Das s.g. "Bürgerbeteiligungsverfahren" für ein "Verkehrskonzept Hütteldorf - Kernbereich" war nicht anderes, als ein versuchter Befreiungsschlag der damaligen Wiener Koalitionspartner SPÖ und ÖVP gegen die jahrelangen massiven Proteste Hütteldorfs gegen das P&R - Hütteldorf für über 1000 Pendler - Kfz ! Obwohl den BürgerInnen die Absicht der Stadt Wien klar war, mit dem aufwendigen, extrem teuren Verfahren /2,5 Millionen Schilling !) lediglich das P&R - Projekt durchsetzen zu wollen , das in den Beratungen selbst aber weitgehend ausgespart blieb, darüber hinaus aber erschöpfend beschäftigungstherapiert werden zu sollen, waren die Hoffnungen auf punktuelle Verbesserungen der Verkehrssituation in Hütteldorf sowie das Engagement beträchtlich. Die nachstehenden Protokolle im Volltext zeigen immerhin den Umfang der Arbeit, von der noch nichts umgesetzt ist.
Wolfgang Krisch, 27.3.2002
Verkehrskonzept Kerngebiet Hütteldorf mit Bürgerbeteiligung - Protokolle
Arbeitsgrundsätze
Planungsgebiet
Organisationsstruktur
Projektphasen
Aufgaben der Planungsgruppe
Spielregeln für die
Planungsgruppe
Kurzberichte der Planungstreffen:
1. Planungstreffen vom 7. November 2000
2. Planungstreffen vom 28. November 2000
3. Planungstreffen vom 12. Dezember 2000
4. Planungstreffen vom 9. Jänner 2001
5. Planungstreffen vom 13. Februar 2001
6. Planungstreffen vom 6. März 2001
7. Planungstreffen vom 27. März 2001
8. Planungstreffen vom 24. April 2001
9. Planungstreffen vom 22.Mai 2001
10.Planungstreffen vom 28.Juni 2001
Nähere Information, Kontakte
Der Bezirksteil Hütteldorf in Penzing zeichnet sich durch besondere Probleme im Bereich Verkehrserschließung aus. Insbesondere die örtliche Wohnbevölkerung sieht sich steigenden Belastungen ausgesetzt. Schleichwege durch die Wohngebiete, die Parkplatzsituation im Umfeld der U4-Station Hütteldorf "wildes Park & Ride", neue Bauprojekte, Fuß- und Radwege ins Grüne sind Beispiele für Wünsche und Probleme der Bewohner und Wirtschaftstreibenden aus Hütteldorf.
Die MA 21A beabsichtigt deshalb im Auftrag von Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg und in Absprache mit der Bezirksvorstehung Penzing für Teile Hütteldorfs ein Verkehrskonzept zu erstellen.
Im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahrens werden interessierte Bürger/innen aus dem Planungsgebiet in einer Planungsgruppe mit Fachleuten aus dem Kreis der Zivilingenieure, betroffenen Geschäftsleuten, Vertretern der Bezirkspolitik und der Stadtverwaltung das Bezirksteilverkehrskonzept Hütteldorf entwickelt.
Arbeitsgrundsätze
offen und kommunikativ: Bürgerbeteiligung
nutzerorientiert: Interessensausgleich Anwohner/innen, Betriebe, Initiativen
umsetzungsbezogen: konsensfähiges Verkehrskonzept
Engeres Planungsgebiet:
Bergmillergasse (beide Seiten)
Linzer Straße (einschließlich gerader Orientierungsnummern)
Hugo Breitnerhof (Einbeziehung der Richtung Deutschordenstraße orientierten
Blöcke)
Hackinger Straße
Käthe-Dorsch-Gasse
Hadikgasse bis Brauhausbrücke
Quelle: Trafico
Weiteres Planungsgebiet:
Außerhalb des engeren Planungsgebietes gelegene, aber für das Gebiet relevante
Verkehrserreger werden miteinbezogen.
Organisationsstruktur
Projektleitung:
SR Dipl.- Ing. Klaus Vatter, MA 21 A
Dipl.-Ing. Andreas Käfer, TRAFICO
Dipl.-Ing. Sibylla Zech, stadtland
Mitglieder der Planungsgruppe:
für die Fraktionen der Bezirksvertretung
SPÖ: BR Walter Rietenauer
FPÖ: BV-Stv. Mag. Oliver Drahosch
ÖVP: BR Mag. Wolfgang Gerstl
Die Grünen: BR Elisabeth Holzer
LIF: BR Silvia Hölbl
für den Magistrat der Stadt Wien
SR Dipl.-Ing. Klaus Vatter, MA 21 A
Ing. Rudolf Polan, MA 21 A
Dipl.-Ing. Thomas Madreiter, MA 21 A
Ing. Gerhard Selinger, MA 46
Dipl.-Ing. Thomas Keller, MA 28
für die Bürgerinitiative"Lebenswertes Hütteldorf"
Dipl.-Ing. Dr. Friedrich Kamelreiter
für die Wiener Wirtschaftskammer
Dipl.-Ing. Heinrich Kugler
für die BürgervertreterInnen
Dipl.-Ing. Rudolf Giefing
Hannes Jedliczka
Dkfm. Werner Lang
Dipl.-Ing. Thomas Machacek
Dr. Friedrich Posch
Ingeborg Radoczky
Mag. Gerhard Walzl
für die örtlichen Wirtschaftstreibenden
Rudolf Pobuda
für die Arbeiterkammer Wien
Dipl.-Ing. Christian Pichler
beauftragter Verkehrsplaner
Dipl.-Ing. Andreas Käfer, TRAFICO Verkehrsplanung
Mitarbeiter: Dr. Oswald Thaller
Beauftragte Moderatorin
Dipl.-Ing. Sibylla Zech, stadtland
Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Stefan Klingler
Die Mitglieder der Planungsgruppe sind persönlich nominiert. Eine Vertretung
für Magistratsbedienstete ist nur in Ausnahmefällen möglich.
