
Provisorische
Fotomontage - für demnächst aber ganz real in etwa so auch nötig!
SCA-Ausbau Richtung Ortskern Hadersdorf längst voll in Gang
!
Zuletzt
nun neue
Nutzungen -
und zauberhaftes Verkehrsgutachten
bescheinigt
deutliche Verkehrsentlastung und beste Leistungsreserven
!
Wie tout Hadersdorf und der gesamte Bezirkswesten seit geraumer Zeit schon
divers enerviert bemerkt, „wuchert“
das SCA nun dezidiert in Richtung Hadersdorf/Ortskern, - und die Dinge
sind bereits in Bau! („Wucherung“ ist ein bekannter Sager eines längst pensionierten
Senatsrates der Stadt Wien, - während es die die SCA weiterhin rechtlich noch
immer nicht zu einer Flächenwidmung als „Einkaufszentrum“ gebracht hat! Der
Ausbau des weit über 100 Shop großen „Centers“ funktioniert einfach über
Grundstückskäufe im Umkreis, - man nennt sowas „Macht
des Faktischen“, könnte es aber auch anders nennen. Diesmal hat der
Center-Betreiber einfach eine vorgesorgte „Kaufoption“
für die riesige MAN-Liegenschaft an der B1, Badgasse –
Albert-Schweitzer-Gasse wirksam werden lassen (ich hatte davon berichtet!)
Etlichen dazu bei mir nachfragenden BürgerInnen vorallem aus Hadersdorf,
Weidlingau aber auch weit darüber hinaus, konnte ich nun von folgenden, nicht
unwichtigen, Neuigkeiten berichten:
Plötzlich
neue Nutzungen für das halbe Areal!
Was da in Bau ist bzw. baureif
gemacht wird (ein Bisserle an Altlasten und Umweltverschmutzung von irgendwem
konnten dabei auch gleich saniert werden) ist nur mehr zur Hälfte das zuletzt
Angekündigte!
Die Filiale der Firma Hofer (ALDI Süd) übersiedelt
wie gehabt vom Platz gegenüber quer über die Riesenkreuzung mit der B1 ! Wem
sie dabei in der Albert Schweitzer Gasse Platz macht, weiß offiziell noch
niemand! Der SCA-Betreiber sprach zuletzt zu meinem Entzücken nonchalant von
nicht näher genannter „Verwendung“ (!) der
Liegenschaft durch „unser Einkaufszentrum“.
Tatsächlich realisiert wird auch ein nicht näher genannter Kfz-Betrieb
(ob von Ferrari oder einem eher üblicher Kfz-Auspuff- resp.
Schnell-Service-Betrieb, wird sich ja zeigen!) Der soll nördlich neben
Hofer an der Albert-Schweitzer-Gasse zu liegen kommen!
Neu – hoch überraschend – ist allerdings der Wegfall eines angekündigten Dänischen
Bettenlagers sowie eines Luster-und Leuchtenhändlers! (Einkaufszentren bzw.
Nicht- Einkaufszentren werden ja – das konnte auch ich noch lernen –
mittlerweile so erweitert, dass man einfach viel Grund kauft und dann mit großer
Mühe sucht, wer dort für Segnungen des Grundeigentümers Handel treiben will!)
Aktuell gefunden ist jedenfalls nun ein „Gartencenter“
(Aus Purkersdorf und Wien-Umgebung gibt es natürlich breite Zielgruppen!) sowie
– ganz tatsächlich und wirklich - wieder einmal: Ein Hotel
für gerade einmal 200 Betten, von dem
ich sicher bin, dass es mit seiner Ideal-Ruhelage zwischen Wienerwald und
Lainzer Tiergarten für alle FernfahrerInnen bestens zu bewerben sein wird!
Diesen bisher letztgenannten sympathischen Nutzungsmix weist jedenfalls die
Verkehrsuntersuchung für das Areal aus!
