Bahnunterführung Deutschordenstraße links - Hochsatzengasse rechts!

Penzings schwarze Löcher !

Für die Beleuchtung in den Bahnunterführungen dürfte sich seit ewig und drei Tagen niemand wirklich zuständig fühlen !


Dass der Mieterbeirat der Wohnhausanlage Hugo-Breitner-Hof mit zahlreichen Mysterien der städtischen Wohnhausverwaltung zu wenig ausgelastet und beschäftigt wäre, kann ich ja definitiv gänzlich ausschließen. Dennoch war zuletzt sein Betätigungsfeld aus gegebenem Anlass abseits der Wohnhausverwaltung zu erweitern – und gleich auf ein weiteres Mysterium zu stoßen!

Über Hinweis von MieterInnen war der Mieterbeirat darauf aufmerksam gemacht worden, dass die Beleuchtung in Penzings Bahnunterführungen so mangelhaft ist, dass der Missstand zweifellos ein Sicherheitsrisiko für FußgängerInnen und den Straßenverkehr darstellt!

Besonders in der Deutschordenstraße sei es in der Bahnunterführung tagsüber finster, der Beleuchtungseffekt gleich null. Dies – so moniert eine betroffene Bürgerin gut nachvollziehbar – hat zweierlei Gründe: Einerseits sind die Lampen gänzlich so sehr verdreckt, dass die letzte Reinigung auf Grund der sichtbaren Verschmutzung und Bedeckung mit Spinnweben schon eher als historisches Ereignis vermutet wird, andererseits aber sind die Abdeckungen der seitlichen Lampen aus Milchglas, das die Lichtstärke a priori gering hält! Man mutmaßt, dass daher selbst bei geputzten Gläsern der Beleuchtungseffekt der Leuchten nicht ausreichend wäre, ersuchte aber dennoch primär um aktuelle Reinigung sowie dafür sorgen zu wollen, dass die Beleuchtung hinkünftig periodisch gesäubert werde!

Der Mieterbeirat wandte sich mit diesem Ersuchen an die ÖBB und erhielt am 18. Mai umgehend die grundsätzliche Nachricht der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH, dass die Zuständigkeit bei Wiens MA 33 liege, bei der das Problem auch schon bekannt sei. Dies überraschte nun nicht nur die Bürger, sondern auch die Bezirksvorstehung Penzing außerordentlich! Denn bisher war für die Problematik – wieso ist mir persönlich schleierhaft – die ÖBB als zuständige Dienststelle bezeichnet worden, selbst in der Bezirksvorstehung Penzing hatte man diesen irrigen Informationsstand! Wieso man aber in Wien für die Beleuchtung einer öffentlichen Straße, die in dem Fall halt eben zufällig in einer Bahnunterführung liegt, die ÖBB als kompetent vermutete, ist mir persönlich schleierhaft – der Verdacht liegt daher ziemlich nahe, dass die MA 33 auf den Anstoß aus der Bevölkerung gewartet hatte, um sich bis zu einem solchen gut und gern reichlich Arbeit und Kosten schlichtweg zu ersparen!

Der Anstoß ist also, dem Mieterbeirat sei Dank, mittlerweile erfolgt – am Missstand selbst hat sich aber seit gut einem Monat (!) nach wie vor nicht das Geringste geändert, obwohl seit Mai Abhilfe versprochen ist! Und das ist nun schon eine erhebliche Zumutung, weil es ja um nichts weniger als Verkehrssicherheit geht! Ich erwarte mir daher umgehend, dass sich erstens eine kregle Putzbrigade der MA 33 unverzüglich in allen Bahnunterführungen an die Arbeit macht – und dass zweitens diese Arbeiten hinkünftig ohne langmütige Aufforderungen aus der Bevölkerung verlässlich auf die Agenda der MA 33 geraten. Zuletzt darf aber auch noch erwartet werden, dass sämtliche Beleuchtungen in Penzings Bahnunterführungen auf ihre Effizienz überprüft werden. Ich habe keinen Zweifel daran, dass diese nämlich längst nicht mehr den gesetzlichen Standards entsprechen und ausgetauscht oder erneuert werden müssen!

Wolfgang Krisch, 18.6.11
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