Der
Bezirksrat Wolfgang Krisch stellt namens der Penzinger GRÜNEN zur Sitzung der
Bezirksvertretung am 17.10.1993 folgende
ANFRAGE
gemäß § 23 der
Geschäftsordnung der Bezirksvertretungen
Zu den einsichtigen Beschwerden
zahlreicher BürgerInnen über Fluglärm über Penzing durch die vermehrte Anzahl von
Flugbewegungen über dem Stadtgebiet ( auch nach dem Abschluß der jüngsten
Sanierungsarbeiten einer Start- und Landepiste am Flughafen Schwechat) wird um Auskunft
ersucht
- ob die Stadt Wien in irgendeiner Form auf die zunehmende
Lärmbelästigung durch Landeanflüge über Wiener Stadtgebiet reagiert hat oder reagieren
wird, wenn ja, in welcher Form,
- ob die Stadt Wien Tiefflüge über dem Stadtgebiet im Hinblick auf
Sicherheitsaspekte gutheißt,
- ob die Stadt Wien akzeptieren wird, daß mit der rapiden Zunahme
der Flugbewegungen im Raum Wien allein schon aus Gründen der Überlastung der Lufträume
auch für Großmaschinen in verstärktem Maß der Landeanflug über Wien
(Nordwest-Südost-Linie) benützt werden wird,
ob tatsächlich Südostwinde den
Landeanflug über Wien notwendig machen, wie das dargestellt wird, und weshalb Winde aus
dieser Richtung erst neuerdings diese Anflugschneise zum Flughafen Schwechat bedingen
sollten.
Wolfgang KRISCH
Auszug aus dem Antwortschreiben
der MA 64 vom 9.12.1993
... Der Verkehr der internationalen Fluggesellschaften wird daher soweit wie möglich
am dicht verbauten Stadtgebiet vorbeigelenkt....
Nach den Luftverkehrsregeln 1967 in der Fassung der LVR-Novelle 1974 muß die Flughöhe
bei Flügen mit kraftangetriebenen Luftfahrzeugen über den dichtbesiedelten Gebieten von
Wien mindestens 1000 m über Grund betragen. Diese Mindestflughöhe darf aber
unabhängig davon, ob Wien dies " gutheißt" oder nicht zum Zwecke des
Abfluges und der Landung unterschritten werden.
.... nach Auskunft des Bundesamtes für Zivilluftfahrt sind seit dem Sommer
bisher untypisch für Wien tatsächlich Südostwinde dominant....
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