Ordentlich von WIen gewidmete Siedlung Hinterhainbach in Penzing (Detailansicht aus Siedlungsgebiet) links - Penzinger Hinterhainbacherin ohne Transportbedürfnis rechts!



Siedlung Hinterhainbach: Schülertransport zahlt das Familienministerium!

Mirakulös nur, warum Wien und die Wiener Linien den vorgesehenen Lösungsweg nicht wissen (wollen)!

 


Unser Planet birgt bekanntlich viele Rätsel – und täglich fördert Forschergeist neue, und zwar selbst solche im geordneten föderalen Verwaltungsdschungel in guten Penzinger Angelegenheiten!


Wie ich vor längerem nach außerordentlicher Beiwohnung einer Sitzung der Penzinger Verkehrskommission berichtet hatte (hier das Damalige), war ein Wunsch von SiedlerInnen in Hinterhainbach nach einer öffentlichen Verkehrsverbindung zum ersten öffentlichen Verkehrsmittel (bis zu 2,7 km Distanz) auf diffizilste Probleme gestoßen, von welchen gleich zwei  Vertreter der Wiener Linien facettenreich zu referieren wussten!


Wie immer gänzlich unzuständig trug ich spontan zur Debatte bei, dass für mich jedenfalls die Notwendigkeit eines Schülertransportes evident sei, wenn schon primär Anbindung an den  öffentlichen Linienbus überhaupt nicht in Frage kommen solle, wie natürlich vermittelt wurde.
Das sei alles – so hieß es – grundsätzlich und primär zu teuer, man wisse gar nicht usw.usf. Immerhin wurde innert weniger Wochen danach erhoben, wie viele Schulkinder jetzt und fürderhin betroffen sind und bei winterlicher Schneelage überwiegend auf der Fahrbahn des unübersichtlichen Straßenverlaufes in dem Wienerwaldtal gehen müssten, fänden sie einmal gerade niemand, der sie chauffierte.

Seither spießt sich die Verhandlungssache an allen üblichen Ecken und Enden irgendwie, man berichtet da und dort, protokolliert was kurz und bündig,  - und auf die gute lange Bank wird zur Einsicht der Betroffenen alles fulminant geschoben, was bis zum Nimmerleinstag nötig ist. (Obendrein – und nach meinem subjektiven Eindruck: Schwerer taktischer Fehler – hat ein reger Siedler starken Nahbezug zur FPÖ entwickelt, die nach einem Besuch bei dem Herren mit mehreren Anträgen - auch gleich nebenbei zum kommoderen Autofahren -  aktiv wurde.)


Aber, weil ich natürlich weiterhin der Meinung bin, dass all das nichts an der Notwendigkeit ändert, einen Transport einzurichten, damit Kinder und Jugendliche alleine in ihre enorm entfernten Schulen kommen, habe ich mir das neulich en passant über ein paar geringe Telefonate mit zuständigen Ministerialdienststellen wie folgt bestätigen lassen, - das Ergebnis ist ziemlich klar, denn man kennt das Problem ohnehin aus den den flachen und steilen Regionen unserer sonstigen Bundesländer:


Für Schülertransporte haben gar nicht die Wiener Linien finanziell aufzukommen, sondern das Familienministerium aus dem Familienlastenausgleichsfonds (FLAF). Bewilligt werden die Geldmittel vom Finanzamt, also vom Finanzministerium, und für die Bewilligungsgrundlagen  -  solche liegen natürlich vor für Hinterhainbach – gibt es sogar ein verfasstes (wenn auch undatiertes und unsigniertes) Merkblatt, das ein sehr freundlicher Amtsdirektor binnen Sekunden in PC mailt. Herr Amtsdirektor sagt zwar, bestimmt richtig, dass doch kein(!) „Rechtsanspruch“ auf Schülertransporte besteht, wie ich zu luxuriös vermutet hatte, dass aber in solchen Fällen in Zusammenarbeit aller Betroffenen eine „Lösung“ gefunden werde.

Na alsdann, hätte schon der Kaiser gesagt, als noch die Herrschaft mit Kutschen fuhr und die Bergbauernkinder barfuß zur Waldschule kamen!

Ich hab die Information also an jenen Siedler in Hinterhainbach weiter geleitet, der sich an mich persönlich als GRÜNEN Mandatar gewandt hat, und komme gerade noch zum Ende meiner zu kurzen Osterferien dazu, die ratlosen Wiener Dienststellen quasi im Amtshilfeweg über die unendlichen Weiten der modernen Informationstechnologien hiermit nachgeordnet auch zu informieren. Die Wiener Linien werden staunen!

Trotz trüben Kassenstandes im Familienlastenausgleichsfonds – wie ich vermute - rechne ich jetzt dennoch und mit üblicher Zuversicht mit endlich beginnender Zusammenarbeit  zu einer ordentlichen Lösung im üblichen Verwaltungsfall, ehe das letzte Siedlerheim in Hinterhainbach kinderlos ausgestorben sein könnte!

Wolfgang Krisch, 5.4.2010
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