Geringer Teil der weitläufigen Edel-Liegenschaft in absoluter Grünlage am Abhang des Gelben Berges! 
Im Hintergrund die Penzinger Siedlungen Kordon (Bildmitte) und Bierhäuselberg-Wolfersberg (rechts)


Liegenschaft Hueber
- Haus:   Doch kein Vorbote eines neuen Bauprojektes !

Einsicht für Penzing und Purkersdorf: Eigentümer hat bloß aufwändigen neuen Zaun im Wald aufgestellt!

 

Verwaltung ist transparent – und die elektronische Post rasend schnell. In Verbindung dieser beiden Fortschritte lassen sich Anfragen aus der Bevölkerung somit rasend schnell und transparent beantworten!


Diesmal gilt das Interesse der bilateralen Öffentlichkeit (Penzing & Purkersdorf) einer nagelneuen, übermannshohen und finanziell sehr aufwändigen Einzäunung am Fuße des Gelben Berges, welche ab Mittwoch der letzten Karwoche in stiller Purkersdorfer Waldlage errichtet wurde und seither großes Argwöhnen erregt. Denn die Baulichkeit  begrenzt nichts weiter sonst als die legendäre Liegenschaft des s.g. Hueber-Hauses, die zwar an der  Penzinger Postadresse Leischinggasse 4 erreicht wird, größten Teils aber auf Purkersdorfer Grün- und Waldflächen am Fuße des Gelben Berges liegt.


Einst war das Immobilienjuwel eine hoch geschätzte ÖGB-Fortbildungsstätte mit allen damaligen Annehmlichkeiten des gewerkschaftlichen Fortbildungswesens, bedurfte zu Zeiten des Präsidenten Fritz VERZETNITSCH  aber einer sehr jähen Abstoßung, weil der ÖGW zuletzt im Zuge des  BAWAG-Desaster am finanziellen Abgrund stand. Gleich war in Purkersdorf daher ein – wie dort üblich – aberwitzig verdichtetes Wohnbauprojekt mit reichlich zu vielen Wohneinheiten (samt zweier Tiefgaragenparkplätze im Berg pro Wohnung) in Schwange, für welches die Liegenschaft hätte umgewidmet werden müssen.

Der vielfach gut begründete Proteststurm – die Liegenschaft grenzt zudem fast mausdicht an Biosphärenpark- Wienerwald-Gründe – war in Penzing wie in Purkersdorf der größtmögliche seit Menschengedenken in der Gegend.


In Penzing entstand eine hoch qualifizierte Bürgerinitiative, die dem Projekt abseits aller sonstigen Verrücktheiten eine bei weitem nicht ausreichende verkehrliche Erschließung nachwies. Die einzigen Zu- und Abfahrten zu der Goldgruben-Immobilie müssten nämlich über den Josef-Palme-Platz oder die noch ungeeignetere Mooswiesengasse erfolgen. Und in Purkersdorf zog Bürgermeister Mag. Karl SCHLÖGL nach einer dreistelligen Zahl von Einwänden aus der Bevölkerung mit großer Geste die nötige Reißleine in seiner eigenen Kompetenz: „So lange ich Bürgermeister bin“, so wird in Purkersdorf verlässlich der Schlögl-Sager kolportiert, „wird es keine Umwidmung der Hueber-Gründe“ (für ein solches Projekt war gemeint; Anm. Krisch) geben.“ Das war 2005!


Seither ruht die Liegenschaft ungenützt, wem sie derzeit gerade gehört, ist mir persönlich unbekannt.


Dafür wurde im Vorjahr bekannt, dass in unklarer Verbindung der Penzinger Mooswiesengasse und der Purkersdorfer Otto-Wenzel-Prager-Straße eine überbreite Forststraße am Fuße des Gelben Berges aufwändig entstanden war. Gleich wurde ich um Auskunft über Ursache und Zweck der überbreiten „Forstautobahn“ (Anrainer im O-Ton) gefragt, - man mutmaßte über eine denkbare Verkehrserschließung der Hueber - Gründe.

Bald konnte ich den Eigentümer der Forststraße in einer wohl ordentlichen Stiftung ausmachen, die persönliche Bezüge zur Purkersdorfer Hautevolee erkennen ließ, obwohl aus diesen Kreisen bislang eindeutig nur wenig Forstwirte bekannt geworden wären. Jedenfalls vermeldete man aus der Stiftung, ebenso wie von der Gemeinde Purkersdorf und der Bezirkshauptmannschaft Wien- Umgebung alsogleich folgende Entwarnung: Die ordentlich gebaute Straße im Wald diene lediglich der üblichen Bewirtschaftung des Waldes. Bewirtschaftungsbeginn war zwar seither noch nicht, obwohl der Wald dort schwer geschädigt ist und Forstwirtschaftliches äußerst nötig hätte – man hofft aber immerhin auf Engagement pro futuro.

