
Links: Winterbetreuung
Penzinger Parks wird wieder einmal angestrengt (Foto aus dem
Ordeltpark 2009) ,
Rechts: Bauverhandlung zum s.g. "Karree
Breitensee" am 11.1. wird Gehsteigbreiten ersichtlich
machen! Flächenwidmung schreibt bloß 200 Zentimeter (Grassigasse,
Matzingergasse) vor!
Raumgreifend ins neue Jahr!
Guter Penzinger
Jahresanfang mit winterlicher Parknutzung und richtigen
Gehsteigbreiten rund um das „Karree Breitensee“?
Keinerlei
Arbeitszeit zu verlieren hat man in Penzings Kommunalpolitik
bestens ab Anfang Jänner, und prototypisch geht es um ein
Hauptaugenmerk der Wiener Stadtpolitik: Um Raum- und
Platzangebot – nicht nur für das AutofahrerInnenwesen!
Also
kann ich – meinem allerbesten Neujahrsvorsatz folgend,
primär das Positive zu erkennen – vorweg somit gleich
Folgendes vermelden:
1.Hinkünftig winterbetreute Parks in Penzing?
Am 11.1. wird der Penzinger Umweltausschuss einen
beispielhaft guten Antrag von Bezirksrätin Brigitte BAYER,
GRÜNE, als bisher einzigen Tagesordnungspunkt verhandeln,
die Penzinger
Parks so in die Winterbetreuung einzubeziehen, dass sie für
FußgängerInnen und sinnvolle winterliche Nutzung auch zur
Verfügung stehen. Das Thema ist alljährlich
Sache (hier
mehr vom letzten Anlauf), man darf für diesmal aber
bestens hoffen!
Das Anliegen steht allein schon deshalb zu einer
überfälligen Realisierung an, weil ja nicht einzusehen
ist, warum FußgängerInnen von ihren gewohnten Fußwegen
durch Penzinger Parks abgehen und oft weite Umwege in Kauf
nehmen müssen, nur weil man sich in Wien bisher in Parks
die Winterbetreuung ersparen will. (Dass Jugendliche im
dichtverbauten Gebiet zu Winterszeiten durch benützbare
Parks zumindest kurzfristig von ihren allgegenwärtigen
Spielkonsolen, DVD-Shooting-Games und dem Rund-um-die
Uhr-dumpf-TV wegzulocken wären, sollte ja immerhin auch
keinen allzu gröberen öffentlichen Nachteil darstellen!)
Kollegin Bayer wurden jedenfalls zu ihrem guten Wunsch
bisher einige Hindernisse angedeutet, - besonders schwere
sollen aus Umweltschutzgründen zu beachten sein, was man
speziell zu unliebsamen GRÜNEN Anträgen gern ins Treffen
führt!
Als langjähriger Kenner der Wiener Verwaltung, insbesondere
der s.g. dezentralen Bezirksverwaltung, vermute ich
natürlich vorab weit eher bloß vorgeschützte
Umweltgefahren. Tatsächlich scheint man den finanziellen
Aufwand zu scheuen, der durch das Schneeschaufeln entstünde
und wohl vom Bezirk zu bezahlen wäre! Ich lasse mich aber
natürlich gerne auch im ökologischer Hinsicht aufklären
und würde hier genauestens berichten, sollte den Penzinger
Parks tatsächlich größere Umweltschäden entstehen,
nähme man sie glattwegs für eine Winterbetreuung in
Aussicht!
Die Sachfrage von hoher allgemeiner Bedeutung wird sich
jedenfalls in allen Aspekten diskutieren lassen, denn der
GRÜNE Antrag wird - neben der Wahl des Ausschussvorsitzes -
die einzige Mühsal des auch mit mir neu formierten
Penzinger Umweltausschusses darstellen, man darf somit
optimistisch auf beste Ergebnisse für die
Bezirksbevölkerung hoffen!
2. Neue Gehsteige von 2 nur Metern Breite am Karree
Breitensee ?
Fernere Mühsal darzustellen scheint mir eine weitere
Verhandlung am 11.1., die für den Bezirk – uns zwar in
zentralster Breitenseer Lage – für lange Zukunft ganz
maßgeblich sein wird. Für das auch überregional bekannt
gewordene Bauprojekt „Karree Breitensee“
(Liegenschaft der ehemaligen Remise Breitensee,
Hütteldorfer Straße 112) ist nämlich gleich zu diesem
Datum jene „mündliche Verhandlung“ der MA
37 anberaumt, die als Anrainergehör im ordentlichen
Bauverfahren obligat ist.
Die
Bürgerinitiative „Aktion Lebenswertes Breitensee“
rügt das Datum zwar ein wenig als „Schelmenstreich der
Magistratsabteilung“, weil man den Termin „knapp vor Weihnachten“ bekannt
gemacht und „knapp nach Ferienende, wenn alle wieder
arbeiten gehen“, so realisiert, dass die Einsicht
in die Pläne „nur an
Dienstagen und Donnerstagen Vormittag möglich sind –
einer davon ein Feiertag“, und für arbeitende
Menschen daher kaum zu nutzen ist. Man fragt bisher
unbeantwortet, „warum das so gemacht wird“
und meint, es könne sich selbst jeder „einen Reim drauf machen“.
