Trotz hoher Verkehrsdichte tagsüber fast idyllisch im Vergleich zu allen Nachtstunden: Am Straßenstrich in der Linzer Straße ist zunehmend die Hölle los!


Straßenprostitution Linzer Straße: Anrainer beklagen immer dramatischere Zustände!

Menschenhandel und Kriminalität in aller Öffentlichkeit,  der Verfall eines ganzen Viertels – und die Farce eines so genannten „Maßnahmenpakets“ der SPÖ!

 



Die Straßenprostitution in der Linzer Straße ist mit all den üblichen Problemen seit Jahren toleriert, - nunmehr aber eskalieren die Missstände, wie AnrainerInnen beredt klagen und auch ein jüngstes Gerichtsverfahren ersichtlich macht! 
Als Ursache der Eskalation werden von Fachleuten mehrere Faktoren genannt:  Zum einen (Florian Klenk, FALTER, 9.6.2010)  habe sich das „Milieu“ geändert. In den letzten Jahren habe sich die Zahl der (nur registrierten) Prostituierten 
in Wien verdreifacht(!), es  wimmelt auf der Straße. Mit dem EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens, sei das Geschäft „ärmer, brutaler, verschwiegener, billiger und kranker“ geworden, man erkenne eine „Brutalisierung des Straßenstrichs“, 
von einer „Gewaltkulisseseien Prostituierte durch Zuhälterei und Menschenhandel bzw. zunehmenden Terror durch die stets ungeschoren bleibenden „Freier“ betroffen, so der dramatische Befund von Experten!

All  das können die Anrainer des Penzinger Bezirksteils an der Linzer Straße seit Jahr und Tag aus ihrem immer ärger belasteten Lebensumfeld leidvoll der untätigen Wiener Stadtpolitik und der unzuständigen Penzinger Bezirkspolitik bestätigen, 
- sieht man davon ab, dass von einer angeblichen  Verschwiegenheit“ an der Linzer Straße seit langem kein Mensch mehr wüsste! Das exakte Gegenteil sei Faktum, denn die Missstände passieren vor allen Augen und unter Behelligung der 
breitesten Öffentlichkeit! 

Exzessiver Lärm – oft bis in die frühen Morgenstunden - durch den Autoverkehr der Freier, durch Konflikte auf offener Straße oder den Geschlechtsverkehr selbst, der in Autos, Haustoren oder schlichtweg sonstwo in der Öffentlichkeit stattfindet,
 wäre dabei allein schon schlimm genug – ist aber lange noch nicht das gravierendste Problem für die Anrainer, Allmorgendlich mit gebrauchten Kondomen, Urin oder schlichtem sonstigen Müll konfrontiert zu sein oder als Frau auf dem 
nächtlichen Heimweg mit pöbelnden Freiern, wird auch in Penzing hoffentlich noch niemand als ganz normal und alltäglich abverlangt.


Dazu nur drei Vorfälle  aus jüngster Zeit, zu denen Betroffene - jedweder Law&Order-Politik al la FPÖ strengstens abgeneigt -  an den GRÜNEN Bezirksrat Krisch gewandt haben: Einem Penzinger Hauptschüler erreichte da jüngst vor 21.00 Uhr 
in der Linzer Straße das Angebot einer Prostituierten, ihm „um 15 € gleich ums Eck einen zu blasen“ , worauf der zwar nicht einging, aber mit der Erzählung davon in der nächsten Geschichtsstunde für Aufsehen in seiner interessierten Klasse 
sorgte.  
Für ähnliches Aufsehen sorgen derartige Angebote in der Wisgrillgasse bzw. der Trogergasse. In den kurzen Sackgassen werden nämlich derartige Angebote - wie auch in anderen Seitengassen und Ecken des Viertels – nämlich nicht selten in 
aller Öffentlichkeit realisiert. Gelegentlich reichen aber für die üblichen Geschäfte -  sofern nicht Autos zur Verfügung stehen und fußläufige Freier die ungezählten zwielichtigen Etablissements in der Linzer Straße scheuen, einfache Haustore 
und Parkstreifen keineswegs. So gelang es dieser Tage einer Prostituierten mit einem Freier das verschlossene Portal eines Hauses in der Flachgasse aufzudrücken(!), hinter dem man offensichtlich einen lauschigen Innenhof-Garten eines 
beliebten Restaurants wusste, - ein Hausbewohner musste in früher Morgenstunden zur Abwehr des Vorhabens in Aktion treten! 


