
Rechtlich völlig fragwürdige (!)
massive Verbauung im Wienflussbecken, daneben Zufahrtsbereich und Baugerät am
Bauplatz selbst
P&R–Hütteldorf: Plötzlicher
Baubeginn ohne jede Information…
...obwohl „diese Anlagen nicht in genügendem Ausmaß angenommen werden“
(BM Häupl aktuell zu P&R im GR)
Ohne jede Ankündigung und Information – weder in den Gremien der
Bezirksvertretung noch durch die Stadt Wien wurde bislang auch nur ein Wort
verloren - ist seit etlichen Tagen der Baubeginn für die geplante P&R-Anlage
Hütteldorf erfolgt!
Damit wurde klammheimlich mit dem seit gut eineinhalb Jahrzehnten umstrittensten
Bauvorhaben Hütteldorfs begonnen, das nach Fertigstellung in ungewisser Zeit das
größte Gebäude des Bezirks sein und nicht nur das Ortsbild sondern auch die
Verkehrssituation in Hütteldorf zweifellos dramatisch belasten wird!
Politisch letztlich entschieden und allein allein zu verantworten hat das verhängnisvolle Bauprojekt ganz allein die SPÖ, obwohl der Anteil der ÖVP an der Durchsetzung des Projektes gegen den Willen der Bevölkerung ein ganz entscheidender war.
Wie nicht vergessen werden darf – die ÖVP geriert sich nämlich seit ihrer Beteiligung zur Errichtung nunmehr als entschiedener Gegner der P&R-Anlage – wurden unter ÖVP-Stadtrat GÖRG die entscheidenden Schritte zur Durchsetzung der Monster-Garage gesetzt, die von der Penzinger ÖVP zuvor jahrelang ausdrücklich gefordert (!) worden war. ( „Eine geplante Park&Ride-Anlage in Hütteldorf südlich der Bahn, westlich der Deutschordenstraße könnte – gekoppelt mit einem vernünftigen Verkehrskonzept – endlich eine Entlastung für die angespannte Verkehrssituation in Hütteldorf bringen“; ÖVP-GR udn Verkehrssprecher Wolfgang GERSTL, in der Bezirkszeitung 3/1999)
ÖVP-Forderung der nunmehrigen
P&R-Anlage
Zum einen ließ man sich – „ man“ waren damals namentlich ÖVP-Stadtrat Görg und SPÖ-GR Andreas SCHIEDER in schönster koalitionärer Einigkeit - um Unsummen an Steuergeld ein s.g „Bürgerbeteiligungsverfahren Verkehrskonzept Hütteldorf- Kernbereich“ einfallen, um dort die gegen das Bauvorhaben protestierende BürgerInnen jahrlang bis zu deren völligen Regungs- und Widerstandlosigkeit in " Verkehrskonzepte" "einzubinden“.
Zahllose tatsächlich dennoch konstruktiv erarbeitete Forderungen der BürgerInnen sind zwar seit Jahr und Tag unrealisiert geblieben, - wesentlicher Sinn des Verfahrens war lediglich, Hütteldorf die Segnungen einer P&R-Anlage vorzugaukeln und den Widerstand abzuschwächen ! Dazu wurde vereinbart, eine einzig mögliche Garagenzufahrt vom Hietzinger Kai her über eine neu zu bauende Brücke Hütteldorfs zu errichten, damit Ortskern und Wohngebiete Hütteldorfs von keinerlei zusätzlichen Verkehr belastet würde! Simple Bürgervertreter zeigten sich erleichtert, - SPÖ und ÖVP war der Durchbruch zur Umsetzung gelungen! Mittlerweile liegt eine Studie der Stadt Wien vor, in der 50 % der Garagenkundschaft nur durch Neuverkehr errechnet sind!
Womit nun allerdings nicht einmal mehr klar
ist, für wen die Garage gebaut wird! Versprach die SPÖ ehedem noch durch
Planungsstadtrat Hannes SWOBODA die Garage für die genervten Parkplatzsucher vom
„Wolfersberg und Bierhäuselberg“
errichten zu wollen, hieß es später, es handle sich um eine reine P&R-Anlage für
die die etwa derzeit 30 000 motorisierten EinpendlerInnen aus Niederlösterreich!
Nunmehr aber fabulierte Wiens Bürgermeister wiederum, dass es sich „nicht
ausschließlich um eine Park & Ride Anlage handelt, sondern dass wir natürlich
auch wissen, dass gerade auch aus den Bereich Berg oder Leute die aus dem
Bereich der …. Höchststraße herunterkommen, dies auch immer wieder nutzen und zu
Recht nutzen, das ist auch völlig okay, um dann mit der U-Bahn in die Stadt zu
fahren“ (BM–Häupl im O-Ton in einer Fragestunde im GR am
25.Jänner nach dem noch unkorrigierten Protokoll, - die fehlende Ortskenntnis
soll dabei nicht irritieren!)
