
links; Gehsteigbreite OHNE Schneelage in der Rettichgasse (in der Form gegen den Beschluss eines Bürgerbeteiligungsverfahrens seit 2001), rechts: Vorderfront des BUWOG-Baues bei Nacht in der Keißlergasse
Beste
Weihnachts- und Neujahrswünsche
…ausgetauscht in der Rettichgasse vor dem BUWOG-Bau!
Als
Montag dieser Woche der 3.Einkaufssamstag vor X-Mas auch
schon wieder einmal vorbei war, führten mich meine
fußläufigen Schritte am morgendlichen Weg in eine
Oberbaumgartner Schule durch die Rettichgasse frontal auf
einen Hütteldorfer Bürger zu!
„Herr Beziiiiirksrat“, schallte es mir
gleich in jenem Ton entgegen, dem ein Anflug wohlwollender
Kritik sprachmelodiös innewohnt, „haum mir zwaa
Schlanken auf dem Gehsteig do schon Platz zum Vorbeigeeh?“
„Aber
ja, doch, verehrter Hütteldorfer!“, konnte ich
im Stil erfolgssicherster PolitikerInnen vortäuschen,
der neuerdings auch um positive Sichtweisen besonders
bemüht ist. „Erstens hat es
seit vorgestern ja schon reichlich viel Schneehaufen
weggetaut! Und zweitens“, man erlaubt mir
manchmal solche Scherze
durchaus, „brauchen
Sie sich nur
linker Hand an diesem Gehsteigparker-Auto anzudrücken,
während ich den Bauch einziehe und zumindest vortäusche,
für sie rechterhand von diesem Restgehsteig in die
angrenzende Dornenhecke auszuweichen. Aber passen sie auf ihre Jacke auf: Der Mödlinger
SUV auf unserem Steiglein ist so dreckig wie breit
!"
abgeschafft werden soll.
Danach hatte der ehemalige SPÖ-Verkehrsstadtrat
Rudi Schicker
mir gegenüber eine Zuführung des Beschlusses zu seiner Umsetzung
in den nächsten 3-5 Jahren schriftlich in
Aussicht gestellt, und diese Zuführung ist derzeit
wahrscheinlich noch
in ihrer Zuführung begriffen.
(Für Liebhaber solch historisch längerfristigen
Pflanzerein von BürgervertreterInnen in s.g. „Besteiligungsverfahren“:
http://www.wolfgangkrisch.at/Penzing/03Materialien/Buergerbeteiligungsverfahren,Protokolle.htm
)
„So sieht man,
wie die Zeit vergeht und nicht nur wir zwei älter werden“, sagte
ich sodann um gute Stimmung bemüht und schlug vor: “Aber rufen Sie
halt einmal furchtlos in der Bezirksvorstehung an und fragen
Sie …“
„Heeaaansmauauf,
Herr Kriiiiisch!“
, entfuhr es gleich dem Hütteldorfer, um sogleich eine
zweite Beschwerde los zu werden: „Fria hotma do imma
durch den Bau zum Bahnhof Hütteldorf von
da Rettichgasse in die Keißlergasse durchgeh kenna, wenn da
Gehsteig scho verparkt is
! Jetzt ist des Tiarl
von dem Bau g‘schperrt oder es warat zumindast verboten
durchz’geh‘! Wie gibt’s‘n des?“
„Is des der, von dem in der Zeitung steht, dass er
mit’n sein Spezl Karl-Heinz Grasser telefonieren hat
miassn, weu er net gwusst hot, fia wos eam a Baufirma
800.000 € überwiesen hot?“, zeigte der Bürger
erfreulich profunde aktuelle Orientierung.
„Na, sowieso net !!“,
leuchtete das meinem Gesprächspartner ein, wir verabredeten
danach heiter bis wolkig gestimmt, beim nächsten
Morgen-Tratscherl die soziale Ausgewogenheit zum
familienfreundlichzukunftssicheren FAYMANN-PRÖLL Sparpaket
zu beleuchten, sollte uns dann darnach der Sinn oder die
Laune stehen.
Und so strebte ich mit besten Grüßen für schöne
Weihnachten und toi-toi-toi zum Jahreswechsel die
Rettichgasse bergan meinem erwartbaren 49er zu, hatte
ebensolche Wünsche festtagsheiter entgegen genommen und war
insgesamt bei meinem ersten Bürgerkontakt des Werktages
keineswegs unzufrieden!
Wie rasch man jemand, der grade nur Semmeln kaufen will,
simpelste Zusammenhänge der Kommunal- und Bundespolitik in
bloß zarte Erinnerung bringen muss, um die Leute politisch
ajour zu wissen, ist allemal verblüffend, versichert
Wolfgang Krisch, am 15.12.2010,
der hiermit auch allen LeserInnen dieser Zeilen ganz
herzlich schöne Weihnachten und viel Glück im Neuen Jahr
wünscht
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