
Aktuelle Penzinger Schieflagen rund um Steuermittel für Schulerhaltung und
-sanierung?
Warum in
Penzing jetzt Schulerhaltung und – sanierung gefährdet sein soll !
Aus SPÖ-Kreisen heißt es an Schulen zur Zeit, „die GRÜNEN“ seien Schuld, sollte
demnächst „kein Geld“ da
sein!
Zu den schönsten
Erfreulichkeiten eines Lehrerdasein zählt natürlich, wenn man für nötige
Klarheit sorgen kann, - als Lehrer und Bezirksrat gilt das für mich persönlich
derzeit gar in doppelter Funktion!
Warum die GRÜNEN das Bezirksbudget
abgelehnt hätten und es jetzt vielleicht nächstes Jahr
„kein Geld gibt" für Schulerhaltung und –sanierung, erbat
sich dieser Tage aus einer Penzinger Schule jemand telefonisch Auskunft vom
GRÜNEN Bezirksrat Krisch , man wisse davon von höchst kompetenter Stelle im
Bezirk selbst, - das dürfe doch alles nicht wahr sein!
Ist es natürlich eh nicht, konnte ich beruhigend erklären,
obwohl selbstverständlich leicht möglich ist, dass in der nächsten Sitzung
der Penzinger Bezirksvertretung am 10. Dezember das kommende Bezirksbudget
nicht nur von der ÖVP und der FPÖ sondern auch von den GRÜNEN
abgelehnt werden könnte! Und weil in Penzings Bezirksparlament die SPÖ keine
Mehrheit hat, würde dann selbstverständlich etwa folgendes Szenario eintreten:
Der Bezirk stünde ohne gültigen
Budgetbeschluss quasi unter Kuratel der Wiener Zentralverwaltung und würde
nötige Mittel nur in monatlichen Tranchen von der Finanzstadträtin zur Verfügung
gestellt bekommen, - was in Penzing noch nicht da gewesen wäre!
Selbstverständlich aber – Wiens Finanzstadträtin
ist bestens bekannt, wie dringend auch in Penzing Geld für Schulerhaltung und –
sanierung nötig ist –würde dies Wiens SPÖ keinesfalls daran hindern können,
mit erwartbarer Umsicht und Planung Steuermittel für Penzing so frei zu geben,
dass an Penzinger Schulen erwartbarer Betrieb wie auch immer möglich sein wird.
Warum aber trotz Verfolgung dieses guten Zieles in Penzing
GRÜNE möglicherweise dem Bezirksbudget ihre Zustimmung versagen, - so wie dies
ÖVP und FPÖ seit Jahren in Bausch und Bogen tun, ohne dass bisher größter
Schaden für Penzings Schulen durch diese Verweigerung bekannt geworden ist, wäre
gegebenen Falls aber sogar ganz einfach erklärbar!
Die SPÖ will nämlich mit dem kommenden Budgetbeschluss die
SteuerzahlerInnen zur Finanzierung einer neuen
Straße einladen, das heißt, eher ganz
verbindlich verpflichten! Diese ist zur Abwicklung des immer
stärkeren Verkehrs im Bereich Auhof nötig, - und noch nötiger soll dem privaten
Betreiber der SCA beim Kostensparen für die Straße sparen geholfen werden. Und
damit diese Ersparnis für den Einkaufszentrums-Magnaten wirklich gelingt,
besteht die Stadt Wien in weiser Voraussicht seit Jahren darauf, die SCA rein
rechtlich keinesfalls als „Einkaufszentrum“ auszuweisen, obwohl mittlerweile
weit mehr als
„100 Shops“ unter einem Dach boomend
versammelt sind und der Betreiber dieser Versammlung sein
„Auhof-Zentrum“ mit bestem Erfolg als
Einkaufszentrum bewirbt oder durch Politiker bewerben lässt. Damit ersparte er
sich nämlich bei seinen stetigen Erweiterungen seiner "Shopansammlung" im
„Gewerbegebiet“ alle entsprechenden Verkehrsuntersuchungen, die für
Einkaufszentren verpflichtend sind, und kann nun mit gutem Recht erwarten, dass
der Bau einer „öffentlichen Straße“ zu seinem Gewerbegebiet durch die
SteuerzahlerInnen erfolgen muss.