Selbstverständlich lässt die SPÖ aber die Garage nur für Niederösterreichs EinpendlerInnen bauen, wie die einzig mögliche Zufahrt vom Norden her ersichtlich macht: Hütteldorfer BürgerInnen könnten die Garage lediglich über die arg belastete Bergmillergasse anfahren, müssten über die notorisch verstaute Brauhausbrücke auf den Hackinger Kai und von dort auf einer einzigen Spur über eine einspurige neu gebaute Brücke wiederum über den Wienfluss in die Garage gelangen. Und dabei neuerlich an einer Ampel an der Hadikgasse anstehen, wo der Verkehr der Stadtausfahrt selbstverständlich wie schon bei der Brauhausbrücke für die Stadteinfahrt deutlich bevorrangt bleibt. Wer sich diesen Umweg und gewaltigen Zeitverlust im Stau der Verkehrsspitzenzeit antun sollte, haben Wiens Verkehrsplaner seit Jahren nicht verraten können!
Auf all diesen verkehrsplanerischen Nonsens
habe ich seit Beginn der Planungen die Stadt Wien hingewiesen und dass selbst
attraktiv anzufahrende vergleichbare P&R-Anlagen trotz aufwändigen Marketings
und unverschämter Dumpingpreise über öffentliche Mittel leer stehen!
Letzteres bestätigte nunmehr sogar BM Häupl persönlich in der genannten
Pressestunde aus Anlass des Baubeginn in Hütteldorf mit richtigen Argumenten,
die eindeutig gegen (!) derartige P&R-Anlagen sprechen. „Wir
mussten zur Kenntnis nehmen“, so
Häupl wörtlich, „ dass diese Park&Ride Anlagen
eben im nicht genügendem Ausmaß angenommen wurden und auf der anderen Seite die
dortigen Anrainer erhebliche Probleme hatten mit dem rundherum abgestellten
Fahrzeugen“.
In Erwägung ziehe man daher ein „regionales Pickerl rund um diese U-Bahn-Station“, zudem „finanziell aber auch in anderer Art und Weise einen entsprechenden Anreiz für die Netzkartenbesitzer, wenn man will, dass die Leute auf die Park-an-Ride-Anlagen umsteigen“. Das sei die „einzige Chance“, die er sehe, so der Bürgermeister, weil „man kann ja niemand zwingen, in eine Garage zu fahren“. Daher denke er, „dass wir da durchaus mit Konzepten, die wir erstellt haben in sofern vorsichtig umgehen sollten, dass man Erfahrungen, reale Erfahrungen die wir in der Stadt haben, auch immer wieder in eine Art Valorisierungen einfließen lassen sollten, und das geschieht zur Stunde. Da überlegt man sich einiges.“
Leider ist aber bei diesen Überlegungen
nicht mehr heraus gekommen, als für den Garagenbau zuletzt genannte rund
27 Millionen Euro nur für den Bau zu
spendieren (das wären in Schilling mehr als eine Drittel Milliarde gewesen!),
von den angekündigten weiteren „finanziellen Anreizen“ gänzlich
abgesehen.
Und natürlich vorzugaukeln, der „dortige
Errichter, Finanzier und spätere Betreiber“ (Häupl) würde
sich den Spaß selbst bezahlen, sodass die Stadt Wien an den abgeschlossenen
Verträgen rein gar nichts mehr hatte ändern können.
„Fianziers“ aber sind im
Wesentlichen nämlich nur Wiens SteuerzahlerInnen, die nach dem politischen
Willen der SPÖ mit wesentlicher Unterstützung der ÖVP den Monsterbau zu
einem Gutteil durch ein zinsenloses Darlehen spendieren dürfen!
Wolfgang Krisch,5.2.07
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Schlanker Querschnitt zur langjährige Berichterstattung zum Thema:
P&R-Hütteldorf: Nun Mehrkosten von über 847 000 Euro - aber nur für die Zufahrt !
Dazu zwischenzeitlich „ Übertragung “ des "Projektes" an eine Tochtergesellschaft!
14.11.05P & R-Hütteldorf: 50 % der Garagenauslastung nur durch Neuverkehr
Riesenparkhaus in Hütteldorf soll ausdrücklich neuen Verkehr anziehen! Keine tatsächliche Verkehrslösung in einem nun vorgestellten, unschlüssigen Verkehrskonzept der Stadt Wien
19.2.05P&R-Hütteldorf : Bürgerversammlung nach dem Jahreswechsel und ao. Irrationales
….von ÖVP und FPÖ in einer außerordentlicher Sitzung der Bezirksvertretung
10.11.04Park&Ride Hütteldorf: SPÖ beschließt Katastrophe für Hütteldorfs Ortsbild und Verkehrsbelastung!
Hier alles zum Monsterprojekt aus der offiziellen Projektmappe der Planungsfirma
5.4.04Bürgerbeteiligungsverfahren Verkehrskonzept Hütteldorf: „In 3 - 5 (!) Jahren einer Umsetzung zuzuführen!“
Die SPÖ denkt offensichtlich nicht daran, die Ergebnisse des Hütteldorfer
Bürgerbeteiligungsverfahrens auch umzusetzen !