Ein vorzeitiges Ausscheiden von Mitgliedern erfolgt durch:
schriftlichen Rücktritt oder Abberufung
durch die vertretene Institution. Im Falle des vorzeitigen Ausscheidens eines
Bürgervertreters besteht die Möglichkeit der ersatzweise Teilnahme jener
Person(en), die gemäß Walergebnis im Auswahlverfahren der Bürgervertreter
nächstgereiht waren. Die Einladung wird durch die Projektleitung ausgesprochen.
Die Mitglieder der Planungsgruppe können themen-
und anlassbezogen Vertreter weiterer Dienststellen des Magistrates,
Projektanten, Verkehrsunternehmen und sonstige Experten nach Einigung in der
Planungsgruppe hinzuziehen. Diese sind keine persönlich nominierten Mitglieder
der Planungsgruppe.
Ansprechpartner für diese Seite: Ing. Rudolf Polan [12.7.2001]
© wien.at: Magistrat der Stadt Wien, Rathaus, A-1082 Wien
Projektphasen
September 2000:
persönliche Einladung aller über 18-jährigen Bewohner des Planungsgebietes
zur Teilnahme. Mittels Rückantwortkarte konnten Anliegen an das Verkehrskonzept
und Interesse an aktiver Mitarbeit (Planungsgruppe) deponiert werden. Von den
rund 200 eingelangten Antwortkarten haben rund 50 Personen Ihr Interesse
bekundet aktiv am Verkehrskonzept für den Kernbereich Hütteldorfs
mitzuarbeiten. Es fand auch ein Treffen mit Gewerbetreibenden statt. Aus diesem
Kreis wurde ein Vertreter gewählt.
Auch mit Vertretern der Bürgerinitiative "lebenswertes Hütteldorf"
gab es ein Informationsgespräch. Auch dieser Personenkreis hat einen Vertreter
für das Verfahren nominiert.
Alle Bürger/innen die mitplanen wollen, wurden zur Bürgerversammlung
"Verkehrskonzept Hütteldorf" eingeladen. Aus diesem Personenkreis
wurden fünf Teilnehmer/innen für die Planungsgruppe ermittelt.
Oktober 2000:
am 24. Oktober 2000 fand die erste Bürgerversammlung zum
"Bezirksteilverkehrskonzept Hütteldorf" statt.
Bei dieser Veranstaltung wurde das Planungsverfahren und die Ergebnisse der
Ideen- und Hinweissammlung der Bürger präsentiert.
Ferner wurden aus der Gruppe der aktiven Bürger/innen 5 Personen in die
Planungsgruppe gewählt.
Start der Arbeit der Planungsgruppe
Mai 2001:
Bürgerversammlung "Präsentation des Verkehrskonzeptes Kernbereich
Hütteldorf"
Spielregeln für die Planungsgruppe
"Wenn über das Grundsätzliche keine Einigung besteht,
ist es sinnlos, miteinander Pläne zu machen."
Konfuzius
Grundsätze für eine offene und positive Gruppenarbeit
In einem moderierten, kommunikativen Verfahren wird in Zusammenarbeit mit Vertretern1) der Bewohner und Wirtschaftstreibenden, Vertretern der Bezirkspolitik, der Arbeiterkammer, der Wirtschaftskammer und den Fachbeamten der Stadt sowie dem vom Magistrat der Stadt Wien beauftragten Verkehrsexperten ein Verkehrskonzept für den Kernbereich Hütteldorf erarbeitet.
1) Wir ersuchen alle Leserinnen dieser "Spielregeln", sich in gleicher Weise angesprochen zu fühlen, auch wenn wir bei personenbezogenen Rollenbezeichnungen auf eine doppelte Sprech- und Schreibweise der sprachlichen Einfachheit wegen verzichten.
1. Planungstreffen vom 7. November 2000
Kurzbericht
der Planungsgruppe zum Verkehrskonzept Kernbereich Hütteldorf
am 7. November 2000, 19 bis 23 Uhr
im Haus Gustav Klimt, 14., Felbigergasse 81
Ablauf
Diskussion zu den "Spielregeln" für die gemeinsame Arbeit
An den von der Projektmoderation vorbereiteten
Spielregeln gab es in einigen Punkten heftige Kritik von BürgervertreterInnen:
zu den Teilnahmemodalitäten für Planungsgruppe an Dritte.
Die nach eingehender Diskussion vorgenommen Änderungen und Ergänzungen sind in
den aktualisierten Spielregeln eingearbeitet.
Diskussion verkehrlicher Problemlagen im Planungsgebiet
Ablehnung und Bedenken von
BürgervertreterInnen bezüglich des P&R-Projektes und Entertainment-Centers
am Standort Bahnhof Hütteldorf:
Eine Planung zur Verbesserung der verkehrlichen Situation hätte wenig Sinn,
wenn durch ein Großprojekt erarbeitete Planungsmaßnahmen gegenstandslos
würden. Es könnten im Rahmen dieses Verkehrskonzeptes für den Kernbereich
Hütteldorf nur rein "kosmetische" Maßnahmen als Ausgleich für eine
P&R-Anlage gefunden werden.
Von der MA 21 A (Stadtteilplanung und Flächennutzung, Auftraggeber für das Bürgerbeteiligungsverfahren und das Verkehrskonzept) wird betont, dass die Wirkungen eines allfälligen P&R-Projektes sachlich zu bewerten sind. Die P&R-Anlage entzieht sich aus rechtlichen Gründen unserer Einflussnahme sowohl was die Realisierung als auch deren Verhinderung betrifft. Es sollen vielmehr vorhandene Probleme im Planungsgebiet (alle Verkehrsarten) geklärt und mit kurz- und mittelfristigen wirksamen Maßnahmen Verbesserungen ermöglicht werden.
