Neubauruinen Robert-Fuchs-Gasse: Tiefgarage unter Wasser, dafür Quellen im Nachbargarten, Wilder Westen pur, wohin man schaut und auch sonst viel Spaß mit Wiens Verwaltung der gesatzten Bauordnung
Eine„Unwesentliche Abweichung“ von der Bauordnung am 5.10. in Penzing !
Die „gut verwaltete“ Stadt in der Robert-Fuchs-Gasse 29-31 ist diese Woche überprüfbar!

 

 

Wie ich neulich hörte, sei die Stadt Wien „gut verwaltet“, man möge danach einen Punkt machen und brauche nach dem Punkt kein „Gelabber“.

Da folge ich Herrn Bürgermeister gern, mache einen Punkt und trage hier gleich Wesentliches wie folgt bei:

 

In Verwaltung sehr komplexer und diverser Wiener Gesetzesnormen hat die Stadt Wien nämlich in der Robert-Fuchs-Gasse 29-31 (selbst die Adresse ist eigentlich schon Ansichtssache) den Verwaltungsgegenstand eines Bauprojektes seit mindestens 9 Jahren ins Auge gefasst und dort belassen!

 

In diesen 9 Jahren erspross nämlich am Nordwestabhang des Wolfersberges ein Bauprojekt nach Wiener Güte, das – Vergleichsfälle bleiben anderswo diskreter bedeckt – in Penzing zumindest ins Bezirksmuseum eingehen sollte, man wird aber dort einen neuen Raum brauchen.

 

Um einen 135 Millionen- Kredit (damals noch in ÖS), vermutlich vorweg bar von der Raika ausgezahlt, schuf ein Bau- und Projektkünstler drei Wohnhäuser bzw. Neubauruinen dreier Wohnhäuser, die nicht nur den AnrainerInnen ihr Leben vergällen, sondern auch viel mehr mehreren bauführenden Firmen! Die fielen nach einem Konkurs des Bau- und Projektkünstlers selber irgendwie um ihr eigenes, vorweg verbautes Geld um, folgten dem Bau-Künstler ihrerseits in tatsächliche Konkursschicksale und zweifeln nun an manch guter Verwaltung hierzulande irgendwie schon mit gewisser Berechtigung, obwohl jetzt die Ruinen irgendwen anderen gehören, der/die jetzt nicht an seinen guten Ideen zweifeln dürfte.
 

Die AnrainerInnen am Wolfersberg – mittlerweile veritable Spezialisten der guten Wiener Verwaltung – zweifeln allerdings nicht an folgenden Fakten zu ihren Lasten in Folge des 3-Häuser-Baukunst-Projektes:

 

Sollte die Wiener SPÖ in ihrer politischen Verantwortung an der Sache mit der obigen Grob-Punktation des GRÜNEN Bezirksrates zu dem Märchen-Bau hinsichtlich der Detailgenauigkeit meiner Berichterstattung unzufrieden sein, präzisiere ich bei Gelegenheit gerne erschöpfend, sollte man's haben wollen! (Mehrere durch das Bauprojekt phantastisch geschädigte Personen haben mich im heurigen Sommer bei Kirschenkuchen und Kaffee über ihr Schadensausmaß so detailliert einen Nachmittag lang informiert, dass ich jeder Behörde gern nötigen Falls Behördenhilfe anbieten würde, man gönnt sich ja sonst nichts.)
 

Das wird aber natürlich nicht nötig sein, - vermutlich!  

Denn am 5.Oktober – also kommenden Mittwoch -  werden unter dem bewährten Vorsitz des SPÖ-Bezirksrates Direktor Peter URBAN im Penzinger Bauauschuss die drei Sagen-Häuser in der Robert Fuchs wieder einmal auf der Tagesordnung von Beratungen stehen.

 

Gemäß § 69 der Wiener Bauordnung (= unwesentliche Abweichung von den Bebauungsbestimmungen) ist da eine Stellungnahme des Bezirkes zum unwesentlich Abgewichenen in der Robert Fuchs-Gasse 29-31 beantragt, -  das Antragsrecht steht natürlich auch allen Scherzbolden der gehobenen Bau- und Finanzkünste jederzeit offen.

 

Ich hab mir schon ein Musterkrawatte zur Teilnahme an der Sitzung des Bauauschusses zurecht gelegt und werde erscheinen, obwohl ich dort nicht stimmberechtigt bin.

 

Ich muss aber einfach dabei sein, wenn Wiens Verwaltung ihr Gutes schlüssig beweist und auch von allen Penzinger Fraktionen dazu nichts Sonstiges einstimmig beschlossen werden wird, als die 3 Häuser in der Robert-Fuchs-Gasse selbstverständlich mit Verve abtragen zu lassen!

Der Wiener Stadtsenat wird sich sodann – beraten durch die Wiener Bauoberbehörde – diesem reiflich erwogenen Beschluss gewisslich anschließen, ob vor oder nach dem Wahlsonntag ist völlig wurscht!

 

Andernfalls würde ich bei (hoffentlich wieder bei so prächtigem Kuchen) AnrainerInnen – ganz ohne eigenes Studium in Juristerei – gerne behilflich sein, den Begriff der Amthaftung endlich ins Auge zu fassen und auf den Punkt zu bringen, auf ein paar Jahre Individualverwaltungshilfe kommt es Wiener BürgerInnen heute ja wirklich nicht mehr an, schlanke  Rechtsschutzverträge hat ohnehin schon jede/r.

Schließlich hilft man gern, damit die Stadtverwaltung auch ganz gut funktioniert. Punkt ohne Gelabber!

 

Wolfgang Krisch, 1.10.2005

 


 


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