Viele der Anrainer – deren Namensliste ist 5 Seiten lang
– werden jedenfalls nicht Einschau gehalten haben können,
das hält die Zahl der Einwändungen immerhin geringer.
Dafür aber erhöht sich der Zulauf zu einer
sachkundigen Rechtsvertretung, von der die Anrainer derzeit
en masse für die "mündlichen Verhandlung"
Zuflucht suchen. (Als neuerdings Positiv-Denker bin ich
jedenfalls zu dem auffallenden Feiertagsabläufen nicht so
pingelig und vermute als Grund für die erzeugte Terminnot
natürlich nichts sonst als großen Arbeitseifer der MA37
über Weihnachten und Neujahr die gesamten Feiertage
hindurch!)
Das
Projekt selbst ist nach Mutmaßungen zu Folge der
zugegangenen Einladung zur anberaumten Verhandlung ganz
unverändert geplant, - ich hatte mehrfach darüber kritisch
berichtet (zuletzt: www.wolfgangkrisch.at/Penzing/01Aktuelles,Neuigkeiten/Karree_Breitensee_hohe_Bauhoehe_erklaert,16.10.09.htm
)
Da ich mittlerweile dem Penzinger Bauausschuss nicht mehr
angehöre, will ich mein dennoch gutes Interesse an dem
nunmehr ganz gewöhnlichen Bauprojekt kaum mehr an der
desaströsen Bauhöhe (zwei fünfstöckige Baukörper, einer
vermutlich für hinkünftige Bauhöhen an der Front
Hütteldorfer Straße richtungsweisend ) verschwenden,
welche von der MA 21A (Flächenwidmung) in Penzings
Bezirkspolitik in niedrigerem Ausmaß als mangelhaft
angesehen worden wäre. (O-Ton: Niedrigere Bauhöhen wären „städtebaulich zu bemängeln“!!
Für Breitensee kommen offenbar nur mehr baubereite
Investoren in Frage – fürchtet ich also – die sich an
der Hütteldorfer Straße dem fünfstöckigen Städtebau
verpflichtet fühlen können!)
Mit gutem Sinn für das offenbar immerhin noch(!) leicht
Machbare gilt somit aktuell mein hohes Augenmerk den
geplanten Breiten nur mehr der neu
herzustellenden Gehsteige und Fußwege!
Für die sind nämlich mit gültiger Flächenwidmung (7843)
in der Grassigasse und der Matzingerstraße gerade einmal mindestens
200
Zentimetern Breite festgelegt. Dies
entweder zu Gunsten der Investoren in das Projekt, welchen
so ein bissl mehr an Gewinn ermöglicht wird, weil man mehr
verbauen und verkaufen kann. Oder aber zu Gunsten des
Autoverkehrs, der ja – wie wir alle wissen – mehr Platz für immer
größere Autos sowie bequemeres Fahren und Parken braucht!
Die vorgeplanten 200 Zentimeter-Gehsteigleinbreiten wurden
von Mitgliedern der Bürgerinitiative „Aktion Lebenswertes
Breitensee“ in einem s.g. „Bürgerbeteiligungsverfahren“
sowie von mir in sämtlichen zuständigen Gremien des
Penzinger Bezirksparlaments ausführlich gerügt - eine
zeitgemäße Verbreiterung wurde eingemahnt! Ich habe -
gemeinsam mit zwei weiteren Kolleginnen aus dem GRÜNEN Klub
- mit Hinweis auf diese zu dürftigen Gehsteigbreiten der
für das Projekt geänderten Flächenwidmung (7843) in der
Sitzung der Bezirksvertretung am 21.10.2009 natürlich auch
nicht zugestimmt (Die Flächenwidmung wurde mit den Stimmen
der SPÖ und ÖVP sowie 6 Stimmen der GRÜNEN zur Kenntnis
genommen). Jedenfalls steht es dennoch jedem Bauherr
frei, über diese Mindestbreiten hinaus ausreichend
dimensionierte Gehsteige zu errichten. Auch die
vorgeschriebene neu zu errichtende Gehsteige in Breite von mindestens 3,5 Metern
in der Hütteldorfer Straße halte ich in
Anbetracht der hohen Frequenz an FußgängerInnen vor einem
neuen Riesenbauvorhaben (Wohnbauten und Geschäfte) in der
stark frequentierten Geschäftsstraße für viel zu
dürftig!
Das Projekt wurde natürlich noch lange vor einer
nunmehrigen GRÜNEN Kompetenz in Wiener Planungsfragen
finalisiert, - ich bin dennoch hoch optimistisch, dass für
raumgreifende, komfortable Gehsteige rund um das Projekt
auch noch unter Alleinverantwortlichkeit eines
SPÖ-Stadtrates jedenfalls die nötigen Vorkehrungen
getroffen sind!
Ich werde jedenfalls von den Gehsteigbreiten nicht nur exakt
berichten, sondern nach der Realisierung exakt selbst
nachmessen dürfen, - Details machen ja allemal ersichtlich,
wie die banalsten guten Vorsätzlein der Stadt (diesfalls:
gültige Verkehrsleitlinien) auch verlässlich umgesetzt
werden, weiß mit kühnem Optimismus
Wolfgang
Krisch, 4.1.2011
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