Penzinger Winteridylle (Foto aus 2001): Verschneite Hausdächer in Oberbaumgarten samt Otto-Wagner-Kirche am Steinhof


Leise rieselt…
... der Schnee und im Bezirksparlament das bis 2013 vertragssicher in Aussicht Gestellte!

 

Die erste Sitzung  in der neuen Funktionsperiode des Penzinger Bezirksparlaments brachte nach reger Arbeit ein erfreuliches Ergebnis. Zu gar manch betagtem  Anliegen im Interesse der BürgerInnen wurde Anlauf genommen, manch neuem entsprochen – und in Gesamtheit des Konvolutes sogar ohne Rauchpause (!) nach ordentlicher Geschäftsordnung einer tüchtigen Bearbeitung zugeführt.

Mir persönlich labten zwei Innovationen erfreulich das Gemüt, darunter eine hoch überraschende: Denn irgendwie scheinen sich ÖVP und FPÖ  vor der GRÜNEN Regierungsbeteiligung besonders in Penzing ein wenig arg zu ängstigen. (Das Fehlen des Herrn ÖVP-Klubobmanns Konsul Franz E. LERCH, nunmehr Ex-Bezirksvorsteher-Stellvertreter, wird aber andere Gründe gehabt haben. Möglicherweise.) Jedenfalls brachten ÖVP und FPÖ mehrere Anträge & Anfragen ein, die darauf abzielten, vielerlei Ankündigungen oder auch nur subjektiv vermuteten Ankündigungen besonders der GRÜNEN prophylaktisch vorzubeugen!


In Folge kam es  – für mich hoch überraschend – zu engagierten Wortmeldungen des GRÜNEN Koalitionspartners, aus dessen Reihen sich die besten SPÖ-Redner zu Wort meldeten, um die Diskussion sehr sachlich auf den Punkt zu bringen. Dabei wurde einmal sogar aus der Rot-GRÜNEN-Koalitionsvereinbarung exakter Wortlaut vorgelesen! Auch in diesem Fall, so wurde in Folge von der SPÖ sinngemäß erinnert, hätte die Rot-GRÜNE-Regierung vertragssicher eine gerade gegenständliche Maßnahme  in konstruktiver Arbeit zu erarbeiten bis „bis 2013 in Aussicht gestellt“.

Diese Formulierung ist gut, klar und zukunftsträchtig,  - gleich fürchteten sich FPÖ und ÖVP sichtlich weniger vor der neuen GRÜNEN Vizebürgermeisterin Wiens.



Und ich nahm als Angehöriger einer Regierungspartei besonders die gute Basisformulierung bis 2013 in Aussicht gestellt“  nicht nur regierungsstolz nach der Sitzung nach Hause mit, sondern konnte sie umgehend auch erfolgreich bei zahlreichen Bürgerkontakten verwenden, zu denen mich seither meine fußläufigen Wege führten, weil ich ja nunmehr in meiner Berichterstattung nicht mehr alles schlechtreden muss, wie man gelegentlich an mir grundlos bedauert. So stellte ich höchstpersönlich da und dort aus Anlass der herrschenden Witterung im Kontakt mit optimistisch in die Zukunft blickenden BürgerInnen für bis 2013 und weit darüber hinaus in Aussicht,

·         dass nach Prüfung aller Örtlichkeiten sämtliche Penzinger Gehsteige winterbetreut werden, die von keiner diesbezüglichen Ausnahme betroffen sind, sofern die dazu gegebenen Falls Verpflichteten nicht zu sehr behelligt werden, den Umsetzungszeitraum für ihre Verpflichtung ab und an in verbindliche Aussicht zu nehmen,

·         dass Haltestellenbereiche der Wiener Linien  tadellos und in gesamter Fläche von Schnee freigeschaufelt und von Glatteis frei gehalten werden, sofern die Wiener Linien auch genügend Personal dafür zu zahlen wünschen,

 

·         dass Wiener Wohnen , das Stadtgartenamt und das Österreichische Bundesheer, wo in deren Kompetenz in Penzinger Wohnhausanlagen, Parks und vor Kasernenmauern beschilderte Erlaubnis besteht, nicht Schnee schaufeln zu müssen, diese Erlaubnis den BürgerInnen transparent erklärt wird, wozu größere neue Schilder mit besseren Piktogrammen und Smilies schon jetzt so gut wie faktisch in Aussicht gestellt sind.

·         dass die ÖBB für deren Beitrag an Wiens öffentlichem Verkehrs relativ streng ermahnt werden, im Winter noch mehr auf die Pünktlichkeit zu achten und dass diese effiziente Attraktivierungsmaßnahme selbstverständlich am Ende des Tages kurz- mittel- und langfristig hinsichtlich ihrer Sprachrichtigkeit laufend mehrsprachig evaluiert wird!


Auch weitere In-Aussicht-Stellungen sind mir seit gestern laufend glückhaft eingefallen,  zuletzt sogar die innerfraktionelle an die zahlreichen RAPID-Fans unter den SPÖ-MandatarInnen: Denen konnte ich en passant auf Treu und Glauben in Aussicht stellen, dass RAPID Wien fürs Erste gleich anschließend glanzvoll über den FC Porto obsiegen wird, um danach rapide international wie national neue Titel an die lange Liste der alten zu reihen. Man freute sich also allseits selbst im Abgang, es geht schließlich mit Optimismus zügig alles besser, bewies hier

Wolfgang Krisch, 3.12.2010



P.S.
Auch FPÖ-Mandatarin Barbara Drahosch, jüngst mehrheitlich doch tatsächlich zu einer stellvertretenden Vorsitzenden der Bezirksvertretung gewählt, meldete sich mit Optimismus zu einer kurzen Wortmeldung, die aber genügte, um Penzing für nach der nächsten Wahl eine FPÖ-Bezirksvorstehung in Aussicht zu stellen. Es scheint so zu sein, dass somit Wiens Regierungs- und Oppositionsparteien auch in Penzing besten Aussichten entgegen sehen.


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