Noch drastischere Aktionen drohen jedoch jederzeit den wenig verbliebenen seriösen Geschäftsleuten des Viertels, das längst von „Bars“, „Etablissements“ und s.g. „Spiellokalen“ – den verlässlichsten Begleitern der Branche - dominiert wird. 
Wienweite Bekanntheit erlangte darunter längst jenes Uhren- und Schmuckgeschäft auf der Linzer Straße, das binnen eineinhalb Jahren gleich zweimal von je zwei bewaffneten Tätern überfallen wurde! Beim ersten Mal im Dezember 2008 
schlug die Gattin des Juweliers mit drei Schüssen eines bereit liegenden Revolvers zwei junge Männer in die Flucht – und hatte danach mit einem „Post-Shooting-Syndrom“ zu tun. Ein solches ließ sich wenigsten bald darauf beim zweiten Raub 
vermeiden – zwei andere bewaffnete Täter waren diesmal schneller. Beide Verbrechen blieben bis dato polizeilich ungeklärt.

Weithin ungeklärt sind aber auch Kapitalverbrechen, denen Prostituierte selbst zum Opfer fallen, wobei Ermittler von Tätern bzw. ganzen Tätergruppen aus Kreisen von Zuhältern (eher wohl: Menschenhändlern) ausgehen!  
So wurde zuletzt eine rumänische Prostituierte mit einem „Standplatz“ auf der Linzer Straße vor einem Lokal in Favoriten mit Benzin übergossen und in Brand gesteckt und überlebte gerade noch schwer entstellt. Bei einem ersten dazu 
gestern eröffneten Prozess am Wiener Landesgericht waren im Übrigen eine Schwester, ein Neffe und zwei Cousins des Opfers angeklagt! Der Anklageschrift zu Folge sollen auf der Linzer Straße mit Gewalt „Standplatzgebühren“ und "Schutzgelder" 
erpresst worden  sein! Das Verfahren wurde vorerst vertagt!

Weniger Glück hatte die sechsundzwanzigjährige tschechische Straßenprostituierte Katarina Vavrova. Ihr wird nachgesagt, ermordet worden zu sein, weil sie ohne „Standgeld“ abzuliefern auf der Linzer Straße anschaffen wollte. Ihr 
verbrannter und verstümmelter Leichnam wurde in Asparn an der Zaya aufgefunden und in einem Armengrab vor Ort verscharrt. Der Mordfall hatte österreichweit für Ausehen gesorgt.  

Allergeringstes Aufsehen sorgte in der Medienlandschaft vor wenigen Tagen, dass sich in der Linzer Straße in aller Öffentlichkeit einige einschlägige Herren mit Baseballschlägern und Sonstigem gegenseitig schwere Körperverletzungen zufügten! 
Aus Polizeikreisen wurde lediglich en passant von einer Fehde „im Westen Wiens“ berichtet! Die Diskretion erklärt sich natürlich mit dem nahen Wahltermin in Wien und der zunehmenden Unruhe der Bevölkerung an der Linzer Straße:  In so 
einem Fall helfen gern alle möglichen Dienststellen selbst der Polizei, dass Missstände nicht ganz so deutlich ans Licht des Tages kommen oder auch nur genau lokalisiert werden !

All das sind für die betroffenen Anrainer längst unzweifelhaft klare Indizien, dass der politische Wille fehlt, sich mit den Problemen am Straßenstrich in der Linzerstraße tatsächlich ernsthaft auseinander zu setzen. Dass unter den Betroffenen 
in Anbetracht des Milieus vor ihrer Haustür wenig Sinn darin gesehen wird, in einer Bürgerinitiative oder sonstwie öffentlich aufzutreten, ist einsichtig. Grundtenor der Anrainer jedenfalls ist die Aufforderung an die SPÖ, „davon Abstand 
zu nehmen, ganze Bezirksteile für Wettbüros, Prostitution und Gewalt freizugeben. Man soll sich „im Interesse der BewohnerInnen, überlegen, was zur Attraktivierung dieser Regionen führen könnte“. Denn seit längerem würden „Geschäftsleute 
und Bewohner wegziehen“ – und dafür „zieht die Gewalt ein! Diesem ganz exakten Befund ist nichts hinzu zu fügen!

