Schrägparkordnung
gegen die Stimmen der GRÜNEN - und nun Gehsteigsperren, weil die
Schrägparkordnung den Verkehr behindert ?
SCA: Werden für die “über 1.000 Gratisparkplätze“ jetzt auch noch
Gehsteige gesperrt ?
Wie man als Unternehmer mit Hilfe der SPÖ zu Parkraum auf
Gehsteigen kommen kann…
Als sich vor wenigen Jahren der Betreiber des Shopping-Center-Auhofs, Herr Peter SCHAIDER, von der Penzinger Verkehrskommission eine weit gehende Schrägparkordnung vor seinem Einkaufszentrum wünschte – das Zentrum war wieder einmal nicht im Einklang mit betriebseigenem Parkraum gewachsen - stimmte ich dagegen. Neben Sicherheitsbedenken äußerte ich auch grundsätzliche: Parkraum für gut gehende Betriebe müssten auf eigenem Betriebsgelände und nicht auf öffentlichem Grund geschaffen werden. Mit gleichem Recht könnte man sich ja auch zu eigenem Gewinn z.B. Tennisplätze auf Straßengrund wünschen, für die dann auch SteuerzahlerInnen aufkommen könnten!
SPÖ und ÖVP, soweit erinnerlich auch die FPÖ, setzen die Schrägparkordnung
dennoch durch, die Markierung der Parkordnung bezahlte damals großzügig die SCA
! Wonach das Einkaufszentrum neuerlich wuchs, - und neuerlich keineswegs im
Einklang mit dem verfügbaren Parkraum! Konkret also: Es hapert mittlerweile
schon wieder an Parkplätzen! Und zudem bewirkt die verordnete
Schrägparkordnung, dass oft die verbleibende Fahrbahnbreite nicht mehr
ausreicht, um der öffentlichen Buslinie die Durchfahrt zu erlauben! (Was die SCA
nicht hindert, wörtlich so in Inseraten zu werben: „
… Die über 1.000 Gratisparkplätze und der bequeme Anfahrtsweg über die
Westausfahrt Wiens lassen Shopping-Stress nicht aufkommen!“
Kenner der Penzinger SPÖ-Parkraumbeschaffungspolitik ahnen da schon, welche
Maßnahme nun gegen jedweden „Shopping-Stress“ wie immer von SCA und SPÖ
angedacht wird ! Selbstverständlich ist nicht daran gedacht, statt der
verkehrsbehindernden Schrägparkordnung wieder die übliche Längsparkordnung zu
akzeptieren, denn da gingen ja 20-30 der "1.000 Gratisparkplätze" verloren.
(Glanzlicht an SPÖ-Sachargumentation: Das Einparken bei Längsparkordnung dauere
länger und würde daher den öffentlichen Linienbus behindern!)
Einziger Lösungsvorschlag der SPÖ somit: “ Vis a vis
des Auhofcenters die Gehsteige
sperren“ (Glanzlicht der SPÖ-Argumentation dabei: „
Durt geht ja wirklich niemand!“)
Auf meinen Widerspruch gegen die Maßnahme (auch ÖVP und FPÖ waren ebenso wenig
zu begeistern wie einige Magistratsdienststellen) vertagte man eine Entscheidung
für demnächst (30.6.), protokollierte keineswegs meine klare Argumentation für
eine nötige Längsparkordnung, sondern nur die SPÖ-Ansicht, dass es „aber
sinnvoll wäre, diese Maßnahme zu setzen, da der Linienbus immer wieder durch
falsch parkende PKW’S an der Einhaltung des Fahrplanes gehindert wird“
und „ daher wird die Benützung dieser
Autobuslinie für die BürgerInnen Immer unattraktiver und widerspricht den
Grundsätzen des Öffentlichen Verkehrs“.
Diese Protokollierung wurde von mir prompt beeinsprucht - vielleicht schreibt
die SPÖ hinkünftig doch Protokolle nach dem, was verhandelt wurde, und nicht
bloß entsprechend der Wünsche der eigenen Klientel ! Ansonsten aber wird man
sehen, ob der SPÖ für das Funktionieren einer Buslinie mehr einfällt, als „Gehsteige
zu sperren“!
An konstruktiven GRÜNEN Beiträgen wird es in der Sitzung am 30.6. wie
immer nicht mangeln, klar ist aber eins: Gehsteige müssen auch in Penzing, dem
Wilden Westens Wiens, von der SPÖ endlich bloß als das verstanden werden, was
sie sind! Nämlich nur Gehsteige! Und Gehsteige sind nun einmal zum Gehen
da und nicht zum Fahren ! Und das entspricht haargenau den Grundsätzen der
Wiener Verkehrsleitlinien!
Wolfgang Krisch, 28.6.04
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