Ganz
zauberhafte verkehrstechnische Untersuchung!
Seit Feber 2008 ist nämlich eine verkehrstechnische
Untersuchung für die SCA-Erweiterung fertiggestellt, die im heurigen Frühjahr
mehrfach die Penzinger Verkehrskommission beschäftigt hat. Diese durfte
sich zuletzt gar zwischen zwei möglichen Varianten zu Details der anstehenden
neuen Verkehrsorganisation (einstimmig) entscheiden.
Derartige Verkehrsgutachten – das ist nicht unwichtig – werden im Auftrag des Bauwerbers erstellt und bezahlt und von
der Wiener Verwaltung sodann auf Schlüssigkeit und Umsetzbarkeit geprüft!
Sie werden natürlich nach state of art erarbeitet, der Aufwand ist enorm, -
aber immer geht sich das jeweilige Bauprojekt irgendwie sowieso stets aus.
Der Verkehrskommission der Bezirke werden derartige Gutachten „vorgestellt“ oder „berichtet“
(der/die ErstellerIn oder der Vorsitzende der Verkehrskommission referiert mit
oder ohne Visualisierung, Unterlagen u.dgl). Die BezirksrätInnen können danach
ad hoc Fragen stellen, erhalten Antworten, manchmal überlegen die Fraktionen
bis zu einer nächsten Sitzung, - vor allem dann, wenn etwas zu bedenken ist und
länger überlegt werden soll.
BezirksrätInnen dürfen auch vorab und hinterher Sitzungsunterlagen ausführlich
einsehen, - und das habe ich jetzt ganz ressortunzuständig getan!
Ich wurde nämlich persönlich um meine Einschätzung gebeten, obwohl ich der
Verkehrskommission schon lang nicht mehr angehöre!
Somit
hier nur wenige meiner Einsichten zu der sehr anschaulichen, gut leserlichen
Untersuchung, natürlich nur auszugsweise:
1.
Gleich einmal vorweg: Wie ein Verkehrsgutachten erstellt werden kann, das
hinterher (oder zwischendurch) auf plötzlich neue Verkehrserreger (neue Nutzer
der Liegenschaft) adaptiert werden muss, brauche ich ja zum Glück nicht zu
wissen!
Jedenfalls sind folgende Zuwächse an täglichen Fahrten zu den vier
neuen Betrieben ausgewiesen. Für
Hofer präzise
1000 Fahrten täglich, für
den „Kfz-Betrieb“
exakt 933 Fahrten, für das Gartencenter
ebenso exakt 1077 und für
das Hotel punktgenaue 192, denen der Wegfall von einer unbekannten Zahl von
Fahrten durch die bisherige Nutzung entgegensteht. (Zusammenzählen mag ich das
aber nicht, - ich will mir so große Zahlen im Verkehrsfall wirklich nicht
summieren müssen!)
Gut ausgewiesen ist ferner, dass sehr penible Zählungen der bestehenden
Verkehrsdichten auf allen möglichen Zufahrten
- aufgesplittet auf alle Spuren der Verkehrsflächen -
unternommen wurden.
Für die hoch neuralgische Kreuzung Hauptstraße
-
Badgasse samt der 16t -
Gewichtsbeschränkung (wir sind damit im Hadersdorfer Ortskern und in einer
Tempo 30-Zone) zum Beispiel am Dienstag, dem 27.11.2007 von 6-9.00 Uhr und von
15 – 19.00).
2007 ist aber lang her, wenn die Expansionssache 2010 fertig gestellt sein wird!
(Und dass Wiens Verkehrsplaner von aberwitzigen Wohnbauvorhaben und –
realisierungen an der Wiener Stadtgrenze bis in den weiten Wiener Umraum auch
nur zu wissen brauchen, ist dringend nicht anzunehmen! Und eine gemeinsame
Raumplanung Wien-Niederösterreich gibt es natürlich: Theoretisch!)
