
Umweltskandal
im Biosphärenpark !
Illegales
Deponieren von Bauschutt
im ÖBF-Wald!
Und
dabei ist Wiens Umweltschutzbehörde seit Wochen informiert
!
Auf Flächen im Einzugsbereich des Hainbaches an der
Sophienalpenstraße fielen schon im August Anrainern ungeklärte
Bauarbeiten mit schweren Gerät auf, zu denen sich besorgte
Bürger beim Grundstückseigentümer – den Österreichischen
Bundesforste (ÖBF) – schlau machten. Man habe, so die
damalige kryptische Auskunft von Seiten der ÖBF, Flächen
an eine Firma vermietet,
wozu ein zuständiger Förster versicherte, es werde
dort kein Asphaltbruch deponiert, dies sei ökologisch
unverträglich. Die Firma selbst ist namentlich bekannt.
Ich habe damals unverzüglich
die zuständige Magistratsabteilung (MA 22) informiert und
um Überprüfung ersucht. Von dort hieß es telefonisch in
einer ersten Reaktion, das „sehe nach einer
illegalen Deponie aus“ , man werde sich die Sache
„natürlich ansehen“.
Was immer man sich seither
angesehen haben mag, - an den seltsamen Aktivitäten hat
sich nichts geändert! Ganz
im Gegenteil: In einem von der Straße schwer einsehbaren
Bereich wurde letzten Freitag der Waldboden mit dem Bagger
abgegraben und auf gut 200 m² Betonbruch aufgebracht, der
nach Recherchen der Anrainer von einem Senkgrubenabbruch
stammen soll. Und weil am Freitag bis Dienstschluss des
Baggerfahrers die Baurestmassen nicht mehr mit Erdreich
bedeckt werden konnten, wie dies üblicher Weise in solchen
Fällen rasch geschieht, konnten die Anrainer diesmal
rechtzeitig Fotos schießen und sie mir übermitteln.
Womit sich folgende Fragen
stellen: Wer ist bei den ÖBF für diesen Umweltskandal
verantwortlich und wieso ist er möglich, obwohl die MA 22
von den seltsamen Vorgängen mitten im Biosphärenpark seit
mehr als einem Monat informiert ist ?
Ich habe jedenfalls mit den
neuen Fotos umgehend Wiens Umweltstadträtin Mag. Uli Sima
und die MA 22 konfrontiert und um Aufklärung ersucht. Zu
erwarten ist erstens ein sofortiger Stopp der dubiosen Vorgänge
im Wald und zweitens eine Entfernung der Baurestmassen zu
einer gesetzesgemäßen Deponierung. Der Ansicht der
Anrainer ist jedenfalls nichts hinzuzufügen, von denen mir
jemand so schreibt:
„Somit
wird hier gegen viele Gesetze verstoßen. Keine Bewilligung,
keine Umweltprüfung, keine Zustimmung der Anrainer usw. Nur
eine private Abmache von dem Verantwortlichen bei den ÖBF
und der Baufirma. Freunderlwirtschaft
auf Kosten unsers Waldes (der schreit nicht) und unserer
Lebensqualität.“
Ich werde von dem Fall
weiterhin berichten und in der ersten Sitzung des neu gewählten
Bezirksparlaments eine dementsprechend Anfrage einbringen!
Wolfgang Krisch, 3.10.2010
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