Festlegung von Arbeitsschwerpunkten, Themen für die nächsten Planungstreffen
Der Verkehrsplaner stellt mögliche
Themenschwerpunkte für die weitere Arbeit der Planungsgruppe zur Diskussion:
Fußgänger, Radfahrer, Öffentlicher Verkehr (inkl. U4-Verlängerung nach
Auhof), Autoverkehr allgemein, Durchgangsverkehr, Wirtschaftsverkehr,
Parkplatzsuchverkehr, Stellplätze im Öffentlichen Gut,
"Fußballverkehr", P&R, Informelles P&R, Umgestaltung Linzer
Straße,...
Für das 2. Planungstreffen wird das Thema Autoverkehr vorgemerkt, wobei Ergebnisse der Unfallanalyse und die Belastungssituation vom Verkehrsplaner vorbereitet werden sollen. Bei diesem Themenschwerpunkt sollen Querungsmöglichkeiten für Fußgänger und Fahrradbelange mitangesprochen werden.
Für das 3. Planungstreffen soll der Projektant der P&R-Anlage und des Entertainment-Centers am Bahnhof Hütteldorf zur Auskunft eingeladen werden.
Zum Themenkomplex der Standortwahl eines P&R-Centers in Auhof bzw. einer Verlängerung der U4 bzw. einer ÖV-Hochleistungsanbindung Hütteldorf-Auhof soll ein kompetenter Beamter der Planungsabteilung für ein Informationsreferat eingeladen werden.
Die nächsten Untersuchungen:
Zusammenstellung der Planungsvorhaben im Untersuchungsgebiet; Analyse der
Parkplatzsituation in Hütteldorf (Erhebung des
"Fußballbesucherverkehrs" und des P&R-Verkehrs).
Von BürgervertreterInnen werden zwei Anträge eingebracht. Sie werden zur Besprechung in die Tagesordnung zum 2. Planungstreffen aufgenommen.
Kurzbericht auf Basis des Ergebnisprotokolls
verfasst von Zech, Klingler (Projektmoderation)
2. Planungstreffen vom 28. November 2000
Kurzbericht
der Planungsgruppe zum Verkehrskonzept Kernbereich Hütteldorf
am 28. November 2000,18 bis 23 Uhr
im Haus Gustav Klimt, 14., Felbigergasse 81
Ablauf
Ergebnisse der Diskussion zum Protokoll
Das Protokoll ist öffentlich (Auflage im Cafe
Görlach, Internetfassung). Jedes Mitglied der Planungsgruppe kann die
Protokolle an Dritte weiter geben. Planer und Auftraggeber betonen, dass eine
möglichst frühe Information relevanter Dienstleister (z. B. Wiener Linien,
ÖBB, Dienststellen der Stadt) zu realistischern Ergebnissen führt.
Für die Redaktion der Protokolle und sonstiger öffentlicher Äußerungen
namens der Planungsgruppe wird eine Redaktionsgruppe gebildet.
Behandlung von 2 Anträgen von BürgervertreterInnen
Der erste Antrag ist planerisch ausgerichtet (Problemsituation, Ziele, Prioritäten und inhaltliche Aufgabenstellungen), der zweite Antrag befasst sich vorwiegend mit formalen Aspekten des Bürgerbeteiligungsverfahrens.
Ergebnisse der allgemeinen Diskussion zur
Behandlung von Anträgen
Anträge sind Diskussionsgrundlagen und den Mitgliedern bekannt zu machen. Über
Anträge muss nicht abgestimmt werden. Bedenken und Einwände werden
dokumentiert.
Diskussion zu Zielen und Prioritäten
Die von BürgerInnen eingebrachte Zielen und Prioritäten beziehen sich
vorrangig auf Hütteldorf als Wohngebiet (Lebensqualität). Der Vertreter der
Wirtschaftskammer wendet ein, dass nicht nur die Interessen der Anrainer,
sondern auch von Kunden und Betrieben zu berücksichtigen sind ("Keine
Mauer um Hütteldorf"). Die MA 21 A muss die Interessen der Gesamtstadt in
einer Prioritätenreihung mitberücksichtigen. Bürgervertreter fordern, dass
bei größeren Projekten der Kreis jener, die Parteienstellung haben - analog
zum UVP-Verfahren - zu erweitern sei.
Wesentliche Ergebnisse der Behandlung der
Anträge
Ziele und Prioritäten werden als Tagesordnungspunkt beim 3. Planungstreffen
behandelt (Vorschlag des Verkehrsplaners aufbauend auf Zielen laut Antrag soll
dafür Basis sein). Im Einverständnis mit den Auftragnehmern wird das Gebiet
bis zum Halterbach bearbeitet.
Zu den Anfragen betreffend Offenlegung
politischer Vorgaben und Aufträge:
Die MA 21 A bekam keinen verkehrspolitischen Auftrag, muss aber beschlossene
Leitlinien und Konzepte berücksichtigen (vom Gemeinderat beschlossene relevante
Konzepte: STEP-Stadtentwicklungsplan 1984 + 1994, Verkehrskonzept Wien -
Generelles Maßnahmenprogramm 1994, STEP-Bericht 1996, Leitlinien für die
Bezirksentwicklung Penzing 1998). Zivilrechtliche Verträge werden von der MA 21
A grundsätzlich nicht im Wortlaut offengelegt. Moderatorin und Verkehrsplaner
bieten an, Aufgabenstellung und Teilleistungen ihrer Aufträge offenzulegen.
Zur Lärmsituation (lt. Gutachten, MA 15,
Institut für Umweltmedizin)
Lärmsituation wird auf Basis vorliegender Gutachten durch den Verkehrsplaner
mitberücksichtigt.
