
Hohe Planungs-Unschärfe an Volksschulen, Hauptschulen und AHS - nicht nur in Penzing, sondern in ganz Österreich!
Alle Schulplanungen für Kinder, Eltern und LehrerInnen stehen
aus!
Für das kommende Schuljahr ist die
Bundesregierung mit
sämtlichen Planungsgrundlagen
zur
Zeit schon in
deutlichem Verzug!
Um ehrlich zu sein bin ich gar kein Freund der guten Frage, die der Volksmund
wie folgt stellt: „Geht es Ihnen gut – oder haben Sie ein Kind in der
Schule?“ (Schon die sachliche Verkürzung verniedlicht nämlich, -
denn auch Großeltern und LehrerInnen /-Angehörige leiden ab und an arg und
stark zunehmend an der hehren Institution.)
Für das kommende Schuljahr scheint die Frage aber mit jedem Tag stimmiger zu
werden: Es zeichnen sich nämlich jetzt schon weiteres Ungemach für alle
SchulpartnerInnen und Mitleidende aus. Denn aus dem Bundesministerium
liegen bis dato – kaum mehr als 50 (fünfzig) Schultage vor Ende dieses
Schuljahres - noch
immer jene Vorgaben für das nächste Schuljahr nicht vor, welche den Stellenplänen
und Stundenkontingenten an allen (!) österreichischen Schulen der Republik zu
Grunde liegen und damit erst den Schulen aller Bezirke tatsächlich selbst
die banalsten Planungsnotwendigkeiten an den Standorten erlauben!
„Noch
nicht einmal Gerüchte“
Bei einer Sitzung des Kollegiums des Wiener Stadtschulrates letzten Mittwoch
(7.4.) musste also die diesbezügliche Tagesordnung schlicht gestrichen werden
und SSR-Präsidentin Dr. Susanne BRANDSTEIDL erklärte charmant, es lägen
dieses Jahr „noch
nicht einmal Gerüchte“ vor, auch der Mai-Termin für
die Beschlusssache im Land Wien würde somit kaum einzuhalten sein.
Schulintern und unter den letzten Fachmenschen herrscht dazu Entsetzen –
während in SPÖ-Schulkreisen mit Pokerface schon dezidiert darauf
bestanden wird,
dass eben niemand sonst als der ÖVP-Finanzminister das Geld verteilt
und Frau SPÖ- Unterrichtsministerin leider brav darauf
warten müsse, erst nachher
das Ihre tun zu können. (Die ÖVP-Kreise in Schulen erklären dazu natürlich
gleich einmal gar nichts!)
Den Millionen Betroffenen in ganz Österreich – vermute ich mit Gewissheit –
wird die Ursachenforschung für das übliche Regierungs-Versagen ziemlich
wurscht sein.
Man will schlicht wissen, wie Unterricht nächstes Jahr organisiert sein
wird. Kinder&Jugendliche wollen wissen, ob sie auf genug geeignete
LehrerInnen treffen, die sich von dem alljährlich größer werdenden Schulchaos
weiterhin nicht ganz verrückt machen lassen, Eltern wollen wissen, zu welcher
Schule sie ihr Kind chauffieren müssen, um den
allerdümmsten Auswüchsen der derzeit grassierenden so genannten Elitenbildung
in irgendwelchen Potemkimschen Schuldörfern zukunftssicher zu entkommen. Und
LehrerInnen wollen bescheiden nicht erst in den ersten Schulwochen zu
Herbstbeginn mitgeteilt
erhalten, was und wo sie qualitätssicher in den Potemkimschen Dörfern zu
unterrichten haben oder hätten, da wäre man schon zufrieden!
Ich hoffe jedenfalls, Herr Finanzminister fasst sich bald das Herz, die alljährliche
Einsparungen im Schulsystem (oder den üblichen Verpackungsschwindel zur
Vertuschung derselben)
bekannt zu machen - die Bankenpleitenvorbeugungsbemühungen gelingen ja auch über
ein Wochenende, und zwar selbst ohne genaue Prüfung, wie man weiß. Denn Herr
Bundeskanzler sollte nicht fahrlässig zum Äußesten gezwungen sein und Onkel
Hans von der Kronenzeitung oder gar ORF-General Wrabetz auch in der Sache um
Intervention ersuchen zu müssen!
Irgendwiebaldigst sollten – wie auch immer - die Bildungschancen für unsere
Kinder und Jugendlichen verschriftlicht garantiert erscheinen - bis nach die
Wahlen in Wien hofft man jedenfalls, besser nicht warten zu müssen!
Wir drücken uns alle bis dahin halt einmal gott- und/oder
wem-auch-immer-ergeben fest die Daumen, schlägt für Penzing und den Rest ganz
Österreichs als derzeit einzige Bildungs-Hoffnung vor
Wolfgang
Krisch, 10.4.2010
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