
30
Minuten-Intervall statt angekündigter 15-Minuten! Zeitgemäße Verkehrspolitik auf
der Schiene ?
S 50-Verbesserung: Keine Spur vom angekündigten 15-Minuten-Intervall!
Verbesserung auf
30 Minuten-Intervall ab Dezember, - aber nur zu s.g.
„Spitzenzeiten“ durch insgesamt gezählte 24 zusätzliche Züge mehr!
Nach entsprechenden Informationen aus
sehr gut informierten Kreisen habe ich hier endlich einmal gute Gelegenheit, „nicht
immer alles schlecht zu reden“, wie ich oft aus der SPÖ ganz, ganz
vorwurfsvoll zu hören bekomme!
Mit der nächsten Änderung des Fahrplanes der S 50 auf der Westbahn wird es
Anfang Dezember tatsächlich zu einer
Fahrplanverbesserung kommen! Und dank dieser werden tatsächlich auch
mehr Züge unterwegs sein – und nicht Kurse gekürzt werden, wie zuletzt gern
vielfach versucht! Eine offizielle Äußerung von Seiten Wiens steht zwar ebenso
aus wie eine solche von Seiten der ÖBB, es soll sich aber um immerhin 24
(vierundzwanzig) zusätzliche Züge pro Tag handeln!
Damit wird es gelingen, zu den „Spitzenzeiten“
ein Halbstunden-Intervall der S 50
anzubieten, womit der öffentliche Verkehr auf der Schiene einmal wirklich
„gefördert“ wird! Was als „Spitzenzeiten“ gilt, wird vom Publikum ja irgendwann
zu sehen sein, gemunkelt wird jedenfalls über eine Morgenspitzenzeit zwischen
6.00 Uhr und 8.30 Uhr sowie eine sehr seltsame nachmittags zwischen 15.30 Uhr und 18.00
Uhr.
Keinerlei Rede ist damit allerdings von
einem 15-Minuten-Intervall, für das nach unzweifelhafter Fachmeinung (!) auf
der Westbahn demnächst alle Ressourcen
vorhanden wären, wollte jemand der ÖBB diesen Aufwand bezahlen! (
Daher war zuletzt auch ein 15-Minuten-Intervall von Purkersdorfs BM SCHLÖGL
vollmundig angekündigt worden. Mittlerweile, wenige Monate
später, versucht er bereits, das nunmehr offenbar feststehende 30-Minuten-Intervall als schönen Erfolg darzustellen!)
Aber auch in der Penzinger Bezirksvertretung ist erst zuletzt ein
15-Minuten-Intervall der S 50 – allerdings ganztags – auf meinen Antrag
hin zur Entlastung des Bezirkes einstimmig beschlossen worden! Eine Reaktion von
Seiten Wiens auf diesen Antrag steht bisher übrigens ebenso aus wie eine Anfrage
von mir an die ÖBB, in der ich als Mandatar um Auskunft zu der längst fest
stehenden Fahrplanneuerung ersucht habe!
Die zusätzlichen 24 Züge sollen jedenfalls etwa 1 Million Euro an Steuergeld
kosten. Zur Aufteilung der Summe (Steuergeld der BürgerInnen hat natürlich immer
ein sorgsames Bundesländer- oder Bundesministerium - Mascherl! ) sollen
angeblich einjährige (!)Verhandlungen zwischen den Ländern Wien,
Niederösterreich und SPÖ-Infrastrukturminister Werner
FAYMANN nötig gewesen sein. (Für Straßenneubauten einigt man sich zum
Glück in der Regel aber schneller!) Den
Großteil – etwa zwei Drittel - zahlt diesmal Wien, was natürlich wiederum
hoch erfreulich ist!
Denn klarerweise werden Wien,
Niederösterreich und ein/e Infrastrukturminister/in, sofern der/die nach einer
immerhin denkbaren Regierungsbildung in die Gänge und zu sinnvoller Facharbeit
gelangen könnte, bald bemerken, dass gerade 24 zusätzliche Züge auf der
Westbahn nur einen ersten guten Schritt einer Verbesserung darstellen können.
( Damit wird wohl – so darf man schätzen – vielleicht gerade einmal jener
Mehrbedarf an Bahnverkehr abgedeckt, den Purkersdorfs Bürgermeister SCHLÖGL
durch exzessive Wohnbauvorhaben an jeder möglichen Baulücke in seiner Gemeinde
mitverursacht hat, ohne seit Jahren eine effiziente Verbesserung des
öffentlichen Verkehrs im Gleichklang mit dem Anwachsen seiner Gemeinde erreicht
zu haben! )
Für den in naher Zukunft erwartbaren und tatsächlich zeitgemäßen Ausbau des
öffentlichen Verkehrs auf der S 50 weit über das „24-Züge-Plus“ hinaus bis zur
Erreichung des natürlichen
15-Minuten-Intervalls wird dann wohl selbstverständlich der „Großteil“
von Niederösterreich gezahlt werden, - vermutet mit riesengroßer Freude
über riesengroße Leistungen, die ich gern gebührend würdige, ganz begeistert
Wolfgang Krisch, 5.10.08
P.S. Im ÖBB-Zusammenhang vielleicht auch eine Erinnerung wert: Der Umbau des
Bahnhofs Hütteldorf (auf ÖBB-Kosten) und des Bahnhofsvorplatzes (auf Kosten
der Stadt Wien) war zuletzt auf meine Anfrage für diesen "Herbst" gleich nach
Ende der Fußball-EM versprochen worden. Nachdem der erste Schnee im Bezirk noch
nicht gefallen ist, bleibt natürlich Anlass zu bester Hoffnung, dass der x-fach
versprochene und verschobene Umbau natürlich auch noch im Herbst 2008 beginnen wird.
Sollte unter Verkehrsminister Werner FAYMANN aber auch der diesjährige Herbst wieder
einmal ungenützt verstrichen sein, wird es Penzing weiterhin sportlich nehmen:
Rolli-Fahrer fahren halt anderswo, und Muttis tragen Kinderwägen ja schon
routiniert über die Stufen am desolaten Bahnhof Hütteldorf, nur weil es keinen
Aufzug auf Penzinger Seite gibt! Außerdem tröstlich: Es dauert ja nicht lange, bis
Kinder dem Kinderwagen entwachsen und allein über Stufen gehen können. Alles nur
eine Frage der Zeit, bleiben wir geduldig!