Die Post bringt allen
was - in ganz Penzing demnächst wohl Ärger! Rechts:
"Postvollversorgung"
und PSK- BAWAG - Bank-Filiale in 3003, Gablitz, NÖ!
Kahlschlag
in Penzings Postversorgung droht: Schließung mehrerer
Filialen in Vorbereitung !
Selbst das Postamt
1144 in Hütteldorf steht vor dem Aus - als letzte
Konsequenz der ÖVP-FPÖ-Post-Privatisierung!
Eklatante und weit reichende
Änderungen in der Postversorgung des Bezirks stehen
offenbar demnächst vor einer lang geplanten Finalisierung!
Mehrere Postämter des Bezirks stehen nämlich demnächst
zur Schließung an – die allseits bei der Post AG so
beliebten „Postpartner“ sollen die Geschäfte unserer
lieben Post übernehmen, die ihrerseits im Wesentlichen nur
mehr BAWAG-PSK- Bankgeschäften nachgehen will! Dies ist
zumindest aus Kreisen Betroffener in aller Deutlichkeit zu
erfahren gewesen und lässt sich auch objektiv erkennen: Die
Finanzberater unserer lieben Post bringen längst nur mehr
BAWAG-Werbematerial zur Verteilung, weil die sanierte Bank
in ausländischem Besitz entdeckt hat, dass mit der ruinierter Postversorgung
in Folge der ÖVP-FPÖ-Privatisierung wenigstens
die PSK-Kundschaft zur Aquisition in beste Aussicht genommen
werden darf! In Penzing
wird zwar ab demnächst der Teufel
los sein, wenn man Postdienste braucht, - dafür fördert
man immerhin den US-Finanzdienstleister CERBERUS und dessen
offensive Expansionspläne in Österreich, die nach meiner
Einschätzung die Zerschlagung zahlreicher
Postfilialen beschleunigen dürften!
Im Wesentlichen verfolgt die Post AG nämlich die
Auffassung, dass nur mehr jene Filialen weiter geführt
werden, die für
die Einrichtung eines BAWAG-PSK-Bank-Betriebes lukrativ
genug erscheinen! Sonstige Geschäftsfelder
scheinen bei meiner persönlichen Lieblings AG offenbar
weithin verzichtbar und sollen weitestgehend den in den
Bundesländern längst überall skurril eingeführten „Postpartnern“
übertragen werden! Diesbezüglich hat zuletzt schon ein
grandioser Werbespot im ORF–Einsatz für beglückendes
Aufsehen gesorgt: Eine strahlende SPAR-Verkäuferin freut
sich da als „ihr Extra“ zum
Einpacken der Aktions-Wurst des Hauses auch allerbeste
Postbank-Dienste anbieten zu können! Selbst vor Ort lässt
sich schon in Wien-Umgebung da und dort erkennen, welch
wundervolle Segnungen die Kombination des höheren
Finanzwesens mit örtlichem Gewerbetreiben hervorzubringen
leichthin in der Lage ist! So glänzt im idyllischen Gablitz
schon seit dem Vorjahr eine dort wirklich auch so
beschilderte „PSK-BANK“ im örtlichen Wirkwarengeschäft
aufs Hellste und ist sicher von Kundschaft überlaufen! Man
kann sich dort nämlich ohne die frühere Hektik in bewusst
abgewirtschafteten Postfilialen nicht nur einen BAWAG-PSK-Kredit
andrehen lassen, sondern zugleich auch die schon
selten zu kriegenden Feinrippunterhosen, Negligees und
Stopfwaren besorgen! Bis ein BAWAG-Kredit-Formular
ausgefüllt ist, stelle ich mir persönlich vor, leichthin
das gesamte Wirkwaren-Sortiment geprüft zu haben und den
Bedarf meiner ganzen Familie zeitschonend abdecken zu
können! Und wenn das nicht für die BAWAG-PSK-Dienste
überzeugt, müsste ich am Verstand der Menschheit zweifeln,
die ja ein untrügliches Gespür hat für seriöse
Bankgeschäfte! Bessere Hervorbringungen der internationalen
Finanzwelt sind nicht mehr möglich - wie sich jedermensch
nicht nur in Gablitz persönlich überzeugen kann!