Schwerpunktthema: Problemanalyse Autoverkehr
Der Verkehrsplaner legt Unterlagen zum
Projektstand und zur Ausgangssituation vor und erläutert ihre Verwendung. Er
informiert über den grundsätzlichen Aufbau eines Verkehrskonzeptes.
Der beauftragte Verkehrsplaner und ein Vertreter der MA 46
(Verkehrsorganisation) und der MA 28 (Straßenverwaltung) beantworten Fragen der
Planungsgruppe:
Zu Trends und Prognosen
Frage:
Wie sieht die Situation in 5, 10, 20 Jahren aus? Liegen Prognosen vor?
Antworten:
Nach den Zielen des Verkehrskonzeptes Wien (1994) sollte sich die
Verkehrsmittelwahl deutlich vom motorisierten Individualverkehr zugunsten des
öffentlichen Verkehrs verschieben. Eine Trendumkehr ist nicht festzustellen,
der private Kfz-Verkehr steigt weiter.
Für das hochrangige Verkehrsnetz liegen ungefähre Prognosen vor. Aus den
vorhandenen groben Trendrechnungen sind keine eindeutigen Aussagen für den
Kernbereich Hütteldorf abzuleiten. Der Verkehrsplaner wird eine
Grobabschätzung für Verkehrsbelastung der Westeinfahrt erstellen, weist aber
auf große Prognoseunsicherheiten hin (z. B. Benzinpreis, technische
Entwicklung).
Zur Leistungsfähigkeit im Verkehrsnetz,
Kapazitätssteigerungen
Frage:
Wie viel zusätzlicher Autoverkehr ist zur Hauptverkehrszeit noch möglich?
Müsste für eine Park&Ride-Garage eine neue Straße gebaut werden, wenn das
Verkehrsnetz jetzt schon an der Kapazitätsgrenze liegt?
Antwort:
Theoretisch ist keine Kapazitätssteigerung der Westeinfahrt mehr möglich, da
die Leistungsfähigkeit der Knotenpunkte im höherrangigen Netz schon erschöpft
ist. Allerdings wurde schon vor Jahren gedacht, die Leistungsfähigkeit im
Straßennetz sei erreicht. Modernere Fahrzeuge, Schalttechnik und
Ampelregeltechnik ermöglichten aber eine weitere Erhöhung der
Leistungsfähigkeit.
Zur Öffnung der Zufferbrücke für den
Kfz-Verkehr
Frage:
Ist die Öffnung der Zufferbrücke Bedingung für eine Park&Ride-Garage im
Bereich Bahnhof Hütteldorf?
Antwort:
Eine Öffnung Zufferbrücke ist nur bei komplettem Umbau denkbar. Mehrere
Faktoren sprechen gegen eine "Ertüchtigung" der Zufferbrücke.
Zum Planungsstand Bahnhofstraße
Bei der MA 28 liegen keine aktuellen Projekte zur Umgestaltung der
Bahnhofstraße vor.
Vorgemerkte Themen für das nächste Planungstreffen
Kurzbericht auf Basis des Ergebnisprotokolls
verfasst von Zech, Klingler (Projektmoderation)
3. Planungstreffen vom 12. Dezember 2000
Kurzbericht
der Planungsgruppe zum Verkehrskonzept Kernbereich Hütteldorf
am 12. Dezember 2000, 18 bis 23 Uhr
im Haus Gustav Klimt, 14., Felbigergasse 81
Ablauf
Folgende Vorschläge werden angenommen:
Für das Internet werden Kurzberichte basierend
auf den Ergebnisprotokollen erstellt.
Der Planungsordner wird im Cafe Gärlach (Linzer Straße) und in der
Bezirksvorstehung für den 14. Bezirk (Hietzinger Kai 1-3) zur allgemeinen
Einsicht aufgelegt.
Weitere Vorgangsweise
Eine gemeinsame Ortsbegehung (BürgervertreterInnen
gemeinsam mit dem Verkehrsplaner) auf Basis der von den BürgervertreterInnen
aufgelisteten Problembereiche wird vereinbart
Die MA 21 A wird die MA 22 um Lärmmessungen für 3 Meßstellen ersuchen.
Rechtliche und technische Aspekte des Sicherheitsabstandes
aus dem Referat Walzl:
§ 18 Abs. 1 StVO: Der Lenker eines Fahrzeugs hat stets einen solchen Abstand
vom nächsten vor ihm fahrenden Fahrzeug einzuhalten, daß ihm jederzeit das
rechtzeitige Anhalten möglich ist (...).
Der Sicherheitsabstand beträgt mindestens die Länge des Reaktionsweges. Die
zulässige Reaktionszeit beträgt maximal 1 Sekunde, einem zu besonderer
Aufmerksamkeit verpflichteten Kraftfahrer werden nur 0,6 bis 0,8 Sekunden
zugebilligt. Nach der Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes entspricht der
Reaktionsweg in Metern 3/10 der Höhe der eingehaltenen Geschwindigkeit in km/h
(z. B. bei 50 km/h 15 Meter).
aus dem Referat Kamelreiter:
Neue, elektronische Hilfen (z. B. Bremssyysteme) wirken nur im
Hundertstelsekundenbereich. Durch technische Verbesserungen am Fahrzeug kann der
Sicherheitsabstand nicht nennenswert reduziert werden. Es können daher nicht
noch mehr Autos auf der bereits ausgelasteten Westeinfahrt fahren.
Verkehrspolitische Grundsätze, Wirkungssystem Stadt-Verkehr
aus dem Referat Vatter:
Die Stadtplanung hat für die "Daseins-Grundfunktionen" vorzusorgen:
Wohnen, Bildung, Arbeit, Versorgung, Gesundheit/Soziales, Freizeit/Erholung, ...
brauchen Platz und Verkehrsverbindungen. Mit dem zunehmenden Wohlstand wachsen
die Flächenansprüche (z. B. Wohnfläche pro Person). Beim Verkehr verfolgt die
Stadt Wien das ehrgeizige Ziel, den Verkehr zunehmend vom privaten Pkw auf die
öffentlichen Verkehrsmittel bzw. das Fahrrad zu verlagern. Innerhalb des
kompakten Stadtkörpers ist dies auch gut möglich. Wien ist im europäischen
Vergleich eine "Stadt der kurzen Wege".
