Vierspurig - aber  kein Flüsterbelag, keine Verkehrsberuhigung - und auch sonst rein gar nix möglich!

Hauptstraße: Vollgas nötig?
Marotten des Flüsterbelags und Purkersdorfer Zustände erlauben keine Verkehrsberuhigung für Anrainer!

Politik – man weiß das ja – ist allemal die Kunst der Erklärung, warum etwas leider nicht möglich ist! In Wien wird die Kunst furios gepflogen, was auch einmal lobend erwähnt werden muss.

So wurden am 23.5. in der letzten Sitzung der Penzing Verkehrskommission (keine Ahnung, welcher Teufel mich geritten hat teilzunehmen!) gleich zwei Erklärungen bekannt, weshalb in der Hauptstraße (von Josef- Palme- Platz bis Stadtgrenze) von Anrainern divers gewünschte Maßnahmen für eine Verkehrsberuhigung halt nicht zu machen seien.


Zum Einen könne man nicht die Fahrbahn verengen oder Dergleichen, weil nach der Stadtgrenze in Purkersdorf im weiteren Verlauf der Straße auch nichts Dergleichen geplant sei, - ein logisch natürlich völlig schlüssiges Argument, was jede/r begreifen muss!


Ich schlug dazu vor, Purkersdorfs Bürgermeister zu Kooperation einzuladen, zumal in dessen Stadtgemeinde der Fahrbahnzustand der (Wiener) Straße ohnehin jeder Beschreibung spotte. Dort glühe man mit 70-90 km/h in jede Richtung zweispurig dahin, obwohl die Fahrbahnlöcher und – unebenheiten gigantisch seien. Als FußgängerIn werde man bei Regen aus zahlreichen kleineren Seen auf der Fahrbahn von jedem Fahrzeug (ohne jede Übertreibung) von Fuß bis Kopf vollständig mit Dreckwasser überzogen, - die Löcher und Absenkungen müssten bei unfallkausalen Ereignissen ohnehin bereits zu klaren Amtshaftungs-Überlegungen Anlass geben!

Ob Purkersdorfs SPÖ-BM Karl Schlögl ( zur Zeit eigentlich primär Immobilien- und Hochbaufachmann sowie SPÖ-General-Ratschlaggeber von hohen Gnaden), auch Straßenzustände und Fußgängerschicksale in seiner Gemeinde verfolge, ließ sich zwar nicht erwägen, ich empfahl aber mit Hinblick auf die Gefahrenlage seiner  zerfurchten Wiener Straße und deren bald erwartbare Sanierung ein sinnhaftes Projekt Wien-Purkersdorf zu starten, das sich bis zum Josef-Palme-Platz sehr anrainerfreundlich auswirken sollte!
(Diesen Appell meinerseits – man hört da zwar zu – hätte ich sicher gleich auch in ein Sackerl sprechen und vor der Türe abstellen können! Denn zwischen Penzing und Purkersdorf funktioniert nicht einmal die Sanierung des stark befahrenen Radweges am Wienfluss, obwohl Bürger und Bezirksrat Krisch seit dem Vorjahr darauf mit Fug und Recht drängen! Dort werden gefährlich tiefe Löcher allenfalls unter scharfem Feinkies verborgen.)


Zum Anderen bestach - jetzt bitte aber aufgepasst - eine feintechnische Erläuterung, weshalb AnrainerInnen der Hauptstraße auch leider mit keinem Flüsterbelag rechnen dürfen!  Mit Flüsterbelag nämlich – so ein Fachmann des Wiener Magistrats – habe man schon die „Erfahrung gemacht“, dass dessen Unterschicht bei langsamen Fahrgeschwindigkeiten „zu macht“ (also durch die zu langsame und damit längere Beanspruchung rasch verdichtet wird), sodass dann seine Flüsterwirkung dahin sei. Flüsterbeläge würden nämlich ihre Dienste nur bei höheren Fahrgeschwindigkeiten leisten, man könne fast sagen, je schneller gefahren werde, desto besser die Wirkung!


Jetzt wurde zwar gottlob nicht andiskutiert, für alle Riesen-Lkw mit Sattelschleppern, die auf der Hauptstraße als Autobahn-Mautflüchtlinge zunehmend unterwegs sind, eine vorgeschriebene Mindestgeschwindigkeit von 100+ km/h einzurichten, um doch an Flüsterbelag denken zu dürfen! Allerdings: Pkw-LenkerInnen orientieren sich dort aber ohnehin nicht selten – speziell des Nachts – an diesem gut eingeführten Richtwert!


Den AnrainerInnen der Hauptstraße/Wienerstraße darf also jetzt – je nach persönlichem Vermögen zielführend - Folgendes empfohlen sein: Wer bilaterale Beziehungen zu SPÖ-Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker für Wien und BM Karl Schlögl für Purkersdorf pflegt, könnte die Beiden überreden, in deren gemeinsamen Straßenzug was Sinnvolles gemeinsam anzugehen und obendrein Infrastruktur-Bundesminister Werner Faymann, SPÖ, ebenso einzuladen, - der SPÖ-interne Arbeitskreis brächte gewiss rasche Lösungsansätze!

Für Anrainer mit jedoch weniger Beziehungen wäre aber auch denkbar, die technische Verbesserung von Flüsterbelag zu erarbeiten und die Stadt Wien für ihre Erfindung danach zu begeistern. Ein bisschen Einsatz können Anrainer schon auch leisten – Politik und Verwaltung bemühen sich ja auch sehr, Unmögliches zumindest ambitioniert gut zu erklären, meint
Wolfgang Krisch, 26.5.07

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