umsetzen können!)
Andererseits
stand mein GRÜNER-Antrag
zur Abstimmung, dass der gewaltig lange Gehsteig an der
Nordmauer der Theodor-Körner-Kaserne in der Spallartgasse
nicht weiterhin und wie seit ewigen Jahren ganze Winter lang
ungeschaufelt, ungestreut und verdreckt unbenützbar bleiben
darf! Dort will sich das anrainende österreichische
Bundesheer das Schaufeln ersparen - man müsste natürlich
eine eigene Firma teuer bezahlen! Aber weil man da ganz
fleißig sparen will zu Lasten der FußgängerInnen soll
früher angeblich die MA 46, seit kurzem „der Wiener
Magistrat“ über Auskunft eines Schildes erlaubt haben,
dass man dort nicht Schnee schaufeln, streuen und kehren
muss im Winter. (Dreck darf auch das ganze Jahr über
dort liegen bleiben!) Gegenüber liegen zwei Schulen,
Wohnhäuser, ein Kindergarten ist ums Eck, - was braucht man
da einen sicheren Gehsteig?
Diesen Antrag wollte jetzt das Bezirksparlament aber
keineswegs schon gar nicht sofort beschließen,
wahrscheinlich war er schwer verständlich! Es galt
bedächtig nicht zu hudeln! Das muss erst geprüft werden,
ist ja kompliziert die Sache, die damit frühestens vor
April beschlossen werden könnte, wenn die Vorprüfung so
will. Und im April ist ja zum Glück auch schon weniger
Schnee und Eis dort! Witziger Weise wollte man das aber
natürlich nicht in der Penzinger Verkehrskommission
geprüft wissen, die dafür klar zuständig wäre! Nein -
und das wurde offenbar in einer „Präsidialsitzung“ der
Klubobleute so vereinbart - die Prüfung ist jetzt dem Umweltausschuss
ans Herz gelegt! Und eine dafür nötige „Zuweisung“
des Antrags an den Umweltausschuss verlangte gleich umgehend
gar meine eigene GRÜNE Klubobfrau ! Der Scherz wurde sodann
von einer überwältigenden Mehrheit des Penzinger
Bezirksparlaments (ein Großteil des Klubs der GRÜNEN
stimmte natürlich dagegen!) auch formvollendet beschlossen!
Als Mitglied des Ausschusses rechne ich nun fest damit bald
zu erfahren, was dort beraten werden soll! Werden wir
beraten, wie Schneefall zu verbieten ist, dass das
Bundesheer seine Gehsteige nicht schaufeln braucht? Oder
werden wir behirnen müssen, dass FußgängerInnen bei
Schlechtwetter im Winter zu Hause bleiben sollen? Oder wird
der Einsatz umweltfreundlichen Südwinds gefordert, der
Gehsteig unbezahlt von Schnee freihält ? Oder wird Penzing
versammelte Bezirkspolitik schließlich zu erkennen
empfohlen, eh keine Gehsteige zu brauchen, wenn man besser
mit dem Auto fahren kann, weil ja auf Fahrbahnen jedes
Schneeflockerl notfalls händisch entfernt wird?