Für den Bezirk Penzing zeichnet sich allerdings jetzt schon
ein katastrophaler Versorgungsengpass bei ehemals als
Postdiensten verstandene Leistungen ab, denn
selbst das Hütteldorfer Postamt 1144 ist
von Schließung bedroht, die restlichen kleineren Postämter
( 1142, Kuefsteingasse; 1143
Baumgartner Straße, 1145
Baumgartner Höhe ) im Bezirk sowieso! Die
erst jüngst aus der Hauptstraße in die SCA übersiedelte Filiale
1147 im Auhof-Center hatte schon bald nach
ihrer Einrichtung mit der Geschäftsleitung der SCA über
Mietzinssenkung verhandelt, was als Voraussetzung für den
Weiterbetrieb eingeschätzt wurde. Ob diese Verhandlungen
einen zukunftssicheren Betrieb der Postfiliale sicher
stellen konnten, ist unbekannt aber nicht ausgeschlossen,
denn immerhin verfügt der Betreiber der SCA über gewisses
Gespür dafür, was als Infrastruktur im Bezirkswesten
nötig ist! Bestandssicher scheint nach meiner
persönlichen Einschätzung lediglich das Penzinger
Hauptpostamt 1140 in der Felbigergasse 37!
Wie weit die ganz konkreten Vorbereitung zu den Haar
sträubenden Auflösungs-Unterfangen der Penzinger
Post-Vollversorgung gediehen sind, lässt sich bestens daran
abschätzen, dass die Post AG – wie aus weiteren Kreisen
zu hören war – für einen Postpartner in Hütteldorf
mittlerweile an die Leitung einer nahe Apotheke in
Hütteldorf heran getreten ist, um dort in den leuchtendsten
Farben das hehre Postpartnerinnenglück schmackhaft zu
machen!
Sollte sich die Apotheke in der Linzer Straße (oder
sonst mögliche Betriebe im Umfeld) für diese Aufgabe
erwärmen wollen – hätte man zumindest mich mit
Gewissheit als Kundschaft sofort verloren! Denn ich schätze
keineswegs Beteiligte an sehr schlechten Entwicklungen für
das Gemeinwohl und meide sie verlässlich. Jedenfalls aber
wären mit der Aquisition eines "Postpartners" in
Hütteldorf die letzten Tage des Postamtes 1144 in Bälde
gezählt! ( Die dreist gepflanzte PSK-Kundschaft des
Postamtes 1145 auf der Baumgartner Höhe ist mittlerweile
bereits einer nun "zuständigen" (!) Filiale im
16. Bezirk auf der Thaliastraße anempfohlen worden, wie
meine Recherchen ergeben haben! Dorthin darf nun die
PSK-BAWAG-Kundschaft für ihre trivialsten
Geldgeschäfte mit der Kirche ums Kreuz anreisen !)
Die HütteldorferInnen, fürchte ich, werden die tolle
Aussicht auf Kürzung von Infrastruktureinrichtungen
keineswegs gelassen hinnehmen, man durchschaut nämlich
simple Kausalzusammenhänge in Anstrengungen des
zeitgeistigen Raubtierkapitalismus leichthin und fühlt sich
generell selten bemüßigt, diesen Entwicklungen willig
Tribut zu zollen! Im Post-Fall natürlich schon gar nicht,
denn die Post lässt sich leider nicht vermeiden! Ihre
Dienste sind Voraussetzungen für wesentliche Zugänge zu
individuellem Recht in Gerichtsfragen und sonstigen des
Bürgerlichen Rechts, - und dass unter der ÖVP-FPÖ
Regierung Schüssel-Grasser die Post privatisiert wurde,
ändert daran nichts!
Ungeachtet also der hübschen Aussicht, sich beim Anstellen
in der derzeit schon überlasteten, möglicherweise bald gut
eingerichteten „Postapotheke“ (?) gleich ein paar
Beruhigungstabletten oder Notfallstropfen und Bach-Blüten
gegen Kundenärger einziehen zu können, wird der Wirbel
ganz zu Recht erheblich und verständlich sein, weiß
Wolfgang Krisch, 16.4.11