Gestern Stationshalt in der Station Schönbrunn misslungen - heute Evakuierung wegen einer glosenden Garnitur!

U4-Horror: Schon viel Glück für heiles Ankommen nötig?
Nach dauernden Verspätungen, Ausfällen und dem Fahrplanchaos jetzt gar ein missglückter Stations-Halt gestern, eine Evakuierung heute…
 

Die seit Monaten bestehenden Probleme mit den völlig veralteten, defektanfälligen und offenbar zu gering gewarteten Garnituren der U4 dürften noch weit schlimmer sein, als die längst üblichen Verspätungen, Störungen und Zugausfälle haben bisher erkennen lassen !

Zahlende Fahrgäste der Wiener Linien, die laufend über schlechten Betrieb der wichtigen U4 klagen, tragen die Misere zwar längst eher mit jener bewundernswerten Engelsgeduld, die im öffentlichen Verkehrs Wiens und der Ostregion Fahrgästen bei ständig steigenden Tarifen zunehmend abverlangt wird, - sind aber wenigsten noch nach besonders groben Missständen bereit, zumindest GRÜNEN MandatarInnen umgehend zu berichten.

Unglaublichster Vorfall diesbezüglich, von dem mich heute ein Penzinger in Kenntnis setzte, betraf dessen Fahrt mit einer U4-Garnitur von Hütteldorf stadteinwärts am gestrigen Sonntag gegen Mittag:  
In offensichtlicher Folge eines technischen Defekts - so seine völlig glaubwürdige Darstellung – schaffte der Zugsführer in der Station Schönbrunn keinen Halt (!) im Stationsbereich, - die Garnitur schoss darüber hinaus, kam unter lauten Geräuschen auf offener Strecke unplanmäßig zum Stehen, und schaffte es schließlich ruckweise nach mehrfachem Vorsetzen unter weiter entsetzlichem Getöse, das einen mechanischen Defekt erkennbar machte, mühsam bis in die Station Meidling.  Dort durften immerhin nicht nur alle Fahrgäste aussteigen, sondern endlich auch jene, die eigentlich gern längst in Schönbrunn ausgestiegen wären, hätte der Zug dort einen Halt geschafft….

Da war im Vergleich dazu das Defekt-Highlight des heutigen Tages schon fast beruhigend: Da musste am Nachmittag die Station Schwedenplatz wegen Brandgefahr evakuiert werden. Durch einen – „elektrischen Defekt im Schaltwerk“ einer U4-Garnitur war es zu „starker Rauchentwicklung“ gekommen, der Wagen wurde „eingezogen“. Und die glosende Garnitur wenigsten brav exakt in der Station zu rauchen begonnen hatte, kam auch niemand zu Schaden, - auch Wiens Feuerwehr ist mit ihrer U4-Klientel scheinbar auch schon in größter Routine bestens vertraut!

Dergleichen erhebliche Vorfälle scheinen den Schluss nahe zu legen, dass Fahrgäste der U4 mittlerweile offenbar schon reichlich Glück brauchen, um nicht einmal mehr nur pünktlich, sondern grundsätzlich auch möglichst schadlos zu einem Reiseziel zu gelangen!

Die Wiener Linien und die SPÖ-Stadtregierung sind dringend aufgefordert, die Sicherheit der Fahrgäste und den verlässlichen Betrieb des Verkehrsmittels raschest wieder herzustellen, - derartige Zustände, die seit Monaten bestehen, sind untragbar, alle gehabten Ausreden längst lachhaft erschöpft.

Ich werde jedenfalls darauf drängen, dass die gewaltigen Probleme der U4, welche Penzinger BürgerInnen ganz besonders betrifft, ehestens in einem Gremium der Bezirksvertretung ausführlich zur Sprache kommen und die Wiener Linien die Penzinger MandatarInnen endlich einmal transparent informieren! Von Ergebnissen wird umgehend berichten

Wolfgang Krisch, 30.10.06

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