Zuvor schon hatte Bürgermeister Schlögl - etwa ein Jahr vor seinem nächsten Gemeinderatswahltermin - mit gutem Kalkül eine s.g ."Bausperre" in Purkersdorf angesprochen, was bei den dauernden baustellengeplagten "Wienerwaldstadt"-BewohnerInnen bestens ankam. Mittlerweile hat Bürgermeister Schlögl einen fulminanten Wahltriumph eingefahren, und die PurkersdorferInnen hoffen aktuell, dass jetzt nicht viel aufgeholt werden muss im Purkersdorfer Hoch- und Tiefbauwesen, weil der Bauwurm in der Stadt gerade so lange hatte ruhen müssen.

Sehr zu hoffen bleibt aber jedenfalls , dass auf mein Ersuchen Purkersdorfs Bürgermeister zur Zaunerrichtung im Wald an den Hueber-Gründen simpel Stellung nehmen (lassen) könnte. Ein erstes Mail meinerseits ist zwar seit über zwei Wochen nicht beantwortet, - ich habe aber schon (wie nachstehend zu lesen) urgiert und werde von allfälliger Antwort berichten.


Danach werden wieder einmal transparente Verwaltung & elektronische Post im stimmigen Verband ihr Allerbestes getan haben, vermutet
Wolfgang Krisch, 22.4.2010

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, Mag. Schlögl!


Nachdem mir auf ein Mail an Sie, das ich Dienstag oder Mittwoch nach Ostern abgeschickt habe, bis heute keine Antwort zugegangen ist, nehme ich an, dass es in Verstoß geraten oder gar nicht eingetroffen ist und erlaube mir daher, meine darin geäußerten Fragen nochmals zu übermitteln. Konkret ersuche ich also um Antwort auf folgende Fragen, die sowohl aus Purkersdorf wie auch aus Penzing an mich gerichtet wurden:

 1.    Auf Waldflächen am Fuß des Gelben Berges wurde in der Karwoche mittels aufwändigen Zaunes die Liegenschaft des s.g. „Hueber-Hauses“ (Postadresse 1140, Leischinggasse 4) teilweise neu eingefriedet, was Anrainer und Naturliebhaber als Vorboten eines nun neuerlichen Bauprojektes einschätzen. Nachdem mir selbst diese Einschätzung keineswegs als gänzlich unbegründet erscheint, darf ich daher fragen, ob die Gemeinde Purkersdorf von einem neuerlich versuchten Bauprojekt auf der Liegenschaft bereits Kenntnis hat.
Die Errichtung des Zaunes halte ich bewilligungs- oder zumindest meldepflichtig, die Gemeinde muss daher davon Kenntnis haben.

2.    Ferner darf ich neuerlich um Auskunft ersuchen, ob die Ausmaße des Grundstückes für die Errichtung des Zaunes geodätisch zuverlässig geklärt wurden, weil auch vermutet wird, dass der neue Zaun zu Lasten der Öffentlichkeit raumgreifender errichtet wurde als ein ehemals bestandener alter.

Wie Sie wissen, hat der letzten Umnutzungsversuch zur ertragreichen Verwertung der Liegenschaft für außergewöhnlich hohe Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit gesorgt. Nach dem gescheiterten Versuch einer Umwidmung der Liegenschaft für das Projekt, sollen Sie in Purkersdorf in aller Deutlichkeit erklärt haben, dass die Liegenschaft, so lange Sie in Purkersdorf Bürgermeister seien, nicht mehr umgewidmet werde. In diesem Konnex ist mir die hohe Sensibilität der Öffentlichkeit zu jedweden Bau- oder Sicherungsmaßnahmen auf der Liegenschaft durch einen derzeit unbekannten Eigentümer durchaus sehr verständlich und scheint mir persönlich auch keineswegs unbegründet.


Mit Dank für Ihr Verständnis im Voraus und sehr freundlichen Grüßen

Wolfgang Krisch

P. S. 
Schon ist mir mit heutigem Datum (23.4.2010) folgende offizielle Auskunft der Gemeinde Purkersdorf zugegangen, das allgemeine Zaun-Rätseln hat ein Ende: Es werde zu "keiner widmungsfremden Bebauung kommen", es sei "weder angedacht noch beabsichtigt, eine Änderung in der bestehenden Flächenwidmung des Areals herbeizuführen" und das "Einzäunen der Fläche ist jedenfalls KEIN Vorbote für eine Wohnbebauung auf den Hueber Gründen". In der Stadtverwaltung "ist weder ein Projekt vorgestellt noch eingereicht worden". Und versichert wird, dass "die Stadtgemeinde ein wachsames Auge auf die Verwertung der Grundstücke hat und eine Nutzung ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Rahmenbedingungen zulassen wird. " 

Soweit also fein - und erleichternd rundherum! Da hat also ein Eigentümer nur einen Zaun aufgestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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