Hütteldorf liegt in der Übergangszone vom dicht bebauten Stadtgebiet zu einer
lockeren Bebauung. Die lokalen Interessen der Bewohner und gesamtstädtische
Interessen treffen an diesem wichtigen Umsteigknoten aufeinander. Es geht um
eine geschickte Abwägung.
Schwerpunktthema: Übergeordneter Öffentlicher Verkehr
aus dem Referat Wünschmann zur Frage einer
Verlängerung der U4 nach Auhof, P&R in Auhof
Die Untersuchungen ergaben, daß selbst bei Annahme einer starken
Nutzungsverdichtung und einer großen P&R Anlage in Auhof alle anderen
U-Bahnverlängerungen in Wien wesentlich verkehrswirksamer und
volkswirtschaftlich sinnvoller sind. Eine Verbindung auf den Gleisen der
Westbahn ist aufgrund der Ausbaupläne der ÖBB nicht möglich. Die technisch
möglichen Alternativen Cable-Liner und Autobus würden für die Fahrgäste ein
nochmaliges Umsteigen erfordern. Zum Cable-Liner gibt es wenig Erfahrungen. Die
Wiener Linien haben wenig Interesse, ein zusätzliches Verkehrssystem auzunehmen.
Wer übernimmt die Kosten?
Die Zukunft für den Verkehr im Westen Wiens stellt die Westbahn dar. Mit der
Verlagerung des Güter- und Fernverkehrs auf die Hochleistungsstrecke Wien - St.
Pölten ergibt sich die Möglichkeit, einen attraktiven Regionalverkehr auf der
"alten" Westbahn aufzubauen. Der Bund zieht sich in Zeiten des
Sparkurses jedoch finanziell zurück.
Eine P&R-Anlage Auhof wäre nur bei Erschließung durch leistungsfähige
ÖV-Mittel attraktiv. Dazu müßte man mindestens 2000 bis 3000 Stellplätze
plus zusätzliche Einrichtungen (Shopping, Freizeit, ...) vorsehen.
aus der Diskussion:
Die Errichtung einer Shopping-City West in Auhof wird allgemein kritisch
kommentiert. Die Wirtschaftskammer lehnt eine Zentrenentwicklung in Auhof ab.
Durch Ausnutzung dieser Lage würde es auch in Hütteldorf zu Zusatzbelastungen
kommen.
Zum Cable-Liner: In den Abendstunden ist das Sicherheitsproblem zu
bedenken (fahrerlose Kabinenbahn).
Zur P&R Situation westliches Wiener Umland: Niederösterreich und
Wien arbeiten im Rahmen der PGO (Planungsgemeinschaft Ost) gut zusammen (z. B.
bei Tarif). Entlang der Westbahn gibt es in Niederösterreich beträchtliche
Anstregungen, P&R anzubieten, entsprechende Flächen (kurze Wege) sind aber
oft nicht vorhanden. Derzeit gibt es etwa 1500 Stellplätze an den wesentlichen
Haltestellen von Wien bis St. Pölten. Im Raum Tulln sind P&R-Stellplätze
in größerem Umfang geplant.
Zur Parkraumbewirtschaftung: Im Prinzip ist auch die Parkraumbewirtschaftung für Teile eines Bezirkes denkbar, wäre aber im Stadtzusammenhang zu diskutieren. Das Problem ist eine für Bürger nachvollziehbare räumliche Abgrenzung. Rechtliche Rahmenbedingungne für Parkraumbewirtschaftung wären zu prüfen. Wäre die Hütteldorfer Bevölkerung bereit, für ein Parkpickerl zu bezahlen?
Verkehrskonzept Kernbereich Hütteldorf - Bezug zu übergeordneten Planungen
aus dem Referat Käfer:
Das Verkehrskonzept zum Kernbereich Hütteldorf muß Ziel- und
Maßnahmenkataloge übergeordneter Konzepte berücksichtigen.
Stadtentwicklungsplan 1994 mit der Fortschreibung 1996
Verkehrskonzept Wien 1994 mit der Fortschreibung und Ergebnisbericht 1996.
Leitlinien zur Bezirksentwicklung für den 14. Bezirk
Vorgemerkte Themen für das nächste Planungstreffen
Kurzbericht auf Basis des Ergebnisprotokolls
verfasst von Zech, Klingler (Projektmoderation)
4. Planungstreffen vom 9. Jänner 2001
Kurzbericht
der Planungsgruppe zum Verkehrskonzept Kernbereich Hütteldorf
am 9. Jänner 2001, 18 bis 23 Uhr
im Haus Gustav Klimt, 14., Felbigergasse 81
Ablauf
Behandlung der von BürgervertreterInnen
eingebrachten Anträge
Ergebnisse der Diskussion
zur beantragten Erfassung des Durchzugsverkehrs, des Zielverkehrs zu
Verkehrserregern und der Erfassung von Stellflächen im Kerngebiet Hütteldorf
Eine Abschätzung des Durchzugsverkehrs
aufgrund der vorliegenden Zählungen ist laut Verkehrsplaner für die Diskussion
und die Formulierung von Maßnahmen ausreichend.
Repräsentative Abschätzungen des Zielverkehrs zu Fußballveranstaltungen,
sowie zu Merkur und Bauhaus sind über die aktuelle Parkraumerhebung bzw. über
Zahl und Umschlaggrad der vorhandenen Stellplätze möglich. Der Verkehrsplaner
soll prüfen, inwieweit es möglich ist aus vorhandenen Daten Rückschlüsse auf
den Zielverkehr zum Bahnhof Hütteldorf zu ziehen. Falls dies nicht möglich
ist, soll das Ausmaß des "Abhol- und Absetz-Verkehrs" (Kiss&Ride)
am Bahnhofsvorplatz erhoben werden.
