Stadt des Kindes: Versperrt und
vernagelt
Wie es aussieht, wenn die SPÖ öffentlichen Grund verkauft und „besondere
Dienstbarkeit für die Öffentlichkeit“ für die Nachnutzung verlangt!
Während die Stadt Wien mit dem Steinhof-Areal schon längst die nächste öffentliche Grünfläche zu einer Privatisierung in Aussicht genommen hat, lässt sich im vergleichbaren Fall der Stadt des Kindes seit Jahren beobachten, welche Folgen es für die Öffentlichkeit hat, wenn die SPÖ das Familiensilber verscherbelt!
Über die Zukunft der Stadt des Kindes liegen seit geraumer Zeit keinerlei Nachrichten vor, - einziges Fakten sind der zunehmende Verfall der Liegenschaft trotz ihrer architektonisch und sozialhistorischen Bedeutung und der neuerliche Wille der Stadt Wien, die Öffentlichkeit aus dem Areal auszusperren, obwohl kein Baubeginn diese Maßnahme rechtfertigen würde.
So hat man also heuer nicht nur den stark
genutzten Sportplatz der Anlage mit einem massiven Bauzaun versperrt sondern
auch die Fenster zum Turnsaal und dem Schwimmbad der Anlage massiv
verplankt.

Versperrt und vernagelt!
So sieht also mittlerweile jene Anlage aus, für deren Nachnutzung die Stadt Wien
in der Ausschreibung „die Prämisse eines ausgeprägt
sozialen Anspruchs oder einer besonderen Dienstbarkeit für die Öffentlichkeit,
besonders für die Bewohner des Quartiers und des Bezirks“ vertraglich
festgeschrieben hatte.
Eine Erklärung oder ein Grund für beide Maßnahmen ist weder bekannt noch ersichtlich, - zu Vandalismus ist es auf der leer stehenden Liegenschaft auch nicht gekommen, womit vor drei Jahren schon einmal eine rigorose Absperrung der öffentlichen Flächen untauglich erklärt worden war.
So sieht also „besondere Dienstbarkeit für
die Öffentlichkeit“ aus, wenn die Stadt Wien wieder einmal öffentlichen Grund
verwirtschaftet.
Wolfgang Krisch, 29.4.06
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