Bei der SPÖ dürfte die Brisanz des Problems allerdings ohnehin erkannt sein,  wie ein im heurigen Frühsommer durch die zuständige SPÖ- Stadträtin Sandra FRAUENBERGER veröffentlichtes so genanntes „Maßnahmenpaket“ (primär allerdings 
nur für den Straßenstrich in Fünfhaus!) beweist! Es enthält zwar keine effektiven „Maßnahmen“, hat mit tatsächlicher Problemlösung nichts zu tun - soll aber dafür offensichtlich mit Hinblick auf die kommende Gemeinderatswahl für Beruhigung in Kreisen der Bevölkerung sorgen.  
(Hier der Volltext des Papiers, datiert mit 18.5.2010)

Auf nichts weiter als auf eben dieses dubiose „Maßnahmenpaket“ war von der SPÖ zuletzt auch in der Penzinger Bezirksvertretung verwiesen worden, als ich die Missstände auf neuerliches Ersuchen einer Anrainerin in der Kommission 
für Bezirksentwicklung anhängig gemacht hatte. Die „Maßnahmen“ seien ab sofort in Kraft, so hieß es von der SPÖ, sie würden einmal „evaluiert“– und bis dahin könnten Betroffene das „Beschwerde- und Konfliktmanagement“ durch das 
Projekt "Sophie mobil" in Anspruch nehmen! „Sophie mobil“ ist eine grundsätzlich (positive) private Einrichtung, die sich als „Bildungsraum für Prostituierte“ versteht. Der betroffenen Öffentlichkeit deren zu Bürozeiten verfügbare Telefonnummer 
als „Konflikt- und Beschwerdemanagement“ anzubieten, ist allerdings eine grobe Zumutung der Stadt Wien.

Die darüber hinaus angekündigten „Schwerpunktaktionen“ der Polizei betreffen darüber hinaus lediglich „verstärkte Kontrollen von Schutz- und Verbotszonen(trifft für die Linzer Straße nicht zu), die „Einhaltung des Prostitutionsgesetzes 
und der Gewerbeordnung sowie des Fremdengesetzes (ändert nicht das Geringste an den Zuständen in der Linzer Straße).
Dass somit ein derartiges „Paket“ in eher als Ablenkungsversuch und Nachweis für weitere gänzliche Untätigkeit der Wiener SPÖ in Vorwahlzeiten verstanden wird,  kann niemand wundern! Jenem Penzinger, dem es mit Mühe frühmorgens 
gelang, einer Prostituierte und ihrem Freier sein Haus zum Geschlechtsakt zu verbieten, schickte Penzings SPÖ-Bezirksvorsteher-Stellvertreter Robert PSCHIRER auf ein Beschwerdemail übrigens folgende Zeilen  
in der Hoffnung gedient zu haben: 


		… kann ich Ihnen nunmehr mitteilen, dass bereits das Maßnahmenpaket der Stadt Wien präsentiert wurde, welches ich Ihnen in der Beilage gerne übermittle. Für den Bezirk sind diese Maßnahmen ein erster Schritt in 
		die richtige Richtung….Wir werden uns auch weiterhin für eine Änderung des Prostitutionsgesetzes einsetzen….“



Ich werde jedenfalls gegenüber Frau Bezirksvorsteherin Andrea KALCHBRENNER, SPÖ, sobald diese nicht mehr so dürftig im Amt urlaubsvertreten ist, verlangen, dass in Anbetracht der  überall vielfach eskalierenden Zustände am 
Straßenstrich in der Linzer Straße aus primär allgemeinen und dringend nötigen Sicherheitsüberlegungen deutlich verstärkter Polizeieinsatz rasch und verlässlich für eine erkennbare Verbesserung und Entlastung der Bevölkerung sorgt. 
Als Ansprechpartner stehen zweifellos und nach wie vor der Penzinger Stadthauptmann, der Wiener Polizeipräsident, Wiens Bürgermeister und  – sollte nach wie vor grober Personalmangel bei der Wiener Polizei entgegen stehen – die 
ÖVP-Innenministerin Maria FEKTER zur Verfügung, sollte sie nicht auf Dauer mit der Ausweisung integrierter Zuwandererfamilien aus Österreich ausgelastet  sein! Von Ergebnissen wird berichten

Wolfgang Krisch, 15.7.2010
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