Das Stellplatzangebot auf Privaten Flächen könnte nur grob geschätzt werden.
Die erfolgte Parkraumerhebung liefert laut Verkehrsplaner ein gutes Abbild der
realen Situation und recht für die Formulierung von Maßnahmen aus.
Schwerpunktthema: Fußgeher- und Radverkehr
Bericht über gemeinsame "Lokalaugenscheine" von
BürgervertreterInnen und Verkehrsplaner
Der Verkehrsplaner berichtet über
Verbesserungsvorschläge und Ideen, die bei den beiden gemeinsam durchgeführten
"Lokalaugenscheinen" entwickelt wurden. Diese betreffen vor allem die
Verbesserung der Fußwegverbindung (z. B. Errichtung von Schutzwegen), die
Führung von Radverkehrsanlagen und die übersichtlichere Gestaltung von
Kreuzungsbereichen (bauliche Maßnahmen, Änderung von Vorrang bzw. Nachrang).
Einigkeit besteht z. B. über eine dringend erforderliche Verbesserung der
Situation am Bahnhofsvorplatz.
Auf Basis der Ideen und Hinweise aus diesen "Lokalaugenscheinen"
stellte der Verkehrsplaner erste konkrete Vorschläge für Maßnahmen zur
Verbesserung des Fußgeher- und Radverkehrs zur Diskussion. Zudem erläuterte er
einen Vorschlag für die Führung von Radverkehrsanlagen im Kernbereich und
deren Anschluss an das bestehende bzw. geplante Netz.
Grundlagen für Vorschläge zu einem Radverkehrsnetz:
Radverkehr 2000, Lückenschlussprogramm Nadler i.A. MA 18 (2000),
Radwegplanung aus Konzept Friedreich & Partner (1995), Radwegkonzept -
Radroute West, Ingenieurbüro Mittnik i.a. MA 21 A, (1996)
Käfer erläutert Vorschlag Trafico eines Anschlusses an das bestehende Netz,
siehe Arbeitskarten (A 3) Radverkehrsplanungen und Radverkehr im
Untersuchungsgebiet
Weitere Vorgangsweise, Vorgemerkte Themen für
das nächste Planungstreffen
Nach dem 5. Planungstreffen
findet eine Feedbackrunde zu folgenden Fragen statt:
Was wurde erreicht?
Welche Prioritäten werden gesetzt?
Wie kann das Verfahren optimiert werden?
Schwerpunkt des nächsten Planungstreffens wird das Thema Parken sein. Der
Verkehrsplaner stellt die Ergebnisse der Parkraumerhebung vor. Nach mehrmaliger
Verschiebung aus Termingründen wird ein Vertreter der BAI (Projekt
P&R-Anlage Hütteldorf) gemeinsam mit dem zuständigem Verkehrsplaner zur
Auskunft zur Verfügung stehen.
Kurzbericht auf Basis des Ergebnisprotokolls
verfasst von Zech, Klingler (Projektmoderation)
5. Planungstreffen vom 13. Februar 2001
Ergebnisprotokoll
der Planungsgruppe zum Verkehrskonzept Kernbereich Hütteldorf
am 13. Februar 2001, 18.00 bis 23.30 Uhr
im Haus Gustav Klimt, Felbigergasse 81, 1140 Wien
Besprechungsliste:
Ergebnis der Diskussion
Es besteht ein Überangebot an Stellflächen in der Nacht. Der Platz für diese von den Bewohnern nicht benötigten Stellplätze (rund 400 Stellplätze) könnte zur Verbesserung der Wohnsituation im Planungsgebiet (z.B. für Baumpflanzungen, Fuß- und Radwege, Verbesserungen im öffentlichen Verkehr oder mehr Kurzparkzonen in der Linzerstraße) verwendet werden. Käfer soll Straße für Straße prüfen welche Maßnahmen sinnvoll und durchführbar wären. Die Analyse zeigt auch, dass es erforderlich ist, die Erreichbarkeit des Bahnhofes mit dem öffentlichen Verkehr für die Wiener zu verbessern. In diesem Zusammenhang sollen Kombinationen mit z.B. Sammeltaxis geprüft werden.
Kurzbericht auf Basis des Ergebnisprotokolls
verfasst von Zech, Klingler (Projektmoderation)
6. Planungstreffen vom 6. März 2001
Ergebnisprotokoll
der Planungsgruppe zum Verkehrskonzept Kernbereich Hütteldorf
am 6. März 2001, 18.00 bis 23.30 Uhr
im Haus Gustav Klimt, Felbigergasse 81, 1140 Wien
Besprechungsliste:
Mängelanalyse
Auszug aus der Maßnahmenliste zum Busverkehr in Hütteldorf (Trafico)
Stimmungsbild über die weitere Vorgangsweise
Die Planungsgruppe stimmt zu, dass Käfer die skizzierten Maßnahmen weiterverfolgen soll.
Aus Zeitgründen muss die Diskussion von Verbesserungsmöglichkeiten zum Verfahren auf das 7. Planungstreffen verschoben werden.
Kurzbericht auf Basis des Ergebnisprotokolls
verfasst von Zech, Klingler (Projektmoderation)
7. Planungstreffen vom 27. März 2001
Ergebnisprotokoll
der Planungsgruppe zum Verkehrskonzept Kernbereich Hütteldorf
am 27. März 2001, 18.00 bis 23.30 Uhr
im Haus Gustav Klimt, Felbigergasse 81, 1140 Wien
Besprechungsliste:
Ergebnis:
Bezüglich der Einführung einer neuen Station beim Stadion, d.h. zwischen Baumgartner Spitz und Bahnhofsstraße, wird Käfer die Argumente für und gegen eine Station im Verkehrskonzept anführen.
