RAPID-Präsidium  ist zu keinem Gespräch mit den gewählten  MandatarInnen des Bezirks über Stadionerweiterung und Sachbeschädigungen bereit!


Schweres Foul des RAPID-Präsidiums am Penzinger Bezirksparlament und der Bezirksbevölkerung!

Seit April (!) zu keinem Gespräch über Stadion-Ausbaupläne und Sachbeschädigungen im Bezirk bereit !

 


Mit einem kapitalen Foul von Seiten des RAPID-Präsidiums ging in der jüngsten Sitzung der Penzinger Kommission für Bezirksentwicklung der seit April (!) des heurigen Jahres laufende Versuch zu Ende, einen Vertreter von SK RAPID zu einer sachdienlichen Begegnung mit der Penzinger Bezirksvertretung zu überreden!  

Wie ich laufend berichte, ist der SK RAPID seit geraumer Zeit und durch zahlreiche Personen des Präsidiums oder Kuratoriums an vehementer Medienarbeit, der zu Folge der Öffentlichkeit mitgeteilt ist, man sei drauf und dran, das Hanappi-Stadion entschieden zu vergrößern oder überhaupt einen Neubau anzustrengen.


WIe konkret diese Pläne sein müssen, hat RAPID-Präsident Rudolf EDLINGER persönlich ersichtlich gemacht: Wäre die Banken- und Finanzkrise nicht unvermutet störend dazwischen geraten, hätte es bereits heuer einen definitive Ausbau-Entscheidung gegeben, so der Präsident und Ex-Finanzminister der Republik zuletzt sinngemäß! Von all dem soll nun aber im Wiener Stadtsenat rein gar bekannt sein, ließ dagegen SPÖ-Sportstadtrat Christian OXONITSCH sensationell wissen. Von Ausbauplänen des Hanappi-Stadions habe Wien "keine Kenntnis", so im Mai des Jahres in Beantwortung einer Anfrage, die ich dazu in der Bezirksvertretung eingebracht hatte.

Dass in ganz Hütteldorf seither zu diesen Plänen von RAPID  bzw. der vorgeblichen Komplett-Ahnungslosigkeiten in Wiens SPÖ-Stadtregierung Alarmstimmung ausgebrochen ist, braucht in Penzing und Hütteldorf natürlich nicht näher erläutert zu werden, - ich wurde vielfach um Aufklärung und Information gebeten, und zwar zum Beispiel von Personen, die durch "Grafittis"  im weiten Umfeld des Stadions laufend an ihrem Eigentum geschädigt werden und daher mit besonderer Sensibilität die beabsichtigte Erweiterung des Stadions fürchten! Ich reichte also den sehr berechtigten Wunsch an SPÖ-Bezirksvorsteherin Andrea KALCHBRENNER weiter, die - man schrieb April 2009 - ein Mitglied des RAPID-Präsidiums in die zuständige Kommission für Bezirksentwicklung am 1. September einlud! Für dortiges Erscheinen zeigte sich jedoch der angekündigte „Generalmanager“ des Vereins, Herr Werner KUHN, ganz kurzfristig verhindert. Die offizielle Erklärung (aus dem Sitzungsprotokoll):

„1) Ladung von Hrn. Generalmanager Kuhn als Vertreter des SK Rapid
Herr Kuhn lässt sich auf Grund der aktuellen Ereignisse durch das Erreichen der Euro-League entschuldigen. Er wird zur nächsten Sitzung neuerlich geladen.“


Die neuerliche Einladung wurde ausgesprochen, doch auch die nächste Sitzung am 10.November fand wieder ohne RAPID-Beteiligung statt. Herr Kuhn sagte neuerlich ab, offenbar noch kurzfristiger! Mitgeteilt wurde dazu mündlich in etwa, Herr Kuhn wüsste gar nicht, was er mit dem Bezirk besprechen sollte - man wird sehen, wie das diplomatisch im Sitzungsprotokoll ausformuliert sein wird!


Das allerdings ist nun endgültig ein schweres Foul des RAPID-Präsidiums am Penzinger Bezirksparlament bzw. eher natürlich an der Bevölkerung Penzings, deren Anliegen dort politisch vertreten werden! Allerdings wird das RAPID - Präsidium  diese unsportliche Ruppigkeit seines „Generalmanagers“ früher oder später als öffentlichkeitswirksames Eigentor erkennen müssen, hat man doch damit in der brisanten Sache die Wiener SPÖ in Zugzwang gebracht! Denn die Kommission für Bezirksentwicklung hat zwar die selbstgewählte Abseitsstellung RAPIDs vorderhand einmal zur Kenntnis genommen, dafür aber auf meinen Wunsch hin und beschlossen, nun einen Vertreter der Stadt Wien zu den Anliegen  der Wohnbevölkerung rund um St. Hanappi zielführend einzuladen!

Die SPÖ versuchte zwar, dies mit der Begründung abzuwenden, es läge ohnehin schon ein Schreiben des Sportstadtrates aus dem heurigen Mai vor,  demzufolge Wien ja nichts wisse! Immerhin aber verschloss man sich daraufhin nicht meiner Replik, dass ja mittlerweile Wiens Sportstadtrat längst mehr wissen sollte als im verwichenen Mai und dass es wohl ferner irgendwo in Wiens Politik jemand gäben könnte, der nicht nur zu den Ausbauplänen des Hanappi-Stadions endlich einmal Wiens Haltung dazu bekannt machen müsste, sondern auch erklären sollte, warum im weiten Umkreis des Stadions seit Jahr und Tag erhebliche und immer wiederkehrende Besitzstörungen, Sachbeschädigungen durch „Grafittis“ und sonstige Einschränkungen der Wohnbevölkerung als Naturgesetz hingenommen werden sollen, weil sich Wiens Politik damit ebenso wenig zu beschäftigen wünscht wie das Präsidium des SK RAPID! Und dass dies keine Privatsache eines Profi-Fußballklubs sein kann, ist klar: Nach offizieller Darstellung von Stadträtin Grete LASKA, Vorgängerin von Sportstadtrat OXONITSCH, haben Wiens SteuerzahlerInnen für den SK RAPID in den letzten 30 Jahren immerhin 55 (fünfundfünzig) Millionen Euro bezahlen dürfen!


Man wird also sehen, ob für die banalsten Anliegen der Hütteldorfer Wohnbevölkerung irgend jemand mit Lösungskompetenz zu einer diesbezüglichen Sitzung des Penzinger Bezirksparlaments erscheint, - oder ob Wien die Bezirksbevölkerung und das Bezirksparlament ebenso brüskieren wird wie der RAPID-„Generalmanager“, der generell nicht zu sprechen ist!  Aber auch in Penzing gilt: Der Ball ist rund, und genau  so geht es oft in der Politik zu, weiß 

Wolfgang Krisch, 12.11.09

zurück