
Aktuellzustand der Öffi-"Komfortstation"
Hauptstraße 139: Da friert selbst ein Moped ein, immerhin ist aber die
Plakatbotschaft stimmig!
Für weitere "Qualitätsverbesserung" könnte allein GEWISTA zuständig sein, die
offenbar mit ihrer "Stadtmöblierung" (nach Eigenbezeichnung) durch
"Rolling-Boards" schwer überlastet scheint!
Ist Unterstandswesen bloße Gewista-Sache ?
Ob Fahrgäste öffentlicher Verkehrsmittel in Wien auf die Rolling-Board-Firma
hoffen müssen, wenn sie nicht bei Regen, Schnee und Eis im Freien warten wollen,
ist nun diffizile Penzinger Ausschussmaterie!
Auch in der letzten Sitzung der Penzinger Bezirksvertretung des Jahres 2007 geriet dank meiner völlig unschuldigen Verursachung wieder einmal ein harmloses Begehren zum Startschuss für ein Verwaltungs-Mysterium!
Ich halte es nun einmal – ich werde mich nicht mehr ändern - für leider völlig
verrückt, aus schnieken P&R-Anlagen (Hütteldorf, derzeit in Bau) vor Wind und
Wetter geschützte Rollbänder zu U-Bahnsteigen sündteuer zu komponieren, damit
AutolenkerInnen nach fast geschenkter "Parkierung" ihres Fahrzeugs bis zum
U-Bahn-Waggon-Eintritt kein Trippelschrittchen zu viel zugemutet wird, während
schon der geringste Missstand im dürftigen öffentlichen Verkehr jederzeit zu
teuer ist, obwohl der Fahrgast für die Mangelwirtschaft ständig mehr geneppt
wird! (Die Wiener Linien wollten mir erst jüngstertags eine deftige
Preiserhöhung für ihre Jahreskarte mit noch teureren Tarifen irgendwo in einer
deutschen Stadt begreiflich machen!)
Und weil mir derartige Verrücktheit Wiener
Verkehrspolitik zuletzt bei der Busstation
Mooswiesengasse (Hauptstraße 139)
an Hand eines betagten Herrn aufgefallen ist, der bei Dauerregen so triefend
nass auf einen verspäteten Bus wartete, dass die Gefahr schon ziemlich gleich
war, ständig auch noch von Spritzwasserfontänen vorbei rauschender Kfz überzogen
zu werden, beantragte ich schlicht die Errichtung eines Fahrgastunterstandes,
auf den es auch diese neuzeitliche Station im Bezirk im laufenden wie im
vergangenen Jahrtausend leider noch nicht gebracht hat!
Antragsmäßig anzusprechen erlaubte ich mir Wiens
SPÖ-Vizebürgermeisterin und Finanzstadträtin, Renate BRAUNER, die für
Wiens öffentlichen Verkehr zuständig ist! Und vorweg beugte ich gleich jedweder
formalen Abweisungsmöglichkeit dadurch vor, dass ich für das Riesenprojekt die
Zusammenarbeit der Stadt Wien mit dem mitbetroffenen VOR (Verkehrsverbund
Ost-Region) anregte.
Gleich klärte mich die SPÖ dezent auf, man müsse um Zuweisung meines
Antrages an die Penzinger Verkehrskommission ersuchen, weil es zu prüfen gälte,
wer da „zuständig“ sei. Denn zu
Fahrgastunterständen wäre an „ die Gewista“
zu denken!
Was noch vor dem Startschuss zum Weihnachtsbuffet - selbst Penzings
SPÖ-Nationalrat Andreas SCHIEDER war pünktlich gekommen - zu Disharmonie führen
musste: Es sei mir ziemlich einerlei, ließ ich wissen,
wenn sich Wiens SPÖ mit sich selbst beschlossen hätte, Gewista entscheiden zu
lassen, wo ein Fahrgastunterstand errichtet werde. Gewista sei
zwar eine private Werbefirma, an der die SPÖ gut finanziell beteiligt sei – ich
hielte aber dennoch für öffentliches Personentransportwesen in der Stadt Wien
die zuständige Stadträtin für ansprechbar, wenn Fahrgäste öffentlicher Linien
für teures Geld schlecht betreut würden, - Gewista hin oder her!
Man möge also in Penzings Verkehrskommission gern bestens prüfen, an wen Penzings Bezirksparlament einen Fahrgastunterstanderrichtungswunsch herantragen dürfe! Ich würde nicht mitprüfen, sei aber allerbester Hoffnung, dass sich eine Fahrgastunterstandserrichtungszuständigkeit wo auch immer werde ermitteln lassen!
Bestimmt wird also irgendwann, irgendwer
zum guten Fahrgastunterstandserrichten sicher auftauchen, damit alte Omis und
Opis sowie junge Schulkinder und sonstige JahreskartenzahlerInnen nicht bei
Regen, Eis und Schnee auf ständig verspätete und überfüllte Busse unbedacht
warten dürfen. ( Das Hineinquetschen in zuletzt doch noch erscheinende Busse, in
denen sich durchnässte und durchfrorene Fahrgäste ohnehin zwangsläufig durch
Reibungswärme von der durchstandenen Wartezeit aneinander stehend erholen mögen,
dürfte ja selbst in Wien noch nicht wirklich als zeitgemäßer Fahrgastkomfort der
Öffis vorstellbar sein.)
Die SPÖ wird also im neuen Jahr natürlich sicher schwer prüfen, wie sie im
Jänner in der Verkehrskommission wird abstimmen dürfen, damit danach
gegebenenfalls Stadträtin BRAUNER mit dem Antrag zum neuerlichen Prüfen
konfrontiert werden könnte, ob GEWISTA zuständig ist. Ich hoffe, die SPÖ -
KollegInnen dürfen schließlich irgendwie zustimmen, ohne 100mal schreiben zu
müssen:
„Ich soll nicht blöden GRÜNEN Anträgen an mich zustimmen, statt ordentlich die
zuständige Privatfirma GEWISTA zu bitten“.
Wolfgang Krisch, 14.12.07
P.S. Von einem Erfolg meiner Demarche werde ich aber selbst im günstigsten Fall in vermutlich erst sehr ferner Zukunft hier berichten können: Schon für den letzten Fahrgastunterstand in der Hauptstraße, den Gewista oder sonst wer auf Druck eines Radiosenders (!) errichten musste , - ein GRÜNER Antrag war zuvor vom Tisch gewischt worden - brauchte es sogar mehrere Interventionen, bis der Bus beim neuen Unterstand – und nicht bei der alten Stationstafel – tatsächlich auch stehen blieb. Die Fahrgäste konnten das neue Dach über dem Kopf tagelang nicht benutzen, weil es bis zum präzisen Verlegen der Stationstafel über die Distanz einiger Meter zu dem neuen Unterstand auch noch reichlich Aufforderung eines GRÜNEN Bezirksrates via Büro der Penzinger Bezirksvorsteherin bedurfte…