Käfer fasst anhand von Übersichtskarten die bisher in der Planungsgruppe diskutierten Maßnahmen zusammen. Das Verkehrskonzept soll Ziele, Strategien und Maßnahmen für Fußgängerverkehr, Radverkehr, Öffentlichen Verkehr, Kfz-Verkehr sowie spezielle Verkehrsarten (Fußballverkehr) enthalten. Die Reihung dieser Maßnahmen nach ihrer Priorität ist unter anderem Aufgabe der Planungsgruppe.
Maßnahmen zum Fußgängerverkehr
Zusätzliche Vorschläge von BürgervertreterInnen: Querungshilfen im Kreuzungsbereich Keißlergasse/Deutschordenstraße sowie in der Deutschordenstraße im Bereich Cossmanngasse.
Verlängerung des Fußweges Rosentalgasse - Brudermanngasse bis zur Linzerstraße.
Maßnahmen zum Radverkehr
Giefing ergänzt langfristig zu realisierende Maßnahmen: Radweg von Keißlergasse durch Brudermanngasse zur Rosentalgasse. Radweg am Halterbach bis zur Bujattigasse.
Maßnahmen zum ÖV
Maßnahmen zum MIV
Kurzbericht auf Basis des Ergebnisprotokolls
verfasst von Zech, Klingler (Projektmoderation)
8. Planungstreffen vom 24. April 2001
Ergebnisprotokoll
der Planungsgruppe zum Verkehrskonzept Kernbereich Hütteldorf
am 24. April 2001, 18.00 bis 23.00 Uhr
im Haus Gustav Klimt, Felbigergasse 81, 1140 Wien
Besprechungsliste:
Diskussion:
Kommentare von Verkehrsplaner, MA 46, Wirtschaftskammer: Eine Sperre der Linzer Straße ist durchaus visionär und langfristig interessant. Für eine Fußgängerzone ist die Linzer Straße als Geschäftsstraße jedoch zu schwach. Eine Aufwertung als Zentrum für Hütteldorf in Verbindung mit einer Verkehrsberuhigung scheint aber sinnvoll.
Bei einer Sperre gäbe es Verlagerungen der Verkehrsflüsse. Der Verkehr würde sich vorrangig in die Deutschordenstraße und in die Bahnhofstraße verlagern. In der Bahnhofstraße wäre gegenüber der jetzigen Belastung mit einer 4-mal so hohen Verkehrsbelastung zu rechnen. Die vorgeschlagene Einbahnregelung Stockhammerngasse würde große Umwegverkehre bedeuten. Eine Verkehrsberuhigung der Wohnviertel wäre nicht durchführbar.
Der Vorschlag zur Umgestaltung des Samhaberplatzes wird überwiegend positiv aufgenommen.
Ergebnis:
Temporäre und bauliche Maßnahmen, die zu einer Aufwertung des Zentrumbereiches in Hütteldorf beitragen können, sollen vom Verkehrsplaner dargestellt werden.
Vorschläge aus dem Verkehrskonzept Mader sollen bei der Erstellung des Verkehrskonzeptes berücksichtigt und kommentiert werden.
Kurzbericht auf Basis des Ergebnisprotokolls
verfasst von Zech, Klingler (Projektmoderation)
9. Planungstreffen vom 22. Mai 2001
Ergebnisprotokoll
der Planungsgruppe zum Verkehrskonzept Kernbereich Hütteldorf
am 22. Mai 2001, 18.00 bis 23.00 Uhr
im Haus Gustav Klimt, Felbigergasse 81, 1140 Wien
Besprechungsliste:
Haltestellen 147 A
Lt. Ertl wird die Haltestelle der Autobuslinie 147A ab Hütteldorf/Keindlergasse
nach Norden zur Cossmanngasse verlegt. Die provisorische Haltestelle vor
Linzerstraße 360 wird ständige Haltestelle.
Erforderliche Passantenfrequenz für
Fußgängerzonen (Bericht Kugler)
Von den Wiener Fußgängerzonen ist der Graben die am stärksten und die
Meidlinger Hauptstraße (Samstags bei Zählstelle 19/20-22, rd. 11.000
Passanten) die am schwächsten frequentierte. Die Linzer Straße ist bei den
von der Wirtschaftskammer seit 1973 durchgeführten Zählungen der
Passantenfrequenz nicht erfasst. Im Wiener Vergleich ist sie für Zählungen
als Geschäftsstraße zu unbedeutend. Zum Vergleich:
Die Märzstraße (ONr. 53) als eine, der erfassten Straßen mit den geringsten Passantenfrequenzen, weist am Donnerstag eine Frequenz von 6000 Passanten und am Samstag eine Frequenz von 4000 Passanten auf, hat aber mehr Geschäfte als die Linzerstraße. Dieser Bereich der Märzstraße ist zudem noch ein Umsteigeknoten (U-Bahn, 49 er). Die Hütteldorferstraße (etwa Höhe Reindlgasse, ONr. 173), eine der schwächsten Nebengeschäftsstraßen, weist samstags eine Frequenz von 2000 und donnerstags von 3000 Passanten auf.
Ergebnis: Die Passantenfrequenz in der Linzerstraße ist für die Errichtung einer Fußgängerzone vermutlich bei weitem zu gering. Es besteht aber Konsens, dass die Aufenthaltqualität verbessert werden soll (größere Flanierzonen). Eine fußgängerfreundliche Gestaltung soll erfolgen und auch im Verkehrskonzept niedergeschrieben werden.
