links: ÖVP-Klage Heute vom 24.1., rechts: Ewiger Gehsteigschwund in der Märzstraße  bzw. seit über 10 Jahren verrückt bestandene, gemeingefährliche Schrägparkordnung, ganz rechts vor den 2 Volksschulen in der Märzstraße, die die ÖVP beibehalten will! Die Fotos stammen aus dem letzten Jahrzehnt - der Missstand wird nun endlich behoben!



Rätselraten über großen ÖVP-Ärger !

ÖVP protestiert gegen endlich benutzbare Gehsteige in der Märzstraße und mehr Schutz für Kinder, z.B. der beiden Volksschulen in der Märzstraße!  Will die ÖVP Verkehrssicherheit und -beruhigung nur in den Villenvierteln ihrer StammwählerInnen ?


Man würde es nicht glauben, könnte man es nicht lesen! Senator Franz E. LERCH , Klubobmann der Penzinger ÖVP  ärgert sich seit zumindest 24.1. des Jahres. Dergleichen Tort  soll vorkommen, wir alles ärgern und ab und an ein wenig über irgendwas. Worüber sich der  ranghohe ÖVP-Politiker und Träger höchster Orden und Würdenzeichen allerdings so erbost zeigt, wäre aber eindeutig ein fettes Ding für die Millionenfrage bei Armin ASSINGERs Quizshow, - und man sollte dazu gleich drei bis fünf zusätzliche Joker erlauben. Und selbst dann bliebe das Geld im Pott!

Herr Lerch ärgert sich nämlich - bitte festhalten - gegen entschieden mehr (!) Schutz und Sicherheit im Straßenverkehr für FußgängerInnen, darunter eine Vielzahl von Penzinger Volksschulkindern !Welcher Gasfußteufel dabei den beliebten ÖVP-Familienpolitiker und Parkplatzfindungsvirtuosen geritten haben mag, kann wohl wahrlich kein rationaler Mensch wissen. Ich mutmaße natürlich nur drei mögliche Lösungen des Rätsels:  Entweder hat Herr Lerch keine Ahnung, dass eine seit Jahren in der Märzstraße vielfach völlig verrückte Schrägparkordnung, z.B. zwischen den Toren zweier Volksschulen (Märzstraße 178 und 180) und dem Matznerpark in einer stark frequentierten Straße Kinder, die zwischen den schräggeparkten Kübeln selbst vorsichtig - für AutolenkerInnen nicht erkennbar - mit ihrem ersten Schritt zwischen zwei geparkten Autos mitten auf die Fahrbahn in Lebensgefahr bringt! Und dass ferner Gehsteige, die bis an die Hausmauer durchs Schrägparken tagaus-tagein verstellt sind, für FußgängerInnen, darunter Muttis&Papas mit Kinderwägen unbenützbar sind! Oder Herrn Lerch wäre  - das wage ich ja gar nicht zu Ende zu denken - diese komplexe Überlegung noch nicht untergekommen, weil er mit der Parkplatzsuche soviel wichtige Zeit für verkehrspolitische Gedankentiefe verlieren muss!

Herr Lerch nimmt aber an und an wahrlich und persönlich in der Penzinger Verkehrskommission Platz und beteiligt sich häufig an der Diskussion, die im Fall der nötigen neuen Parkordnung in der Märzstraße seit etlichen Jahren laufend gut abgeführt ist. Und dabei meldet er sich wenigstens verlässlich dann, wenn er als Schutzpatron des Schrägeparkens mit dem Feuerschwert des heiligen Autolenkers von Parkplatzraub, Abzocke und sonstwas stets heftigen Anlass über das Leid der AutofahrerInnen zu räsonieren findet! Daher hatte ich bisher angenommen, Herr Lerch würde der Thematik auch über die Schräg/Überallparkplatzsuche hinaus rational verfolgen können und somit wissen, wie gefährlich das Schrägparken auf Gehsteigen und vor Schulen für Kinder und FußgängerInnen ist! Warum hat Senator Lerch aber dann, wem dem nicht so wäre, seinen Penzinger Parteiobmann, Stadtrat Mag. Wolfgang GERSTL, ehemals Wiener ÖVP Verkehrssprecher, nicht gefragt?

Allerletzte logische Denkmöglichkeit : Verkehrsberuhigung und Verkehrssicherheit muss nur in den Nobelvierteln des Bezirks (Wolfersberg, Bierhäuselberg etc.) sein, wo die ÖVP-WählerInnen wohnen  und die Penzinger ÖVP daher laufend &lautstark weniger Autos und weniger Verkehr fordert!  Sollte in den ärmeren Regionen Penzings (Märzstraße z.B.), wo seit jeher selten Menschen auf die Idee kommen, die Penzinger ÖVP zu wählen, Verkehrsberuhigung und Verkehrssicherheit der ÖVP wurscht sein? Und sind daher dort unbenützbare Gehsteige weniger wichtig als eine gemeingefährliche Parkordnung?

Ich hoffe jedenfalls auf transparente Aufklärung durch Herrn Senator, dessen Ärger mit seinem bekannt gemachten politisches Motto" (" Zuerst kommt der Mensch, dann der Bezirk, dann die Partei") bzw. seinem "Lebensmotto" ("Der Mensch wird am Du zum Ich") irgendwie kaum in Einklang zu bringen ist. Ich vermute daher bis auf Weiteres natürlich, dass der Penzinger ÖVP, unserer bewährten Familienpartei an und für sich, nur eine wohl missgünstige Zeitungsredaktion übel mitgespielt hat! Man wird Herrn Lerchens Ärger ganz falsch verstanden und schlecht verlautbart haben! Andernfalls wäre wenigstens zu hoffen, dass die Bezirksschwarzen ihren kruden Ärger über mehr Sicherheit für Kinder und andere FußgängerInnen ein wenig einkriegen! Und sich vielleicht eine Denkpause nehmen! Und zwar fürs Schwungholen zum Rationalen in der ÖVP-Verkehrspolitik, sofern es das geben sollte! Hoffen darf man ja bekanntlich trotz der ÖVP hierzulande noch immer, vermutet

Wolfgang Krisch, 28.1.2011

P.S.:
Zur kolportierten "Rechtfertigung" (!) "des Bezirkes" - keine Ahnung, wer für den gesamten 14.Wiener Gemeindebezirk als offizielle/r SprecherIn zu Lerchens Befindlichkeitsproblematiken derzeit auserkoren sein könnte - muss natürlich auch meinerseits Stellung bezogen werden, denn ich pflege mich als Penzinger Bezirksrat keineswegs zu rechtfertigen, wenn Sinnvolles - noch dazu nach fast ewiger Befassung und logischer Beschlusslage endlich einmal umgesetzt wird!
Ich darf der Penzinger SPÖ somit zum aufgekeimten Mut gratulieren
, eine seit jeher entsetzlich falsche und von mir natürlich stark kritisierte Schrägparkarkordnung richtig korrigiert zu haben! Allerdings, liebe SPÖ, hätte man auf Nachfrage einer Redaktion selbstverständlich bloß zu sagen brauchen, dass man keine überfahrenen VolksschülerInnen und benützbare Gehsteige möchte, der Bezirk ist halt einmal so eigen! Das verstehen selbstverständlich die SchreiberInnen jedweder "Grätzel-News" vermutlich bestens!

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