Gleich links nahe der Otto-Wagner-Kirche: Stark vernachlässigte Spiegelgrund- Gedenkstätte im Pavillon V

Spiegelgrund-Gedenkraum: Nach jährlicher Medienschelte sagt Stadtrat Mailath -Pokorny 5000 €  zu

.. von einer Finanzierung der fehlenden Ausstattung ist aber weiterhin nicht einmal die Rede!

 

Auch heuer bedurfte es wieder eines medialen Hilferufes des DÖW ( Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes;  www.doew.at ), um den Erhalt des Gedenkstätte für die Kinder vom Spiegelgrund  ( http://www.gedenkstaettesteinhof.at/) für das heurige Jahr zu sichern.
Bislang hatte die Wiener Stadtregierung keinerlei Mittel für die Einrichtung im Otto Wagner- Spital der Stadt Wien, 1145, Baumgartner Höhe 1, Pavillon V ) überwiesen, nach einem KURIER - Bericht dieser Woche soll es nun doch wieder einmal möglich sein.  Die dabei bislang nicht aufzubringende  Summe, die man der SPÖ jährlich nur über öffentliches Getöse abringen kann, beträgt in Gänze 5000 (fünftausend) € !

 

Weiterhin keinerlei Wort verliert die SPÖ auch nur darüber hinaus über die didaktische Ausstattung der Gedenkstätte , der trotz seiner politischen Missachtung laufend von Schulklassen besucht wird, obwohl bislang nur karge Schautafeln über die s. g. „ Euthanasie “ an Kindern stark verbesserungswürdige Eindrücke vermitteln. ( Wirklich beeindruckend sind derzeit nur atemberaubende Vorträge noch lebender Opfer, die sich völlig unbedankt als Zeitzeugen zur Verfügung stellen!) 

Dem GRÜNEN Antrag auf zeitgemäße museale Ausstattung wurde zwar in Penzing und dem Rathaus zugestimmt, - nur umgesetzt wurde er halt einfach nicht!  Auch die Kosten dafür wären lächerlich, weil dazu nötiges Material aus der Zeit im Spital selbst gut verborgen noch vorhanden wäre….

 

Der SPÖ darf geraten werden, für diesen – von GRÜNEN durchgesetzten – wenig geachteten Gedenkraum endlich doch Engagement zu entwickeln. Das bislang fehlende wollen wir nämlich nicht der Ergriffenheit der Wiener SPÖ-Parteigrößen gegenüber stellen, das beim Begräbnis der Spiegelgrund - Opfer erst vor kurzem durchaus glaubhaft schien….! Und wir wollen auch nicht in die Verlegenheit kommen müssen, der SPÖ die Frage zu stellen, ob ihr das Vermächtnis von Rosa JOCHMANN vielleicht doch noch in Erinnerung geblieben sein könnte!

 

Wolfgang Krisch, 29.4.04

P.S. Wofür Wiens SPÖ allerdings gerne Geld ausgibt, ist fast täglich zu sehen. Und der Vergleich macht sicher: Für die Ausarbeitung eines Prater -" Masterplans " zu einer Neuorganisation des Wiener Praters erhielt ein von der SPÖ bestellter "Master" namens MONGON  die stattliche Summe von 1,54 Millionen Euro. Und da Frau Vizebürgermeisterin Grete LASKA im gestrigen Gemeinderat eine Einsicht in den Plan partout nicht genehmigen wollte, bezweifelt die darüber berichtende GRÜNE Mandatarin Cecil GORDON obendrein, dass für die erkleckliche Summe überhaupt etwas abgeliefert wurde.

 

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