Ab Dezember 2009 radikale Angebotsverschlechterung und wieder Stundentakt auf der S50 ?


ÖBB: Ab Dezember wieder Stundentakt auf der S 50 absehbar !

Die von der ÖBB verzockten dreistelligen Millionenbeträge haben nun drastische Angebotsverschlechterungen zur Folge!


Wie der STANDARD in seiner heutigen Ausgabe auf Grundlage von ÖBB-Dispositionen sehr detailliert berichtet, droht mit dem nächsten Fahrplanwechsel im Dezember eine radikale Angebotsverschlechterung im Verkehr der S 50!

Unsere liebe Bahn dürfte nach den verzockten Finanzmitteln in bisher unabsehbarer(!), jedenfalls aber dreistelliger (!) Millionenhöhe zu dramatischen Einsparungen gezwungen sein!

Unübertroffen und glorreich auf der Höhe der Zeit ist die ÖBB aber einmal mehr wenigstens noch in Schönfärberei- und Ausrede-Künsten. Die drastische Verschlechterung des Angebotes hat man nämlich wie folgt dargestellt:


Es würden 2010 lediglich 14 Züge weniger“ unterwegs sein, - diese werden aber dafür pünktlich sein, ist Michael FRÖHLICH, Regionalmanager Ostregion des ÖBB-Personenverkehrs im STANDARD zitiert. Dies sei durch infrastrukturelle Notwendigkeiten unumgänglich, - sinngemäß wird dargestellt, dass mit der Kürzung des Angebotes die Strecken entlastet würden, sodass sich im dürftigeren Angebot mehr Pünktlichkeit erreichen lasse. Wenn das nicht glanzvoll ausgedacht ist, - was dann?

Man sollte dem zunehmend entgleisenden Unternehmen jetzt vielleicht eine Ausdehnung dieser hoch interessanten Philosophie empfehlen, wenn ernsthaft gedacht wäre, den Scherz glauben zu sollen: Man bräuchte ja dann nur mit stets noch weniger Zügen herumfahren, bis zuletzt überhaupt keine mehr fahren!  Dann würde sich kein einziger Mensch mehr über Unpünktlichkeit beschweren können – und die ÖBB hätten endlich maximal Zeit für Glückspiel und Immobilienhandel!


Tatsächlich sind die Verrücktheiten des  überforderten Verkehrsunternehmens natürlich darin begründet, dass unter dem letzten ausgetauschten Vorstand Millionenbeträge in Deutschland umnebelten Sinnes verzockt wurden! Wie bekannt, hat die ÖBB danach aber noch glatt versucht, das verplemperte Vermögen auf dem Gerichtsweg mit der Begründung zurückzufordern, man habe das von sich aus angestrengte und eingegangene Finanzgeschäft ja gar nicht verstandenbzw. es habe es sich um eine „Wette“ gehandelt, die nun nicht wirklich gelten solle!

Neben diesem Husarenstück gelang den ÖBB ein weiteres auf dem Neubausektor: Ohne den Bau des „Wildschweintunnels“ (Spange Westbahn-Südbahn, - dabei Änderung der Planungsgrundlagen während der Bauzeit!) und des Wienerwaldtunnels (Spange Wien- St. Pölten) abgeschlossen zu haben, wurde parallel mit dem Neubau des Zentralbahnhofes und des Westbahnhofes begonnen, - im Wesentlichen in der Hoffnung auf hohen Gewinn aus Immobiliengeschäften und solchen mit Einkaufszentren auf Bahngründen. In logistischer Hinsicht dabei exakt an die besten Usancen der SchildbürgerInnen erinnernd!

Dass sich jetzt hinten und vorne nirgendwo – auf ohnehin dürftigstem Level - ein zumindest erwartbarer Fahrplan mehr ausgeht, schlägt dem Fass den Boden aus! Symptomatisch dabei:  Der S-Bahn-Verkehr auf der Ostbahnstrecke in NÖ bleibt ungekürzt, denn da war schon beim letzten Einsparungsversuch der  NÖ-Landeshauptmann Erwin PRÖLL wirkungsvoll und nachhaltig in Saft gegangen.

In Wien ist so etwas für die ÖBB nicht zu befürchten, die Wiener SPÖ-Regierung schaut dem Chaos seit Jahren routiniert zu oder ist gar beteiligt: Ein Schlechtteil der Misere ist zu Zeiten eines SPÖ-Infrastrukturministers Werner FAYMANN verursacht worden!

Über weitere Entwicklungen wird jedenfalls zu berichten sein!

Wolfgang Krisch, 6.10.09
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