2. Bestens untersucht wurden somit die Planfälle „0“
(=derzeitiger Bestand), „1“
(=bloße HOFER-Filialen-Übersiedlung) und „2“ (= die „gewerbliche Nutzung Areal MAN“, also das, was jetzt
in Bau ist).
Resümee in Kürze: Derzeit -
und jetzt aufgepasst- schaut es verkehrlich gar nicht schlecht aus , nur
fürchterlich ganz schlecht an der Kreuzung Wientalstraße-
Albert-Schweitzer-Gasse!
Die – seit Jahren um x Millionen schon immer wieder umgebaute und umgeplante
Riesen-Kreuzung und eigentliche Zufahrt in das
„SCA-Nicht-Einkaufszentrum“ ist aktuell zu 93 – 105 % ausgelastet. Sowas heißt
fachsprachlich „starke Überlastung“.
Würde die Kreuzung bei Maximalnutzung des MAN-Areals nach Endausbau im
„bestehenden Schaltprogramm“ benützt, würde sich die Auslastung aber schon
leicht bessern (91% -104 %)!
Das leuchtet natürlich (fast) ein, denn der abgesiedelte MAN-Betrieb hat
Verkehrserregung mitgenommen! Und außerdem wird (natürlich auf rein private
Kosten!) reichlich Neues an Verkehrsorganisation gebaut (neue Straße, Zufahrten
Ampeln usw.)
Grandioser Erfolg aber stellt
sich durch – wohlgemerkt - mehr Verkehrserregung in
Hadersdorf dann ein, wenn dazu auch noch das bestehende „Ampelprogramm adaptiert“
wird! So endet für den mitdenkenden Bezirkspolitiker also ein guter Tag mit
einer wahren Verkehrserleichterung trotz mehr Verkehrserregung fulminant:
Durch das „adaptierte
Ampelprogramm“ und die sonstigen Segnungen wird aus einer
„starken Überlastung“ von 93 % - 105% der Kreuzung ein wonnigliches „ Level of
Service C“, eine Auslastung der Kreuzung von geringfügigen
82%-83
O-Ton im Auszug: Die „Leistungsfähigkeit
des Knotens“ sei in „ allen
Planfällen gewährleistet“. Es seien „ausreichende“ oder sogar „große
Leistungsreserven gegeben“, man
erreiche „
zumindest
überall „Level of Service C“.
Heißt also ganz
einfach gesagt: Durch
maximalen Ausbau des MAN-Areals wird die Leistungsfähigkeit der brisanten
Kreuzung deutlich verbessert! Wie man das das Öffentlichkeit erklärlich
machen könnte, habe ich den Gutachter über E-Mail höflich gefragt, aber nur
Antwort erhalten, dass die Penzinger Verkehrskommission das Gutachten „zustimmend
zur Kenntnis genommen“ hätte und
das Ziviltechnikgesetz zu Verschwiegenheit verpflichtet.
Punktum also und Ende der Debatte: Dass nun also solche gutachterlichen Unterlagen im Auftrag eines Bauwerbers eine
versammelte Verkehrskommission, welche die Ziviltechnik nicht studiert zu haben
braucht, nur einfach zur Kenntnis nehmen kann, wird einsichtig sein. Ebenso
einsichtig wird sein, dass ich das auch natürlich sowieso alles gut glaube,
denn ich bin ein Fan grundsätzlich aller modernen Wunder und finde die
Untersuchung daher ausdrücklich reizend, wunderbar und schlichtweg zauberhaft!
Spätestens ab 2010 - denn dann soll das MAN-Areal schon wieder fix und
fertig verbaut und in Betrieb sein - wird man jedenfalls das
Eintreten bzw. prompte Eingetretensein des SCA-MAN-Verkehrswunders alle
Tage überprüfen können, freut sich – endlich einmal eine gute Nachricht
vermelden zu dürfen – ganz sehr