Dass nach derartigen - politisch gänzlich indiskutablen - Vorgängen von mir
keine Zustimmung zu einem Penzinger Budget erfolgt, in dem überall das Geld
fehlt, das anderswo gebraucht werden soll, wird niemand auch nur eine
Sekündlein verwundern können!
Wie viel Geld die SteuerzahlerInnen
übrigens für den Straßenneubau bezahlen sollen, ist dabei bislang völlig unklar!
Zu der jahrelangen Debatte waren ursprüngliche Kosten von 1,5 Millionen Euro
(eineinhalb Millionen Euro) die Rede gewesen, später von 720 000 Euro, danach
von immer weniger, je größer mein Widerspruch war. Zweifellos handelt es sich um
zu viele hundertausend Euro! Wie man hört, ist man aktuell auf Grund der GRÜNEN
Kritik an dem Bauvorhaben derzeit fieberhaft um Einsparungen bemüht – die Straße
soll plötzlich gar in einer abgespeckten Form und weit billiger errichtet
werden, - irgendwie könnte ja der Bevölkerung zu dem Batzen Geld der selbe
Einspruch einfallen wie Bezirksrat Wolfgang Krisch!
Auch hat man zuletzt die „ Shop-BetreiberInnen“ in der SCA zur finanziellen
Beteiligung an der Straßenfinanzierung eingeladen, - angeblich sogar mit gutem
Erfolg. Mit welcher Begründung ist mir eigentlich aber auch keineswegs klar.
Profiteur der dreist abverlangten Riesensteuerspende ist primär der Betreiber
der „Shop-Ansammlung“ ! Seine EinmieterInnen, so fürchte ich, werden in Folge
nach solchen Ausgaben noch weiter beim minderbeschäftigen, schlecht bezahlten
Personal, dem Kundenservice oder sonstwo irgendwie sparen müssen, sofern denen
nicht ihrerseits ein anderer Mäzen die abverlangten Beteiligungskosten generös
aus bloßer Menschenfreundlichkeit ausgleicht, was ich eher nicht erwarte!
Wie auch immer habe ich persönlich ganz verbindlich klar und deutlich
angekündigt, keinem Bezirksbudget zuzustimmen, in dem SteuerzahlerInnen
auch nur 50 Cent zu einem Straßenneubau für die
SCA abverlangt werden soll.
Sollte die SPÖ nunmehr als Folge ihrer üblichen Politik -
„ Gewinne
privatisieren, Verluste sozialisieren“ - nun zum
Penzinger Bezirksbudget schwer in die Bredouille kommen, was erst nach dem
10.Dezember gegebenenfalls klar wäre, mag sie in ihrer Panik vorweg gern von
bösen GRÜNEN erzählen, was sie will und der Tag lang ist!
Die GRÜNEN sind allerdings noch immer keine vollständige Untersektion der SPÖ,
auch wenn das die SPÖ nach wie vor grob verwunderlich findet!
Und dass die GRÜNEN Schulsanierung und – erhaltung ablehnen, glauben ohnehin nur
die allergehorsamsten der anhängigsten SPÖ-LehrerInnen und parteipolitisch gut
bestellten SPÖ-DirektorInnen, - und selbst die nicht einmal wirklich vollzählig,
weiß gänzlich gewiss
Wolfgang Krisch, 1.11.08
Bisherige Texte zu dem Steuergeld-Straßenbaugeschenk an den SCA-Betreiber:
SPÖ beschließt Millionengeschenk aus Steuermitteln für
SCA-Betreiber!
Allein der Grundankauf für einen Straßenneubau im Auhof soll 720 000 € kosten!
12.11.07
Neue Flächenwidmung für das Shopping - Center - Auhof !
...damit SteuerzahlerInnen dem SCA-Betreiber 1,5 Millionen Euro für einen
Straßenneubau schenken dürfen!
9.9.06
SCA-Auhof : Nun noch Erweiterung um ein ganzes „Entertainmentcenter“
…Indoorgolf, Bowling, Billard, Disco - aber wiederum keine Widmung
als Einkaufszentrum nötig!
27.12.04