Wohnhausanlage Salisstraße 5-15: Plötzlich zahlreiche neue Handymasten am Dach
.. aber keine Sanierung des Schimmelbefalls im Gemeindebau!

 

Heftige Klagen über Wiener Wohnen führen neuerlich zahlreiche MieterInnen der Wohnhausanlage Salisstraße 5-15. Dort war im heurigen Frühjahr – ich hatte berichtet -  in zahlreichen Wohnungen als Folge eines Baumangels massiver Schimmelbefall aufgetreten!

Verschimmelte Wände in Wohnräumen in der Salisstraße 5-15


Alles nicht so schlimm, reagierte Wiener Wohnen, es gäbe schlimmere Zustände in Gemeindebauten, eine Sanierung stünde nicht an.


In Folge gelang es einem Ausschuss der Bezirksvertretung übrigens keineswegs, mit einem Vertreter/einer Vertreterin von Wiener Wohnen in Vertretung der BürgerInnen auch nur zu sprechen, - Wiener Wohnen soll nämlich grundsätzlich nicht bereits sein, mit Bezirksvertretungen persönlich in Kontakt zu treten, Einladungen werden prinzipiell nicht angenommen! Man ließ dem Gremium aus Anlass  einer anderen desolaten Wohnhausanlage (Breitenseerstraße 68-74) gerade einmal ausrichten, es bestehe eine „Liste bis 2013“, welche Wohnhausanlagen bis dahin saniert würden, weigerte sich aber in Folge auf neuerliche Anfrage, die Liste der Bezirksvorstehung bekannt zu geben und ließ sich lediglich herab, die wenigen Sanierungsprojekte für das kommende Jahr anzugeben.  ( Das alles wird selbstverständlich in der mittlerweile neu gewählten Bezirksvertretung über mein Betreiben weiter Thema bleiben, denn es kann nicht angehen, dass Wiener Wohnen – das politisch immerhin dem Wiener Wohnbaustadtrat untersteht – den MieterInnen einerseits und ihren politischen MandatarInnen andererseits auch nur die geringsten erwartbaren Informationen auf Dauer vorenthalten will! )

Im Fall der Wohnhausanlage Salisstraße 5-15 entzündet sich allerdings der aktuelle Unmut und Protest an zahlreichen überraschend entdeckten neuen Handymasten auf den Dächern des Hauses. Insgesamt – so berichten Betroffene – sind es mittlerweile 8 (!) Masten, die auf dem hohen Hausdach nur schwer auszumachen sind. Heimlich, still und leise hat Wiener Wohnen nämlich zusätzlich jene Masten auf den Schimmel-Bau montieren lassen, für die durch den derzeitigen Abbruch des benachbarten Baumgartner Altersheims ein neuer Standort gefunden werden musste. Die dort entfernten Maste haben also nunmehr alle auf dem Gemeindebau eine neue Heimat gefunden!

Die MieterInnen wurden selbstverständlich weder befragt noch informiert und protestieren nun heftig! (Selbstverständlich ist Wiener Wohnen natürlich bislang nicht auf die Idee gekommen, die MieterInnen an den Einnahmen durch diese Sendemasten auch zu beteiligen, wenn diese schon unbedingt notwendig sein sollen und nicht zu verhindern sind!)

Ich werde jedenfalls die MieterInnen unterstützen – die Hausherrenmentalität von Wiener Wohnen ist unerträglich!

Wolfgang Krisch, 15.11.2010
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