Aus der Diskussion "Erschließung
der P&R-Garage"
Die Bürgervertreter befürchten, dass andere Nutzungen durch die Errichtung
einer P&R-Garage nachgezogen werden, die zu erheblichen Belastungen und
zur Verringerung der Wohnqualität führen. Ertl: Die ÖBB verkauft und dann
kommt irgendetwas hin, wo man gar nichts mitreden kann. Bei der Errichtung
einer P&R-Garage können wir wenigstens die Bedingungen mitbestimmen. Für
die Bezirksvertretung ist es völlig klar, dass die Zu- und Abfahrt nur über
die B1 erfolgen kann.
Polan berichtet von einem Gespräch mit Rosinak bezüglich der Direktanbindung der geplanten P&R-Garage an die B1: Lt. Rosinak ist eine neue Brücke technisch machbar, die Variante fand Zustimmung des Denkmalamtes.
Posch: Wenn bei einer P&R-Garage Hütteldorf die Zu- und Abfahrt nur über die B1 erfolgt und mit geringer Lärmbelastung zu rechnen ist, dann sehe ich nicht ein, warum wir uns derartig dagegen wehren.
Jedliczka: Wenn die Zu- und Abfahrt nur über die B1 erfolgen kann, sehe ich keinen Grund, eine Parkgarage abzulehnen.
Machacek: Ich pflichte Herrn Dr. Posch bei. Außerdem würden doch vermutlich die meisten Besucher eines Fitnessclubs mit der U-Bahn anreisen.
Kamelreiter: Mit einem Fitnessstudio haben wir keine Probleme, mit einem Baumarkt jedoch schon. Selbst wenn die P&R-Garage nur über die B1 erschlossen wird, kann man dann nicht trotzdem über die Keißlergasse, Deutschordenstraße (und über die Westausfahrt) zufahren? Das wäre nicht akzeptabel.
Giefing demonstriert anhand einer Skizze, dass dies möglich ist.
Rosinak und BAI sollen der Planungsgruppe zu den Zu- und Abfahrtsmöglichkeiten Auskunft geben. Es soll überlegt werden, wie die Zufahrt durch das Kerngebiet unterbinden werden kann.
Kurzbericht auf Basis des Ergebnisprotokolls
verfasst von Zech, Klingler (Projektmoderation)
10. Planungstreffen vom 28. Juni 2001
Ergebnisprotokoll
der Planungsgruppe zum Verkehrskonzept Kernbereich Hütteldorf
am 28. Juni 2001, 18.00 bis 23.00 Uhr
im Haus Gustav Klimt, Felbigergasse 81, 1140 Wien
Besprechungsliste:
Antworten von Fleissner, Theuermann:
Als Zusatznutzung ist
ausschließlich ein Fitness-Center mit rd. 7000 m² vorgesehen. Der Bauplatz
ist damit völlig ausgeschöpft. BAI führt mit den ÖBB keine Verhandlungen
über benachbarte Flächen. Widmungsvoraussetzung für P&R ist
vorhanden. Erst nach Kosten/Nutzenberechnung erfolgt ein kommunalpolitischer
Beschluss, dann folgen Detailplanungen und Verhandlungen mit dem Betreiber.
P&R ist öffentliches Interesse. Wien ist daran interessiert viele
solche Anlagen zu errichten. Es gibt je nach Situation bis zu 100%
Einmal-Förderung durch die Stadt. Voraussetzung ist ein wirtschaftlich
positives Konzept. Die Förderungen werden aus den Einnahmen der
Kurzparkzonen finanziert. Der private Betreiber muss über die Mieteinnahmen
den Betrieb sicherstellen. Verluste muss die Gesellschaft aus eigener Tasche
tragen. Als Betreiber steht die STPM zur Verfügung. An ihr halten die
Wiener Stadtwerke mit 51% den größten Anteil. 49% gehören der APCOA, die
derzeit alle P&R-Anlagen der Stadt Wien betreibt.
Diskussion zur Tiefgarage Hanappi-Stadion
BürgervertreterInnen vermuten, dass die Hanappi-Garage, da sie
nicht gewerblich genutzt werden soll, über eine andere Form der Vergabe
genutzt wird, z.B. für Freunde von Rapid etc. Theuermann: Die Garage wird
vom Verein Rapid betreut und enthält 400 Pflichtstellplätze. Es ist
rechtlich ausgeschlossen, diese gewerblich zu nutzen. Es ist aber schade,
die Garage nur teilweise auszulasten. Es wird überlegt die Bestimmungen
derart zu erleichtern, dass z.B. Anrainer als Dauerparker die Garage nutzen
könnten.
Kurzbericht auf Basis des Ergebnisprotokolls
verfasst von Zech, Klingler (Projektmoderation
Nähere Informationen, Kontakte
Unterlagen zu den Planungstreffen sowie die
Ergebnisprotokolle liegen zur öffentlichen Einsicht auf:
Weitere Auskünfte
14.,
Linzer Straße 377
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 8 bis 19 Uhr, Sonntag 10 bis 18 Uhr
13.,
Hietzinger Kai 1-3, 2. Stiege, 1. Stock, Zimmer 82
Projektmoderation:
Dipl.-Ing. Sibylla Zech, stadtland
6.,
Theobaldgasse 16/4
Telefon (+43 1) 586 28 77-12, Fax (+43 1) 586 28 77-9
E-Mail
Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Stefan Klingler
beauftragter Verkehrsplaner:
Dipl.-Ing. Andreas Käfer, TRAFICO Verkehrsplanung
6.,
Fillgradergasse 6/2
Telefon: (+43 1) 586 41 81, Fax (+43 1) 586 41 81-10
E-Mail
Mitarbeiter: Dr. Oswald Thaller
Magistratsabteilung 21 A -
Stadtteilplanung und Flächennutzung Innen-West
Ing. Rudolf Polan
8.,
Rathausstraße 14-16
Telefon: (43 1) 4000-88 565, Fax (+43 1) 4000-99-88565
E-Mail