Stadion-Fassade rasch wieder sauber! Aber kaum Energie Wiens  für Sozialprobleme im Fußball-Umfeld wahrnehmbar!
 

Entsetzliches RAPID
- Schicksal: Riesige Sprayer-Attacke auf die Fassade von St. Hanappi

… vom Klub aber binnen nur weniger Stunden sensationell beseitigt!



RAPID ist in der Nacht zum Donnerstag von einem beispiellosen Schicksalsschlag heimgesucht worden: 
Die Südfassade des Stadions wurde mit sagenhaften Parolen und Beschimpfungen großflächig besprayt, die sämtliche gegen Herrn Peter PACULT, derzeit noch aktiver RAPID-Trainer, gerichtet waren.

Herr Pacult ist jener Star, der mit der unvergessenen Aussage zur Legende wurde, ein anderer Verein habe noch eine „Obduktion“ auf ihn (Kaufoption war gemeint) und der nun - zum Star-Trainer gereift -  durch bizarre Feldherren-Attitüden seiner Profession einen Nimbus pflegt! Zuletzt ließ Herr Pacult auch noch zwei beliebte Trainerassistenten glanzlos entfernen, bewirkte damit einen Aufstand seiner Mannschaft und zog sich noch weitgehendere Abneigungen der RAPID-Fans zu, als diese bisher schon bestanden hatten. 

Es scheint somit nicht unlogisch, dass mit den gut geplanten nächtlichen Schmiereien an der Stadionfassade der harte Kern der radikaleren RAPID - Fans eine bewusste Riesen-Botschaft an den eigenen Verein plaziert hat! Für deren umgehende Entfernung binnen weniger Stunden, so klagte RAPID Sprecher Andreas MAREK gegenüber Medien, vermute man Kosten jenseits von 5.000 Euro". Wundersam allemal: Bei der Abfahrt des Mannschaftsbusses zum Trainingsbeginn für die kommende Saison waren schon Donnerstagvormittag die riesengroßen Beleidigungen des Startrainers  bereits vollständig getilgt, also übermalt, - und das Tempo leuchtet ein: Denn sonst hätten ja auch noch RAPID-Spieler beim Einsteigen in den Mannschaftsbus Ergänzungen darunter sprayen können…


Dafür aber, und jetzt wird es ernsthaft, leuchtet ganz viel weniger ein, wieso RAPID diesmal keine Zweifel an Verursachern aus dem eigenen Fanbereich hat!

Die hat man nämlich sonst von Seiten des Klubs immer und überall, jahraus, jahrein, sooft Anrainer des Stadions und SteuerzahlerInnen von sonstwo her klagen, durch die Schmierereien massiv geschädigt zu werden und wissen wollen, wer für die Schäden aufkäme! Wer kann wissen, dass das „unsere Fans“ waren, heißt es dann üblicher Weise, und über Kosten, die niemals RAPID trägt, wird nicht einmal gesprochen. Wer im Umfeld des Stadions beim Stand der langjährigen Dinge also gern seine Fassade hie und da nicht beschmiert sehen will, könnte sich am besten beim Händler seiner Wahl laufend mit ein paar weitern Farbtöpfen versorgen, kurzweilig selbst Hand an den Pinsel legen und sich bald über dabei gewonnene Fertigkeiten freuen!

Im öffentlichen Raum allerdings bleiben die Fan-Botschaften unter Umständen auch ewig und drei Tage bestehen, - selbst in all den zunehmenden Fällen, in denen eindeutige Neo-Nazi- Parolen in Chiffren und Kürzeln geschickt verborgen als Fußballbegeisterung gelten sollen. (Wiens Verwaltung bzw. die politischen Verantwortlichen scheinen auch diesbezüglich von den letzten guten Antifa-Geistern gänzlich verlassen!) Mehrere Anfragen meinerseits zu der Problematik haben über Jahre hinweg nur eines erkennen lassen, obwohl es sich grundsätzlich um ein massiv soziales Grundproblem der Stadt Wien handelt: Wien denkt über Dergleichen nicht einmal mehr nach und formuliert lediglich im Notfall einer Anfragebeantwortung, dass die Polizei zuständig ist.

 

Was lernen jedenfalls jetzt Betroffene – nunmehr Leidensgenossen des plötzlich böse geschädigten Fußball-Rekordmeisters aus der Besudelung, ja Schändung, von St. Hanappi ?



1.    Beschmierte Fassaden durch "Grafittis" (manche halten das für solche) lassen sich so blitzschnell wieder hübsch machen, dass man die Bescherung oft schon erledigt weiß, wenn man zur Arbeit in den Bus steigt!

2.    Aber nur, wenn dort Parolen stehen, die diesmal RAPIDs-Startrainer und Präsidium nicht gefallen können.

3.    Sie könnten also von Glück reden, wenn ihre Hausfassade diesmal mit „Pacult raus“ und Dergleichen sonst beschmiert wird. RAPID kommt bald sicher mit Kübel und Farbe und würde sich Gedanken über die Kosten machen. Vermutlich!

4.    Die Kosten aber sollten sowieso nie eine wirkliche Rolle spielen, denn RAPID wird immer wieder hoch aus Steuermitteln subventioniert, - die SPÖ zahlt gern viel für AUSTRIA und RAPID mit Steuergeld!



Trotzdem viel Spaß am Fußball, - in wenigen Wochen beginnt die Saison, und wir alle in Hütteldorf und ganz Wien, Österreich, ja europweit bzw. global, haben laufend gute „Obduktionen“, am Genuss daran reichlich teilzuhaben!

 

Wolfgang Krisch, 19.6.09

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