Steinbruchstraße: Plötzlich überall zu wenig Platz für geringste Sicherheitsstandards auf Gehsteig und Fahrbahn

 

Aberwitz an der Bezirksgrenze – nagelneu gebaut !
Nach Wohnhausneubau an der Steinbruchstraße nun neugebauter Substandard-Gehsteig und plötzliches Verschwinden einer Radspur im Nichts!


Die Kommune Schilda muss neuerdings eine Filiale in Ottakring eröffnet haben, - und Wiens Baubehörde kann dabei nur fest geholfen oder noch fester geschlafen haben!

Im Zuge des Neubaus einer raumgreifenden Wohnhausanlage („Dachterrassenwohnungen und Atriumsreihenhäuser im Eigentum“) auf Ottakringer Seite der Steinbruchstraße - der andere Gehsteig ist Penzinger Hoheitsgebiet - ist folgende Baudurchführung ziemlich beispiellos gelungen und kann seither live bestaunt werden:


1. Die in Fertigstellung begriffene Wohnhausanlage hat eine hübsch breite Fläche vor die Fassade bekommen, die im nächsten Frühjahr zur Grünfläche werden soll, was hoch begrüßenswert erschiene, wäre

2.
  der neu errichtete Gehsteig mangels zusätzlicher Erdoberfläche dadurch nicht erheblich zu schmal geraten. Der ließ sich – ein formidables Novum bei der Unterschreitung der Wiener Minimalgehsteigbreite im Neubaufalle  – nur auf 180 cm Breite gestalten, und obendrein nur so, dass er zu einem schlechten Teil

3.
    auf bisheriger Fahrbahnfläche in der Steinbruchstraße angelegt wurde. Dadurch aber musste auf der Fahrbahn – ein Unglück kommt ja selten allein, wenn für irgendein Bauprojekt irgendwas zur Seite rutschen muss –

4.
    die bisher dort ohnehin nur viel zu schmale aber ordentlich markierte Radspur für das Radfahren gegen die Einbahn überbaut werden, sodass die Radspur nun auf Länge des neuen Gehsteiges - schwuppdiwupp - verschwunden ist, - davor und danach aber aus dem Nichts auftaucht oder weiterführt!
 

Zusammenfassung der - im wahrsten Sinne des Wortes - eindeutigen Verrücktheit:

Der neu gebaute Gehsteig ist skandalös zu schmal und damit Substandard sogar nach der unzureichenden Wiener Norm!
Für das dort eingerichtete und dringend notwendige Radfahren gegen die Einbahn ist die Radspur über etliche Meter verschwunden.
Wollte man diese irgendwie neu markieren, - bliebe nicht der geringste Platz, um das mindeste Ausmaß an Sicherheit zu gewährleisten! RadfahrerInnen und KfZ begegnen dort einander hinkünftig frontal aufeinander zu - ohne Chance auf nötigen Sicherheitsabstand! 

Sollte im Übrigen jemand auf die Idee kommen, irgendwo auf Penzinger Südseite der Steinbruchstraße ausgleichshalber zu Lasten des Penzinger Gehsteigs die in Ottakring für FußgängerInnen und RadfahrerInnen verloren gegangenen Flächen auffinden zu wollen, darf gleich vorweg hier festgehalten sein: Auch dieser Gehsteig entlang der Planke der Sportanlage SLOVAN HAC ist seit jeher zu schmal, - er ist aber wenigstens in dieser Breite nicht neuerdings so glänzend schmal neu gebaut worden!

Auch nicht zu breiter Gehsteig auf Penzinger Seite der Steinbruchstraße


Mein rascher Tipp daher an Ottakring als dort häufig fußläufiger Wiener Bürger
, politisch natürlich gänzlich unzuständig, weil ja Bezirksgrenzen in Wiens "dezentraler Verwaltung" strenger gehütet werden als doppelt versperrte Zäune öffentlicher Wiener Kleingartenanlagen!

1.Den Neubaugehsteig bitte gänzlich abreißen und
2.auf leider zu verschmälernden Grünflächen vor der Wohnhausanlage breiter neu errichten, danach
3. die Radspur wieder ordnungsgemäß markieren, um den dort ohnehin schon geringsten  Sicherheitsstandard wieder herzustellen!

Andernfalls würde nämlich in Schadensfällen ganz eindeutig Amtshaftung schlagend werden, die jene Dienststellen treffen müsste, welche eine derartige Bauabwicklung genehmigen oder nicht verhindern wollten, woran gegebenenfalls verlässlich erinnern wird

Wolfgang Krisch, 31.10.08
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