Wolfersberg vom benachbarten Kolberterberg aus gesehen

Wolfersberg-Bierhäuslberg: Kommt Lkw-Fahrverbot nach ÖVP-Idee?


ÖVP-Stadtrat Mag.Wolfgang Gerstl will im Rathaus ÖVP-Verkehrsideen an die Rot-GRÜNE Regierung heran tragen!

 

Nachdem ÖVP-Stadtrat (ohne Portfolio) Mag. Wolfgang Gerstl ganz aktuell angekündigt hat, seine ÖVP-Verkehrsideen an die Rot-Grüne-Regierungsarbeit kooperativ heran tragen zu können, weil die ÖVP natürlich gute Ideen habe, muss ich aus aktuellen persönlichen und sehr privaten Überlegungen etwas Bammel vor nur einem einzigen ÖVP-Vorschlag öffentlich machen:

Herr Mag. Gerstl fordert nämlich nicht nur allüberall „Konzepte“ zur Verkehrsentlastung der Anrainer in den Wohngegenden der ÖVP-Klientel oder -MandatarInnen, sondern verlangte im letzten „Wahlkampf“ ganz konkret auch nachhaltig ein Lkw-Fahrverbot für den Wolfersberg!

Und weil ich nun halt eben ganz persönlich ein bescheidenes trockenes Zimmer als neue Bleibe am Wolfersberg in ungewisse Aussicht genommen habe
*, stelle ich jetzt nämlich erschrocken  fest, dass mir die gut klingende ÖVP-Idee irgendwie schaden müsste!

Wie würde man mir – ich übe zur Zeit schon für das merkantile Hochfest des Jahres ­- meine 3-Meter-Silbertanne vor X-Mas zustellen, wenn der Christbaumhändler meiner Wahl aus den Privatwäldern um Mariazell oder Türnitz nicht mehr zufahrend geliefert werden dürfte?  

Wie – um alles in der Welt – schaffte man mir den mit biofreiem Mais handgefütterten Puter aus seinem glücklichen Kärntner Bauernhof heran, wenn es nach meiner Bestimmung – gefüllt mit Maronen aus der Julius-Meinl-Spezerei-Abteilung am Graben – gefällig den Weihnachtsbraten abzugeben die Vorsehung so gewollt haben wird ? Wer trägt mir dann das karge Fünfeinhalb-Kilo-Trumm den Berg hinauf, wenn Herr Gerstl den Lkw das Liefern verboten haben wird?  

Gut, meinen mittelgewichtigen alljährlich neuen Christbaumschmuckbedarf könnte ich ja allenfalls romantisch mit dem Schlitten die Wolfersberggasse bergan ziehen (lassen), aber – um alles in der Welt – was dann? Wie wäre mir davor schon Ende November der Kran ums Haus gekommen, der mir mein Zimmerchen außen und innen mit den nötigsten weihnachtlichen Lichterketten und Glanz-Schimären nach US-Vorbild umspinnt und Santa Claus auf den Rauchfang wuchtet, wonach Wienstrom anzufahren hat, um mein dafür nötiges Starkstromkabel anzuschließen?  Und wie könnte - auch schrecklich, die Idee -  der aus dem Fernsehen beliebte Coca-Cola Trucker vor meine Türe fahren und parken, um mir für meine  Neujahrsparty die Getränke zuzustellen?

Ich will ja gar nicht daran denken, was tun, wenn mir alle meine hungrigen Kinder das ganze Jahr über mittags telefonisch alltäglich in der Arbeit bestellen ließen, die zum Beispiel gerade empfohlenen Germknödel für ihren guten Mittagstisch seien nur deshalb wieder ein Fraß, weil der Bofrost-Mann fußläufig gekommen sei und die Gefrierkette hatte durchbrechen müssen, nur weil die ÖVP exakt am steilen Wolfersberg die Zustellung durch Lkw streng verboten hat!!!!

An die Heranschaffung meines demnächst zu tauschenden schon sehr unmodern aussehenden Geschirrspülers sowie das Herbeischleppen des mechanischen Equipments meines bewährten Tulpengärtners will ich ja noch weit weniger denken!

Irgendwie hoffe ich jetzt insgeheim vielleicht, die ÖVP-VerkehrsstrategInnen könnten ihre beiden Penzinger Verkehrsideen zu meinem ganz persönlichen Gewinn kombinieren: Wenn es heimlich gelänge (ich lehnte nämlich bislang die Verlängerung der U4 in den Auhof öffentlich als Kapitalunsinn strikt ab) die U4 für mein exklusives und persönlich gewidmetes privates Betriebsgeleise unterirdisch nach Auhof zu verlängern und darauf nur die singuläre Naheversorgungszustellung für meine in Aussicht genommene Nahversorgung am Wolfersberg sicher zu stellen, ließe ich mit mir gleich verschwiegen reden! Ich würde dann mit schwarzer Sonnenbrille und Bart verkleidet auf meinem Lasten-Drahtesel samt Anhänger das Lebensnotwendigste von der Betriebsendstelle im Auhof diskret abholen (lassen), und alles wäre perfekt.

Herrn Mag. Gerstl würde ich diskret und persönlich herzlich danken und zu seinen Ideen gratulieren!

Bis dahin ist aber nicht auszuschließen, dass SPÖ und GRÜNE in der Stadtregierung manch vorgelegte ÖVP-Idee in endlosen guten Open-End-Gesprächen konsensual und kooperativ evaluieren könnten, und dazu hält allseits  die Daumen

Wolfgang Krisch, 8.12.2010
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* aus Datenschutzgründen sind die nachstehend zu lesenden privaten Lebensumstände abgeändert, die richtigen sind der Redaktion bekannt.

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