Nach Sichtweise RAPIDS haben derartige Schmierereien (hier aus der Bahnhofstraße) "nichts mit RAPID zu tun"!
 

 

Beschmierte Hausfassaden rund um St. Hanappi !

Nachdenkprozess von RAPID seit Monaten ergebnislos!



Während die neue Fußballsaison bereit in vollem Gang ist, sind in Hütteldorf die Probleme der letzten leider noch bei weitem nicht behoben!

 

Rund um das Hanappi-Stadion und weit darüber hinaus fallen seit längerem auf Hausfassaden und öffentlichen Einrichtungen massive Beschmierungen auf! Als Verursacher sind dem eindeutigen Inhalt und der Häufigkeit rund um das Hanappi-Stadion nach selbstverständlich RAPID - Fans anzunehmen, - die gesprayten Parolen und Zeichen lassen keinerlei Zweifel!



Nachdem sich die Beschmierungen nach meinen Beobachtungen im heurigen Frühjahr besonders gehäuft hatten, ersuchte ich über Anfrage in der Bezirksvertretung um Auskunft, ob Wiens Verwaltung zu diesen Vorfällen Handlungsbedarf erkennt oder ob die Beschmierungen lediglich als privat zu verfolgende Sachbeschädigungen betrachtet werden.

 

Die mir zugegangen Antwort dürfte nicht nur mir keineswegs ausreichend erscheinen, nachdem darin ohnehin bestätigt wird, dass die Penzinger Bezirksvorsteherin von mehreren BürgerInnen auf die Beschmierungen hingewiesen wurden!

 

Als bisher einzige Maßnahme wurde mir nämlich von einem völlig privaten Gespräch zwischen einem Hütteldorfer Bürger und einem RAPID - Vertreter berichtet, das am 4.April stattgefunden hat. Der Bürger hat darüber einen Aktenvermerk („In Sachen RAPID- Beschmierungen“) angelegt, der der Bezirksvorstehung und sodann mir zugegangen ist.

 

Für RAPID legte Herr Andy MAREK, „Leiter des SK Rapid-Klubservice und der Fanbetreuung“, von Präsident Rudolf EDLINGER mit der Problematik betraut, auf die Feststellung Wert, RAPID könne nicht für alle Probleme mit manchen „Fans“ verantwortlich gemacht werden!“ Natürlich seien die Beschmierungen ein Wahnsinn und nicht zu tolerieren. RAPID distanziere sich selbstverständlich davon“!

 

Das ist natürlich sehr schön von RAPID, aber wenig hilfreich und erheblich zu simpel gedacht! Herr Marek meinte nämlich, er glaube nicht, dass die Schmierer tatsächlich Ultras (die berühmteste Fan-Gruppe; Anm. Krisch) seien, sondern eher Mitläufer, die gerne bei den Ultras dabei wären, - es gäbe viele, die bei den Ultra dabei sein wollen, derzeit gebe es aber einen „Aufnahmestopp“ !

 

Herr Marek räumt damit ein, dass es sich bei den Verursachern vielleicht nicht um die Kerntruppe des RAPID-Anhangs handelt, sondern um sonstige Fans,  von denen der Hütteldorfer Bevölkerung reichlich wurscht sein kann, ob sie als Ultras oder Nicht-Ultras unter den RAPID -Fans enorme Sachbeschädigungen zu verantworten haben.

Dennoch – glaubt Herr Marek – habe das nichts mit RAPID zu tun“, nur weil da „RAPID oder Ultras etc. steht“. „Die Polizei sei dafür zuständig, Abhilfe zu schaffen, die Polizei sei in die Pflicht zu nehmen, sie könne sich nicht an PAPID abputzen und auf ihn abschieben, er – Andy Marek – rede eh mit den Fans! Mit den Fans wurde und werde gesprochen und auf sie eingewirkt“.

 

 

Bleibt dennoch die präzise Frage offen, wer sanierend auf die Hausfassaden einwirkt und für die Behebung der Schäden aufkommt – und hinkünftig neuen vorbeugt.

 


Diskutiert wurde letztlich folgendes Szenario. Ein medial wirksames Entfernen von Beschmierungen an einem einzelnen Haus (z.B. Keißlergasse 14) durch Rapid-Spitze, Rapid-Spieler, Häuptlinge der Fanklubs) sowie die
Zurverfügungstellung einer hässlichen Wand im Stadionbereich für ein Grafitto - Kunstwerk der Fanklubs“.
Beide Punkte,  versprach Herr Andy Marek, wolle er sich in dennächsten Wochen durch den Kopf gehen lassen, insbesondere aber, ob ein medienwirksames Entfernen nicht kontraproduktiv wäre, weil den Schmierer dadurch mediale Aufmerksamkeit zuteil werde.“

 

 

Ob dieses mehrmonatige Brainstorming des RAPID-Fanbetreuers mittlerweile ein ernsthaftes Ergebnis gebracht hat, ist mehr als fraglich. Die Fassaden rund um St. Hanappi sind allerdings nach wie vor beschmiert – die Bevölkerung verlangt nach wie vor eine Lösung!

RAPID wird allerdings einsehen müssen, dass das bisherige bloße Ablehnen von Zuständigkeit nicht haltbar sein kann!
Ich werde jedenfalls die Befassung der Penzinger Kommission für Bürgerwünsche und Zivilschutz mit der Problematik und die Einladung von RAPID- Verantwortlichen sowie der Wiener Polizei zu der Sitzung verlangen!

Sich nämlich nur von Beschmierungen zu distanzieren und den geschädigten Anrainern versprechen „nachzudenken“, ist von den RAPID - Verantwortlichen nämlich einwandfrei zu wenig, versichert

 

Wolfgang Krisch,31.7.07

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